Aus dem Bodenmoder schiebt sich leis’
Ein noch Müder im getupften Kleid.
Er verharrt, als suche er Beweis
Für erhoffte, satte Feuchtigkeit.
Langsam setzt das glänzend schwarze Bein
An zum Schritt in diesen Regentag.
Sonne wär für Salamanders Sein
Gar nicht freudig, sondern schlimme Plag.
Lustig, einem grünen Frosche gleich,
Schnappt er nach dem Regenwurm am Weg.
So gestärkt, bequemt sich zum Teich,
Und verstaut in Ruhe sein Geleg’.
Er verschmäht zu Recht die Mutterpflicht,
Seine Kinder fliehen allzu schnell.
Sie vertrauen auch dem Erdreich nicht,
Tummeln sich jedoch im Brunnenquell.
Dann entschwindet er im feuchten Farnengrün?
Erst im Herbst verlässt er sein Versteck,
Sucht ein neues, döst zum Frühjahr hin.
Alles aber steckt voll Lebenszweck.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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