Weltgrösste Tiergeschichtensammlung


An guatn Rutsch by edithtg
1, 31 Dezember, 2009, 9:42
Einsortiert unter: Rosmaringo

„An guatn Rutsch“, so tönt es allenthalben,
Von Salzburg, Wien und leicht verändert in Berlin.
Das klingt wie Warnung vor diversen Salben
Nach Schneebegehung, Sturz aufs Schienbein hin.

Auf blankem Eis ins neue Jahr zu rutschen,
Ein hinterhältig ausgedachter, böser Wunsch.
Erfreute denn ein Sturz nach kurzem Flutschen,
In Händen noch die halbgefüllte Tasse Punsch?

Doch keine Hinterlist verbirgt das Sprüchlein.
Rosch ha-schana, Bibelsprache für Neujahr,
Erhielt bei uns ein jiddisch buntes Tüchlein,
An gutn Rosch verbarg, was einst hebräisch war.

Rosch, der Kopf, der Anfang, leicht gebogen,
Zum Wort, das heute überall geläufig ist.
Wer hat es nicht zum Gruß herangezogen,
Wenn Sankt Silvester letzte Jahresstunden misst?

Foto: © fotomsen (Tom Kleiner)/ http://www.pixelio.de

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Krawallschachteln by edithtg
1, 30 Dezember, 2009, 12:42
Einsortiert unter: Menschen

Ihr seid doch schlimme Krawallschachteln – so sagt man bei uns in Bayern, und das verstehen auch unsere lieben Nachbarn aus dem Norden. Ich kann Silvester gar nicht leiden, da scheppert, kracht und pfeift es aus allen Löchern. Raketen werden in den Himmel geschossen, drehende Leuchträder angenagelt und angezündet und die widerlichen Knallfrösche überall herumgeschmissen und entzündet.

Nicht nur das, schon vorher lärmen die Menschen in den Häusern und natürlich auch draussen herum, manchmal versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.

Ja, ich weiß, es ist halt so, das Neue Jahr muss gebührend begrüßt werden, Korken müssen knallen, “Frohes Neues Jahr” muss laut zum Nachbarn gebrüllt werden.

Muss es das wirklich; geht es nicht ein bisschen leiser?

Wo bleibt da eigentlich die Besinnlichkeit, das Nachdenken, die Freude dass man wieder ein “Neues Jahr” erleben darf? Und warum denkt denn niemand an unsere Tiere? Die sind jetzt echt zu bedauern, sie leiden schrecklich, denn dieser Krach ist für ihre Ohren einfach zuviel, sie verkriechen sich meist in die hinterste Ecke. Noch nach Tagen sind sie verstört und und wollen nicht mehr auf die Strasse gehen, zu viel Lärm haben sie ertragen müssen.

Dabei geht es auch ein wenig leiser, und es ist viel schöner so ganz sachte ins “Neue Jahr” hinein zu gleiten, die Sterne am Himmel zu sehen und vielleicht eine Sternschnuppe, die vorbei saust, zu bewundern, und sich etwas zu wünschen. Unsere Tiere werden es uns danken und unsere Ohren freuen sich auch, in diesem Sinne wünsche ich allen lieben Menschen ein “Glückliches Neues Jahr”.

Foto: © DominoXL (Kurt F. Domnik) / http://www.pixelio.de

Autor: Ursula Geier
UrsulaGeier@web.de
http://www.urska.jimdo.com

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Zu Neujahr by edithtg
1, 30 Dezember, 2009, 6:17
Einsortiert unter: Klassiker, Lyrik

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Foto: © wassernymphe (Essenia Deva) / http://www.pixelio.de

Autor: Wilhelm Busch
(15. 4. 1832 Wiedensahl, Hannover, † 9. 1. 1908 Mechtshausen bei Seesen)

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Neujahr bei Pastors by edithtg
1, 30 Dezember, 2009, 6:13
Einsortiert unter: Klassiker, Lyrik

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: “Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, dass ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken-
Mama, den Punsch noch was verstärken! -

Und dass ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
- Mama, nicht mit dem Arrak sparen! -

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
- Mama, er schmeckt noch immer fade! -

In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
- Gieß noch mal Rum in die Terrine! -

Wir bitten Gott, dass er uns helfe
Auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
- Ich will den Punsch mal selber mischen.”

Foto: © cameraobscura (sigrid rossmann) / http://www.pixelio.de

Autor: Ludwig Thoma
(1867-1921)

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Andrea Röttgen: Emmely – meine Hundegeschichten. Aus dem Leben eines Hundemädchens by edithtg
1, 29 Dezember, 2009, 7:17
Einsortiert unter: Bücher

Andrea Röttgen: Emmely – meine Hundegeschichten. Aus dem Leben eines Hundemädchens, Oberhausen/Oberbayern 2009, Noel-Verlag, ISBN 978-3-940209-43-6, 94 Seiten, 24 Farbfotos, Softcover, Format: 13 x 21 x 0,8 cm, EUR 9,80.

Was denkt und fühlt eigentlich ein Hund, der tagaus, tagein mit „seinen“ Menschen zusammenlebt und dabei zwangsläufig vieles mitbekommt, was aus Hundesicht merkwürdig bis unverständlich sein muss? Andrea Röttgen hat sich das offensichtlich auch gefragt und den Alltag in ihrem menschlich-tierischen Haushalt aus Sicht ihrer Malteserhündin Emmely geschildert.

In 26 Episoden lässt sie Emmely erzählen, was sie erlebt – und wie sie darüber denkt. So erfahren wir, wie es für die kleine Hundedame ist, jetzt tagsüber in den „Hundekindergarten“ zu gehen, weil Frauchen wieder arbeitet. Dass die beste Erfindung in einem Hundeleben das Wochenende ist, weil man da Herrchen und Frauchen endlich mal ganz für sich hat, das glauben wir Emmely sofort. Selbst wenn der Hundesitter noch liebevoll ist und das volle Verwöhnprogramm abspult: Es geht auch bei Hunden nichts über das eigene Heim und die Familie.

Emmely durchlebt die Schrecken eines großen Sturms. Sie geht im Park verloren und landet auf der Polizeiwache. Sie fühlt sich in den Schneehaufen vorm Haus wie auf dem Mount Everest. Und sie leidet mit ihrem erkrankten Frauchen.

Vom überraschenden Übernachtungsgast, dem Cockerspaniel Hermann, ist sie nicht so begeistert. Vermutlich weiß sie nicht, dass der Gute berühmt ist, gehört er doch Andreas Schwester, der Zeitungskolumnistin und Buchautorin Ines-Gerrit Möhring. Und deren Leserinnen und Leser wissen ganz genau, wer Hermann ist! Doch Berühmtheit ist Hunden schnurz. Für Emmely ist Hermann einfach nur ein lästiger Eindringling, der Platz und Aufmerksamkeit beansprucht und ihr das Essen wegfrisst.

Und was hält man so als Hund von neuen Möbeln, vom eigenen Geburtstag, von Fotoshootings und Friseurterminen? Und wie kommen die Erziehungsversuche einer professionellen Hunde-Nanny bei dieser „Zielgruppe“ an? Hier erfahren wir es – und noch vieles andere mehr.

Dass Emmely Sonntage liebt wie ihr Herrchen das Motorradfahren und ihr Frauchen das Einkaufen und dass sie jeden Sonnenstrahl genießt, das überrascht uns als Tierfreunde nicht. Was sie dagegen von den kreativen Kosenamen denkt, die ihre Menschen ihr im Überschwang der Gefühle verpassen, darüber wüssten wir gerne mehr …

Nicht nur an dieser Stelle des Buchs geht der lesende Mensch ein klein wenig in sich und fragt sich: „Ach du Schreck, sind wir wirklich so, wie die Tiere uns sehen?“ Ja, vermutlich schon. Aber sei’s drum. Unsere Tiere akzeptieren uns so, wie wir sind, mit allen unseren Macken und Eigenarten.

„Der Malteser ist ein besonders angenehmer, ruhiger, intelligenter und wachsamer Begleithund. Er ist aufmerksam und hat eine große Auffassungsgabe. Er ist sehr spielfreudig und lernwillig. Da er keinen starken Jagdtrieb hat, ist er auch unterwegs leicht zu führen.“ So steht’s bei Wikpedia. Dass ein Malteser ein geduldiges und einfühlsames Wesen hat, weiß man dort ebenfalls. Sieht ganz so aus, als sei die kleine Emmely ein typischer Vertreter ihrer Art.

Wer selbst einen solchen Hund zu Hause hat, dem wird vieles aus Emmelys Erzählungen bekannt vorkommen. Wer noch hundelos ist, wird sich nach der Lektüre vielleicht überlegen, ob das weiterhin so bleiben muss. Wie sagte schon Heinz Rühmann? „Natürlich kann man ohne Hunde leben – es lohnt sich nur nicht.“

„Emmely – meine Hundegeschichten“ ist eine Liebeserklärung an einen tierischen Hausgenossen, die vor allem Hundehalter und andere Tierfreunde zu schätzen wissen werden.

Die Autorin
Andrea Röttgen, wurde 1969 in Magdeburg geboren. Dort lebt sie mit Mann und Hund. Ihre Liebe zu Hunden hat sie von ihrem Vater geerbt, der selbst ein großer Hundefreund war. Durch ihre Malteserhündin Emmely entdeckte Andrea Röttgen ihre Leidenschaft fürs Schreiben. Emmely bietet immer genügend Erzählstoff. Und die Autorin versetzt sich dabei liebevoll und mit Humor in die Erlebniswelt ihres vierbeinigen „Familienmitglieds“.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
http:// edithnebel.wordpress.com



Stars und Sternchen by edithtg
1, 28 Dezember, 2009, 6:40
Einsortiert unter: Katzen

Hollywoodstars zeichnen sich oft durch Allüren aus. Und Miezka und Mowgli halten sich scheinbar für Stars. Ob sie das mal werden, kann ich nicht sagen. Starallüren üben sie auf jeden Fall schon mal.

***

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Ruf ausging vom Katzenkraftwerk (einem Internetforum): Kommet zuhauf in die Stadt, die da heisset Mannheim, auf dass wir uns treffen zum Nikolaus Dinner in der Herberge von Benjamin’s Diner. Und dieses soll geschehen am Tage des St. Nikolaus.

So folgte auch ich dem Ruf und die Stubentigerin und der Stubentiger folgten mir nach. Denn Miezka und Mowgli haben mittlerweile einen gewissen Bekanntheitsgrad, also kommen sie mit, was sowieso immer und überall der Fall ist. Ausserdem hatte ich kundgetan, dass ich käme, wenn auch die beiden mitkönnten. Na klar, alles kein Problem.

Nur ergab sich am Vortag doch ein winzigkleines Problem. Dieses Problem manifestierte sich in der Technik meines fahrbaren Untersatzes und nennt sich Wasserpumpe. Und in diesem Fall kommt Murphys Gesetz zum tragen, als da heisst, was schief gehen kann, das geht auch schief. Denn ich könnte es selbst reparieren, wenn ich denn eine neue Wasserpumpe hätte. Hab ich aber nicht und beim Ersatzteilhändler bekomme ich die sehr informative Auskunft, dass man ein solcherart kompliziertes Hightech-Produkt bestellen müsse. Alles kein Problem, am Montag nachmittag hätte ich’s.

Ja, nun hab ich’s! Am nächsten Tag sollte ich in Mannheim sein und die liefern das Ding erst am Montag. Also bleibt mir nur ein Ausweg: Unsere allseits beliebte Bundesbahn. Alles kein Problem.

Also mache ich mich auf zum Bahnhof um ein Ticket zum Behufe der Fahrt nach Mannheim käuflich zu erwerben. Aber natürlich, teilt mir der überaus freundliche Schalterbeamte mit, der ICE ginge Sonntag kurz vor 8 Uhr und die Fahrt dauere etwas ein und eine halbe Stunde.

Alles kein Problem, das Ticket wird gekauft. Scherzhafterweise erwähne ich noch Mowgli, der auf seinem Lieblingsplatz auf meiner Schulter sitzt: „Aber der braucht kein Ticket.“ Die Freundlichkeit des Bahnbediensteten lässt schlagartig nach. „Nein, natürlich nicht, aber Tiere dürfen nur in einer Transportbox befördert werden.“ Wenn ich das so handhaben würde, wäre das alles kein Problem.

So! Kein Problem? Ich habe zwar eine Transportbox, nur ist die eben nicht gerade für zwei Fellmonster geeignet, vor allem in anbetracht von Mowglis Grösse, sie ist eher für Notfälle gedacht. Also muss dringendst eine Transportbox beschafft werden, in die beide Fellnasen passen. Dürfte kein Problem sein.

Ist es aber. Denn was da so angeboten wird, ist wohl eher zur Verschickung von Minihamstern geeignet und nicht für zwei ausgewachsene Raubkatzen. Doch in einer kleineren Zoohandlung werde ich schlussendlich dann doch fündig. Der Sonntag kann kommen.

Und er kommt auch und mit ihm ganz planmässig (!) der ICE. Die Transporttasche mit Miezka und Mowgli kommt auf den Nebensitz, da habe ich alles im Blick. Na also, ist doch alles kein Problem.

Bis auf die Tatsache, dass es Mowgli tatsächlich schafft, von innen den Reissverschluss der Transporttasche aufzudrücken. Er will raus und Miezka auch. Dafür habe ich vollstes Verständnis, sind die Beiden ja keine solcherart beengte Reisen gewöhnt. Aber es hilft nichts, da müssen sie durch. Also werden sie wieder in die Tasche zurückverfrachtet, wo sie dann auch bleiben. Jedenfalls bis zum nächsten erfolgreichen Ausbruchsversuch.
Das kann ja noch was geben, bis wir in Mannheim sind.

Irgendwo kurz vor Mannheim ist dann endgültig Schluss und sie wollen beide nicht mehr in die Box zurück. Wenn jetzt ein Schaffner kommt, gibt’s Probleme, dazu braucht es keinerlei hellseherische Fähigkeit. Oh, ich Uunglückseliger, welch Unheil dräuet mir! Aber scheinbar ist mir das Glück hold und wir kommen fast pünktlich an. War doch alles kein Problem.

Mowgli nimmt wieder seinen Platz auf der Schulter ein und diesmal gesellt sich auch Miezka zu ihm. Jetzt noch die richtige Strassenbahn gefunden und dann sind wir da. Natürlich werden wir in dieser Stadt und in der Tram bestaunt wie das Achte Weltwunder, aber an dieses sattsam bekannte Ritual haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Und genau zum richtigen Zeitpunkt laufen wir bei „Benjamin’s Diner“ ein.

Vor dem Lokal stehen Autos und in einem davon sitzen mehrere Personen. Ich kenne die Leute vom Katzenkraftwerk nur von Fotos und aus dem Forum und Chat, persönlich habe ich sie noch nie getroffen. Aber sie kennen mich auch von Fotos, ausserdem bin ich ja mit zwei Katzen auf dem Rücken unübersehbar.

Die Leute steigen aus und es sind tatsächlich die vom Katzenkraftwerk. Da gibt’s erst mal eine Begrüssung.Man sagt, dass man bei neuen Bekanntschaften auf sein Bauchgefühl hören sollte, der erste Eindruck sei meistens der richtige. Und genau so ist es auch hier. Alle sind mir vom ersten Augenblick an sympathisch.

Dann geht’s ins Lokal. Das hat eine typisch amerikanische Einrichtung. Und wir werden auch gleich begrüsst: „Das sind also die Katzen.“ Ein Raum ist in der oberen Etage reserviert und weihnachtlich geschmückt. Es sind schon fast alle Mitglieder des Katzenkraftwerks da ca. 30 bis 40 Personen. Und Miezka und Mowgli werden schon sehnsüchtig erwartet. Es gibt ein riesiges Hallo für die beiden. Sie bekommen unzählige Streicheleinheiten, die sie auch geniessen. Miezka klettert gleich auf Bines Rücken, während sich Simone gleich mal Mowgli krallt, der das alles mit absoluter Gelassenheit über sich ergehen lässt.

Die Samtpfoten müssen ein Blitzlichtgewitter über sich ergehen lassen, das manchem Star zur Ehre gereicht hätte. Doch erst mal werden beide abgeleint. Auf die Fragen, ob die jetzt nicht abhauen würden, muss ich immer wieder erklären, dass das nicht der Fall wäre. Kein Problem, die Beiden sind ja das Reisen gewöhnt und immer dabei, wenn das möglich ist. Und offensichtlich geniessen sie es, im Mittelpunkt zu stehen. Stars eben.

Es wurde auch eine Aktion für das Tierheim in Altrich geplant. Also, dass jeder was mitbringt, Katzenfutter, Spielzeug und ähnliches. Und eben dieses wird erst mal auf der Fensterbank deponiert. Als aber Mowgli fürs Erste genug Streicheleinheiten und Zuwendung bekommen hat, muss er erst mal studieren was denn da so interessantes liegt. Ausgiebig wird alles beschnüffelt, doch wahrscheinlich ärgert er sich darüber, dass er die Dosen nicht aufbekommt. Auch Miezka lässt sich erst mal auf der Bank nieder, wo sie wieder die komplette Aufmerksamkeit hat. Kein Problem für die beiden Miezen.

Erst als der Nikolaus kommt und „Oh Tannenbaum“ angestimmt wird, wird es ihr zuviel. Ähnlich wie sich ein Star beim Dreh in seinen Wohnwagen zurückzieht, verlagert Miezka ihre Anwesenheit unter die Bank. Vielleicht steht sie nicht auf Weihnachtslieder. Mowgli dagegen denkt nicht daran, seinen Platz auf der Fensterbank zu verlassen.Er sonnt sich lieber im Rampenlicht und lässt sich bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit nicht stören.

Dann wird bestellt und kurz darauf kommt das Essen. Es ist wirklich sehr gut. Angeregte Gespräche kommen auf und ich muss sagen, dass mein erster Eindruck nicht getäuscht hat. Es sind wirklich alle gut drauf.

Irgendwann kommt auch Miezka wieder unter der Bank hervor und beginnt den Raum zu inspizieren. Besonders der Weihnachtsbaum mit seinem Lametta und den Glitzersternchen hat es ihr angetan. Sie will damit spielen, aber jemand nimmt sie, denn es könnte nicht gut ausgehen, zumindest für den Weihnachtsbaum.

Und immer wieder bin ich der Frage ausgesetzt, wie das geht, dass ich die Beiden überallhin mitnehmen kann und die sich nicht französisch verabschieden. Aber solange die beiden Miezen wissen, dass ich in der Nähe bin, bleiben sie auch da. Das ist alles kein Problem.

Miezka hat sich vorläufig wieder unter die Bank verkrochen, einmal muss sich auch ein Star einfach mal zurückziehen. Mowgli bleibt auf der Fensterbank bei der Weihnachtsdekoration, was vom Servicepersonal erstaunt zur Kenntnis genommen wird. Sind sie doch von der Annahme ausgegangen, keine Katze als Dekoration verwendet zu haben. Aber vielleicht will er ja erst mal als Model anfangen, bevor er zum Star aufsteigt. Kein Problem, soll er doch.

Gelegentlich gehe ich nach unten und ins Freie, zusammen mit anderen. Auch da gibt es interessante Gespräche und ich freue mich, die Leute kennenzulernen, die ich sonst nur virtuell kenne.

Irgendwann kommt auch das Wichteln, denn jeder hat ein kleines Geschenk mitgebracht. Ich bekomme ein kleines Täschchen mit Stoffmäusen. So etwas ist das Lieblingsspielzeug meiner Miezen. Na, die werden sich freuen.

Miezka ist wieder unter der Bank hervorgekommen und hat sich in der Nähe von Mowgli niedergelassen. Dort lässt sie sich wieder durch viele Streichler verwöhnen, wie es sich für echte Stars geziemt. Aber irgendwann hat sie auch genug. Denn als Stephan sie streicheln will, faucht sie ziemlich aggressiv und fährt die Krallen aus. Auch so ein Star hat ja seine Allüren. Ok, jetzt will sie endgültig ihre Ruhe haben. Kein Problem, soll sie.

Mowgli interessiert das alles nicht so, er findet wieder den Weihnachtsbaum interessant. Denn schliesslich hat er so einen noch nie gesehen und man muss ja auf dem Laufenden bleiben, was bei den Dosis so alles abgeht.

Es werden noch einige Urkunden an Mitglieder des Katzenkraftwerks verliehen und Bine wird als neue Moderatorin des Katzenkraftwerk-Forums vorgestellt.

Es ist später Nachmittag, als sich die Runde langsam verliert. Miezka und Mowgli werden wieder angeleint und es gibt eine grosse Verabschiedungsszene. Auf der Heimreise kommt es mir so vor, als wären beide ein klein wenig stolzer als vorher. Vielleicht werden sie doch mal Stars. So wie’s aussieht üben sie ja schon mal. Alles kein Problem.

Foto: http://www. foto-loeffler.de

Autor: Mike
champicnac@yahoo.de

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Agustin Sanchez Vidal: Quipu – Roman by edithtg
1, 26 Dezember, 2009, 1:58
Einsortiert unter: Bücher

Agustin Sanchez Vidal: Quipu, ISBN 978-3-423-24757-3, OT: Nudo de Sangre, aus dem Spanischen von Marianne Gareis, München 2009, Deutscher Taschenbuchverlag dtv, 462 Seiten, 13,5 x 21 x 3,5 cm, EUR 14,90 (D), EUR 15,40 (A)

Drei rätselhafte Mordfälle
Madrid 1780: Nach Jahren in Zaragoza kehrt Militäringenieur Sebastian de Fonseca nach Madrid zurück. Unter anderem, um ein Theaterstück über das koloniale Peru anzusehen, an dessen Überarbeitung sein Vater Juan mitgewirkt hat. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte der Inka.

Als Sebastian dem Theaterdirektor Canizares in der Pause eine Nachricht seines Vaters bringen will, findet er ihn erhängt in seiner Garderobe auf. Selbstmord war das nicht: Um den Hals des Toten ist eine Schnur mit einer rätselhaften Botschaft geknüpft.

Offenbar wusste Sebastians Vater, dass der Künstler in Gefahr war. Was das zu bedeuten hat, kann Sebastian ihn leider nicht mehr fragen, denn auch Juan de Fonseca ist tot – und offensichtlich den selben Tätern zum Opfer gefallen wie der Theaterdirektor. Wer hat Interesse daran, einen Künstler und einen schwer kranken, verarmten Adeligen zu ermorden?

Unvermittelt taucht Sebastians Onkel Alvaro auf, ein Jesuit, der sich seit der Zerschlagung des Ordens vor 13 Jahren vor den Autoritäten versteckt hält. Alvaros Theorie: Die Morde sollten verhindern, dass Details über einen Inka-Schatz bekannt würden. Wo dieser Schatz sich befindet, das könnte Juan de Fonseca bei seinen Forschungsarbeiten über die Kultur der Inka herausgefunden haben. Und wer weiß, war er dem Theaterdirektor alles erzählt hat?

Alvaro überlässt seinem Neffen eine wertvolle Chronik aus dem 16. Jahrhundert, die dessen Vater als Quelle für dessen Studien gedient hat. Verfasst wurde sie von Diego de Acuna, der 1572 als Schreiber beim Feldzug der Spanier gegen die aufständischen Inka in Vilcabamba dabei war. Acunas Kontakte zu den Indios waren ausgezeichnet und reichten bis in die höchsten Kreise. Wenn jemals ein Spanier etwas über den Indioschatz in Erfahrung bringen konnte, dann er.

Die Inka hatten keine Schrift und haben Informationen mittels Knotenschnüren, den Quipus, aufgezeichnet und übermittelt. Sebastians Vater hatte immer vermutet, dass mit Hilfe von Acunas Chronik die Aufzeichnungen der Inkas zu entschlüsseln wären – und damit auch der Weg zum Schatz.

Als blinder Passagier nach Peru
Nach einem weiteren Todesfall in Sebastians näherem Umfeld rät ihm ein einflussreicher Freund, das Land schleunigst zu verlassen. Doch statt, wie geplant, auf einer der kanarischen Inseln, landet Sebastian als blinder Passagier an Bord der „Africa“ mit Kurs auf Peru. Auf diesem Schiff vermutet er den Mörder seines Vaters. Wer mit Sicherheit an Bord ist und die Finger ganz tief in der Geschichte drin hat, ist sein Nachbar und Erzfeind, der Marques de Montilla.

In seinem Versteck im Laderaum hat Sebastian ausreichend Gelegenheit, in der Chronik zu lesen. Diego de Acuna berichtet darin von der faszinierenden Kultur der Indios, vom Untergang des Inkareichs nach der Eroberung durch die Spanier – und davon, dass er alles getan hat, um Sirax, eine junge Inka-Adelige, vor den Spaniern zu beschützen. Sie und das rote Quipu, das ihr so wichtig war, und das offenbar bedeutende Geheimnisse der Inka bewahrte.

Auch wenn Sebastian an Bord des Schiffes Unterstützung hat, dauert es nicht lange, bis man ihn findet. Kapitän Valdes’ Reaktion auf seine Entdeckung ist erstaunlich. Doch das ist nicht die einzige Überraschung: Abgeschirmt von Passagieren und Mannschaft reist die Inka-Prinzessin Umina mit ihrem Indio-Diener Qaytu zurück nach Peru. Sie war in Madrid und weiß von der Chronik – und dass Sebastian sie hat. Vielleicht helfen Diego de Acunas Aufzeichnungen ihr ja dabei, ihren Erbanspruch auf den Inka-Thron zu belegen.

Sebastian lässt sich schnell davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, Umina die Chronik zu überlassen. Durch einen Zufall stellt sich heraus, dass das Buch nicht mit einer gewöhnlichen Schnur gebunden wurde, sondern mit einem Quipu. Ist es die Knotenschnur, die Prinzessin Sirax so wichtig war?

Ein Anschlag auf Sebastian bestärkt ihn in der Annahme, dass der Mörder seines Vaters an Bord ist. Beim Herumschnüffeln im Laderaum findet er tatsächlich Hinweise auf dessen Identität. Als er den beiden Indios erzählt, wer ihn angegriffen und wahrscheinlich auch die drei Morde in Madrid begangen hat, sind sie starr vor Entsetzen. Dieser Mann ist für entsetzliche Greueltaten verantwortlich. Weder als Geschäftsmann noch politisch kann man ihm etwas Gutes nachsagen. Er schürt die Kämpfe um die Inka-Erbfolge und unterstützt abwechselnd die konkurrierenden Anwärter: den Mestizen Jose Gabriel Condorcanqui und Prinzessin Umina. Welche Interessen er damit verfolgt? Schwer zu sagen.

Wettlauf nach Vilcabamba
Der einflussreiche Geschäftsmann Don Luis, ein Freund von Uminas Familie, hilft ihr, eine Expedition nach Cuzco auszurüsten. Sie müssen unbedingt dem Mörder und dem Marques zuvorkommen, die in der Krypta des Klosters Santo Domingo wertvolle Hinweise für ihr Vorhaben vermuten.

Dank Onkel Alvaros internationaler Kontakte bekommt Sebastian Dokumente aus dem Jesuitenarchiv zugespielt, die ihnen noch einen weiteren Grund liefern, schneller in der Krypta zu sein als die Gegner: Denn dort sollen auch die Geheimnisse verborgen sein, die Prinzessin Sirax ihrem Land hatte zurückgeben wollen.

Was sie in der Krypta finden, entpuppt sich als Wegbeschreibung. Führt sie nach Vilcabamba, in die verlorene Stadt und damit zum legendären Schatz? Umina, Sebastian und Diener Qaytu brechen auf, dicht gefolgt von ihren Feinden. Der Wettlauf geht durch unheimliche Höhlen und durch ein Tal feindlich gesonnener Indios, über Berge und Gletscher, durch Eis und durch Schnee. Wird am Ende jeder finden, was er sucht? Wer bekommt, was ihm zusteht? Und wer bekommt, was er verdient?

Schnitzeljagd vor exotisch-historischer Kulisse
Der Autor Augstin Sanchez Vidal, 1948 in Salamanca geboren, ist Professor für Film- und Medienwissenschaften an der Universität Zaragoza. Er hat Drehbücher für Film und Fernsehen verfasst und mehrere Monografien zur Literatur-, Kunst und Filmgeschichte geschrieben. Und diese Drehbucherfahrung merkt man dem Buch an. Die Abenteuer von Sebastian und Umina schreien geradezu: „Verfilme mich!“ Allein die Rückblicke auf die Geschichte des Landes stünden diesem Vorhaben entgegen – oder würden es zumindest erschweren.

QUIPU ist ein spannender, gut recherchierter Abenteuerroman vor einer exotischen historischen Kulisse. Wer bislang noch keine Veranlassung sah, sich mit der Geschichte der Indios, der Inkas und des kolonialen Peru zu befassen, wird viel Interessantes und Faszinierendes erfahren. Nicht nur Diego de Acunas flammende Abrechnung mit der Eroberungs- und Kolonialpolitik der Spanier erfüllt einen mit Respekt vor der untergegangenen Inka-Kultur – und mit Bedauern über deren Verlust.

Was bei dieser komplexen Geschichte ein wenig auf der Strecke bleibt, ist die Motivation der Figuren. Im Grunde ist nur die Inka-Prinzessin Umina unbeirrbar zielstrebig. Sie setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihren Anspruch auf den Inka-Thron zu belegen und lässt sich davon weder ablenken noch abbringen.

Sebastian ist ursprünglich losgezogen, um den Mörder seines Vaters zur Verantwortung zu ziehen. Doch dieses Ziel tritt in den Hintergrund, sobald er Umina kennen lernt. Als sei es damit getan, den Namen des Mörders zu kennen, geht er jetzt mit der Prinzessin auf Beweisjagd und unterstützt sie mit Informationen, die er aus spanischen Quellen bekommt. Als sich als Nebenprodukt ihrer Recherchen ein Wegweiser zum Inkaschatz ergibt, sucht er auch nach diesem. Fände er ihn, wäre immerhin das Lebenswerk seines Vaters vollendet.

Vor der Kulisse der peruanischen Bergwelt bleiben die handelnden Personen bedauerlich flach. Was treibt eigentlich die Schurken in dieser Geschichte an, außer vielleicht Habgier? Warum sind die Montillas und Fonsecas bis aufs Blut verfeindet? Dass der Marquese sich von der Aussicht auf einen sagenhaften Schatz dazu verlocken lässt, mit dem skrupellosen Peruaner gemeinsame Sache zu machen, ist noch nachvollziehbar. Aber was sind die Beweggründe dieses peruanischen Fieslings? Wenn er nur hinter dem Schatz her ist, sind einige seiner Aktionen deutlich überdimensioniert bis komplett unnötig. Wollte er eigene Ansprüche auf den Thron anmelden, ergäbe sein Tun mehr Sinn.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die beiden Figuren als durch und durch miese Gestalten angelegt sind, weil die Helden einer solchen Geschichte eben irgendwelche Gegenspieler brauchen. Das ist schade. Denn so bleibt der Roman eine atemlose Schnitzeljagd über Stock und Stein, ein Wettrennen zwischen Gut und Böse, wenngleich auch vor eindrucksvollem Hintergrund. Das Thema ist faszinierend, die Umsetzung partiell vergeigt.

Ein Glossar wäre bei diesem Buch hilfreich gewesen. So ist man öfter mal am Grübeln und Blättern: Wurde schon erklärt, was ein Kazike ist? Habe ich das in der Fülle des Materials überlesen oder wird diese Kenntnis vorausgesetzt? Gewohnheitsmäßige Druckfehlerzähler werden im übrigen auch fündig werden. Die Rezensentin ist da nicht so penibel: je dicker der Roman, umso größer ist eben auch die Gefahr, ein paar Fehler zu machen.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
http:// edithnebel.wordpress.com



Ein frohes Fest Ihnen allen! by edithtg
1, 23 Dezember, 2009, 6:27
Einsortiert unter: Internes, Rosmaringo

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Autorinnen und Autoren,

ich brauche dieses Jahr gar nicht um die passenden Worte zu den bevorstehenden Festtagen zu ringen – “unser” Autor Ingo Baumgartner hat sie bereits gefunden. Bei einem Doppelklick auf das Bildmotiv wird’s so groß, dass Sie den Text lesen können. Und nun mach ich es mir einfach und sage: Ich schließe mich seinen Worten in allen Punkten an.

Edith von den Tiergeschichten

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de</a



Es glitzert und wispert im Weihnachtswald by edithtg
1, 23 Dezember, 2009, 6:18
Einsortiert unter: Katzen

Es war einer jener Nächte wo der Mond so voll scheint, dass man nicht schlafen kann. Und deswegen saß ich am Fenster und schaute in die helle Nacht hinaus. Die Straßenlaternen waren schon ausgeschaltet und es brannten nur noch einzelne Hausbeleuchtungen, kurzum, es sah schon etwas gespenstisch aus. Ab und zu ging ein Bewegungsmelderlicht an, wenn eine Katze vorbei huschte. Und sogar ein Fuchs zeigte sich. Ein paar Igel sah ich und einen verspielten Marder.

Aber die Katzen zeigten sich heute öfter und es waren mehrere als sonst. Es schien so, als ob sie sich alle miteinander verabredet hatten. Ich musste unbedingt wissen, wo sie alle hinliefen und deswegen schlüpfte ich in meinen Mantel und setzte meine dicke Pudelmütze auf. Es war nicht einfach den Katzen zu folgen, aber ich schaffte es und stapfte ihnen hinterher.

Es lag zum Glück viel Schnee auf den Straßen, da hörten die Katzen meine Schritte nicht. Sie sahen sich zwar ab und zu um, aber sie entdeckten mich nicht, oder es war ihnen egal. Gleich hinter dem Friedhof entdeckte ich ein kleines Wäldchen, das ich vorher noch nie bemerkt hatte. Dort saßen viele Katzen im Halbkreis und schauten gebannt nach vorne.

Und dort saß ein alter dicker Kater der, ich muß es zugeben, majestätisch aussah. Die Katzen im Halbkreis schwatzten und schnatterten, dann wurde es auf einmal ganz still. Der alte Kater hatte eine Pfote hoch gehoben und sich so Gehör verschafft. Was er allerdings sagte, verstand ich nicht, denn ich kannte die Katzensprache nicht.

Ich sah nur, wie sich die kleinen Katzengesichtchen verklärten und alle ganz glücklich strahlten. Die Bäume erstrahlten plötzlich in einem milden Licht der Mond leuchtete noch heller als vorher. Dann fing es an zu schneien und der Schnee zauberte viele kleine Sterne auf die Tannenbäume, alles sah wunderhübsch aus. Ich spürte wie die Welt friedlicher wurde und sogar die Menschen glückliche Gesichter zeigten. Dann hörte ich in der Ferne die Glocken läuten und von überall her klangen Weihnachtslieder. Der Zauber der Heiligen Nacht legte sich über unsere Welt und machte sie friedvoll.

Foto: © Kulle (UlrikeLacour) / http://www.pixelio.de

Autor: Ursula Geier, November 2009
UrsulaGeier@web.de

http://www.urska.jimdo.com

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



Der freche Fritz im Vogelhaus by edithtg
1, 22 Dezember, 2009, 6:06
Einsortiert unter: Katzen

Unser altes Vogelhaus hatte sich langsam in mehrere Teile aufgelöst und deswegen brauchten wir dringend ein Neues. In einem großen Baumarkt fanden wir ein großes und stabiles Haus für unsere gefiederten Freunde.

Dieses Mal hatten wir uns für eines entschieden das auf eigenen Füßen stand und etwa eineinhalb Meter hoch war. Breit und ausladend trohnte das Haus auf den festen Pfählen. In dem Vogelhaus war sehr viel Platz, bis zu 20 Vögel konnten sich locker darin aufhalten.

Als wir den Preis hörten, schluckten wir schon, ganz schön teuer für so ein Vogelhaus. Fast fünfzig Euro sollte es kosten, aber wir wollten es einfach haben und kauften es. Dann stellten wir es in den Garten und gaben Vogelfutter, Obst und Salat hinein, Meisenknödel hängten wir natürlich auch auf. Und dann warteten wir was passieren würde.

Zuerst tat sich gar nichts, dann kam ein Spatz, später ein Rotkehlchen und bald herrschte reger Verkehr in dem Haus, es zwitscherte und zirpte das es eine wahre Freude war. Immer mehr Vögel kamen, zuerst die Spatzen, dann Meisen, Grünlinge, Rotkehlchen etc bevölkerten unser wunderschönes und großes Vogelhaus. Wir freuten uns sehr und saßen so manche Stunde am Fenster um die kleinen Piepmätze zu sehen und zu hören.

Tagelang betrachteten wir die Vögel in unserem Garten, dann auf einmal war das Vogelhaus leer. Was war geschehen? Wieso diese fast schon gespenstische Stille? Wo waren unsere kleinen Sänger und wer hatte sie vertrieben? Das fragten wir uns immer wieder.

Und dann kam uns der Zufall zur Hilfe, und wir fanden den Übeltäter. Es war morgens so um drei Uhr, wir schauten aus dem Fenster um zu sehen ob es regnete. Wir trauten unseren Augen nicht, was war das denn, da lag Nachbars Kater Fritz frech in dem Vogelhaus und schlief. Klar, das kein Vogel mehr kam, denn Kater Fritz war bekannt. Er mochte keine Vögel, er wollte sie nur fressen.

Und der freche Kerl wollte gar nicht aus dem Vogelhaus raus, es gefiel ihm dort, klar, er wurde nicht nass wenn es regnete. Und so bauten wir das schöne Vogelhaus wieder ab und kauften ein kleines, das wir wieder an der Wand befestigten.

Jetzt kommen sie wieder unsere kleinen gefiederten Freunde und wir freuen uns sehr über sie. Sie singen und jubilieren, dass es eine wahre Freude ist ihnen zuzuhören. Nachbars Kater ist beleidigt und lässt sich bei uns nicht mehr blicken.

Foto: © fusperber (Ferdinand) / http://www.pixelio.de

Autor: Ursula Geier, November 2009
UrsulaGeier@web.de

http://www.urska.jimdo.com

*****

Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de

Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de




Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.