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Wieder mal hat’s eine Story von unserer Seite in ein Print-Medium geschafft. Mikes Weihnachtsgeschichte „Katzenjammer“ ist in der Dezemberausgabe 2009 der Zeitschrift „Geliebte Katze“ erschienen. In unserem Blog findet man die Story hier: http:// http://tiergeschichten.wordpress.com/2009/11/02/katzenjammer/
Und in der Zeitschrift geht das über zwei Seiten und sieht, hier stark verkleinert dargestellt, so aus:
Falls sich jemand über den zeitlichen Ablauf wundert: Ich habe die Katzenjammer-Geschichte schon im Sommer vom Autor bekommen und fand sie so klasse, dass ich ihn fragte, ob ich sie nicht der Redaktion anbieten dürfe. Er war einverstanden, wir haben den Damen und Herrn das Manuskript zukommen lassen, und wie man sieht, wurde es akzeptiert – und auch noch liebevoll illustriert.
Gespeichert unter: Katzen
Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich eines Nachmittags von einer größeren Runde mit meinem Hund nach Hause kam. Es war mitten im Sommer und ich war eigentlich ziemlich knülle von der Wärme. Und so habe ich mich schon gefragt, ob meine Sinne mir einen Streich spielen: Ich stehe gerade im Flur und gucke zur Balkontür und was sehe ich da – da sitzt doch tatsächlich eine Katze draußen auf dem Balkon und schaut neugierig und fragend durch die Glastür in mein Wohnzimmer. Sie schaut mich an und mautzt.
Ich guck noch mal hin. Geht doch gar nicht! Wie kommt das Plüschi denn auf meinen Balkon, habe ich mich gefragt. Geht aber doch! Sie muss irgendwie „um die Mauerecken“ von einem Balkon auf den nächsten geklettert sein.
Im ersten Moment war ich etwas ratlos. Was mach ich jetzt mit ihr? Sich selbst überlassen oder nach ihrem Zuhause suchen? Naja, ersteres hab ich eigentlich gleich wieder verworfen. Ich hatte irgendwie Angst, dass sie von der Balkonbrüstung abrutschen könnte und herunterfällt. Ist immerhin die 3. Etage, in der ich wohne und darunter ist ein steingepflasterter Weg.
Nun war ich neugierig geworden und wollte herausfinden, wer mir da so überraschend einen Besuch abgestattet hat. Also erst einmal mein Hundi ausgesperrt und die Balkontür geöffnet … mal schauen, wie sie reagiert! Ich habe mich erst einmal ganz zaghaft der kleinen Miss Samtpfote genähert.
„Miau“, sagte sie gar nicht schüchtern und schnupperte interessiert an meiner ausgestreckten Hand. „Hallo, meine Kleine“, sagte ich zu ihr, „wer bist du denn“? „Maau, Maau“, war die kurze Antwort und schon tapste sie selbstbewusst weiter auf ihrer Entdeckungsreise über meinen Balkon. Ich beobachtete fasziniert ihre leichtfüßigen Bewegungen. Und dann setzte sie mit einem eleganten Sprung vom Tisch auf das Balkongeländer über.
Jetzt bekam ich es schon ein bisschen mit der Angst zu tun. ‘Hoffentlich rutscht die Kleine nicht ab’, dachte ich. Das Geländer ist so schmal, nur wenige Zentimeter breit. Es sah irgendwie gefährlich aus. Aber sie schien das überhaupt nicht zu stören. Neugierig tappste sie daher, balancierte wie eine kleine Seilkünstlerin auf dem schmalen Rand der Balkonbrüstung.
Da bei mir eigentlich immer eine Kamera griffbereit in der Wohnung herum liegt, war dies die Gelegenheit, ein paar schöne Fotos von der kleinen Kletter-Miss zu schießen. Sie setzte sich sogar ganz gemütlich auf dem schmalen Rand hin und schaute interessiert nach unten.
Ihre Kletterkünste in allen Ehren, aber ich hatte Sorge, sie könnte bei ihrer weiteren Wanderung von Balkon zu Balkon in Gefahr geraten. So beschloss ich, die kleine Ausbrecherin ‘zu retten’ und nach ihrem Zuhause zu suchen.
Gesagt, getan. Ich näherte mich der bezaubernden Schönheit, sprach ein wenig mit ihr und siehe da, sie kam zu mir und ließ sich kraulen und streicheln. Dann nahm ich sie behutsam auf den Arm. Sie hatte nichts dagegen.
Nun trat ich mit ihr eine kleine Reise durch unser Mehrfamilienhaus an. Ich wusste, das 2 Mieter im Haus eine Katze haben. Aber eigentlich hatte ich diese Katzen optisch in anderer Erinnerung. Aber vielleicht ein Neuzugang? Ich klingelte also bei den besagten Mietern, erntete aber nur überraschte Blicke, als ich mit der Katze auf dem Arm vor den Leuten stand. Nein – zu unserem Haus gehörte die kleine Samtpfote also nicht!
So ging unsere kleine Reise weiter. Aber auch in den Hauseingängen links und rechts fand sich kein Katzenbesitzer. Neugier und Aufmerksamkeit erregte ich jedoch schon mit meinem kleinen felligen Fundstück!
Irgendwo musste sie doch ihr Zuhause haben! Und dann erhielt ich den entscheidenen Tipp: Zwei Haustüren weiter seien neue Mieter eingezogen, da wurde wohl seitdem schon einige Male ein ‘entwischtes’ Kätzchen auf Wanderschaft beobachtet.
Wieder ein paar Klingelknöpfe drücken – und endlich geschafft! Wir hatten die Familie von Miss Samtpfote gefunden. Dort schien man gar nicht sonderlich überrascht. Es war ja auch nicht das erste Mal gewesen. Aber glücklich und zufrieden wechselte die kleine Spaziergängerin von meinem in Frauchens Arm, wohl schon den nächsten Ausflug im Wuschelköpfchen planend. Kann also durchaus sein, das man sich wiedersieht – und ich demnächst ab und an Samtpfotenbesuch auf meinem Balkon bekomme.
Fotos: K. Dartsch
Autor: K. Dartsch
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