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Gefahr im Dachsbau
1, 10 August, 2009, 8:35
Gespeichert unter: Sonstige

Anmerkung: Die folgenden Schilderungen über Dachse und Hunde während der Baujagd unter der Erde, sind keine Erfindungen des Autors. Sie beruhen auf Fachbüchern und Zeitungsberichten zur Baujagd, die von den Baujägern selbst verfasst wurden. Darüber hinaus wurden dazu auch aktuelle Berichte und dort veröffentlichte Fotos von ihrer „erlegten Beute“ aus den Foren der Baujäger im Internet mit heran gezogen. Bild 12 und 13 sind aus einem Film, alle anderen Bilder sind Fotomontagen.

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Der Tag ist nicht mehr weit, als Bilbo am Morgen in seinem Bau wieder verschwindet. Aber es war heute Nacht ein besonders langer, nächtlicher Streifzug und dabei hat er sich eben etwas verspätet. Vor ein paar Monaten ist er schon,vom kleinen Nebenbau am Lärcheck, in diesem großen alten Bau im Hexentanzwald umgezogen.

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Bevor er sich zur Tagesruhe hinlegen kann, muss er sich aber noch einigen der kleinen Plagegeister entledigen. Die fühlen sich in seinem dichten Pelz besonders wohl. Auch am Bauch krabbeln sie herum. Die bekommt der Dachs am besten sitzend, so ganz nach Bärenart. Überhaupt benimmt sich Bilbo oft wie ein Bär. Deshalb hat man früher auch gedacht, dass Dachse kleine Bären sind. Aber heute wissen wir, dass sie zur Familie der Marder gehören.

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Bilbo hat sich in seiner Schlafhöhle nun bequem gemacht und schläft. Aber nicht so fest, eigentlich ruht er nur. Dazwischen fällt er aber auch immer wieder mal für ganz kurze Zeit in einen richtig tiefen Schlaf. Da hört und riecht er auch nicht, was um ihn herumpassiert. So bleibt ihm erst mal verborgen, das sich über seinem Bau, großes Unheil ankündigt. Drei Baujäger mit Hunden sind aufgetaucht. Sie haben vor Bilbo zu töten oder als lebende Beute mitzunehmen. Ihre Hunde müssen ihnen dabei helfen. Die Baujäger kontrollieren nun, wo Bilbo´s Bau überall Ausgänge hat und welche von ihm hauptsächlich benutzt werden.

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In Nähe dieser Ausgänge stellen sich nun zwei der Baujäger an. Sie werden Bilbo erschießen, wenn er dort herauskommen sollte. Der dritte Jäger schickt nun seinen Hund in eine der Erdröhren. Es ist ein Jack Russel Terrier. Er ist nicht sehr groß und kann sich deshalb in den Erdgängen auch schnell fortbewegen. Ihn haben die Baujäger so abgerichtet, dass er mit dem Dachs kämpfen kann. Er darf aber auch den Dachs, der sich gerade in einer seiner Höhlen versteckt hat, dort nicht mehr herauslassen, bis die Jäger diese Höhle aufgegraben haben. Bilbo hat jetzt verdächtige Geräusche wahrgenommen und seine Schlafhöhle verlassen. Noch ahnt er nichts von der Gefahr. Er ist noch jung, unerfahren, aber neugierig.

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Doch bald spürt er, da ist etwas Bedrohliches. Weit zieht er sich in seinen großen Bau zurück. Auf keinen Fall wird er ihn aber bei Tageslicht verlassen. Der erfahrene Terrier hat Bilbo aber bald aufgespürt und stellt sich ihm in den Weg. Er ist von den Baujägern besonders scharf auf Dachse abgerichtet. Er versucht, Bilbo im Kopf-oder Halsbereich zu fassen und zuzubeißen. Überrascht vom plötzlichen Angriff, setzt er sich aber nicht zur Wehr, sondern senkt tief den Kopf. So bleibt sein Hals – und Brustbereich vor den Hundebissen ein wenig geschützt.

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Bedrängt durch das ständige Nachfassen des Hundes, versucht Bilbo sich durch Flucht, den weiteren Angriffen zu entziehen. Doch der Terrier bleibt hartnäckig an seiner Seite. Seine Aufgabe ist ja, wie vom Baujäger eingetrichtert, den „Erzfeind“ lebend oder tot zur Strecke zu bringen. Sein Versuch Bilbo im Genick hinter den Kopf zu fassen, gelingt nicht, das wäre auch fast das Ende für den Dachs. Diesen Genickbiss durfte der Terrier ja oft genug, an lebenden, gefangenen Dachsen und Füchsen in Gehegen bereits üben.

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In einer seiner Erdhöhlen findet Bilbo Schutz vor den pausenlos angreifenden Terrier. Der steht vor der Höhle und versucht immer wieder an Bilbo heranzukommen. Ist der Hund dem Höhleneingang zu nahe, stößt Bilbo schnell mit dem Kopf heraus und der Hund springt rasch zurück. Eine ganze Zeit geht das so, bis Bilbo die Geduld verliert. Er beginnt aus der Höhle heraus, schnell eine neue Röhre zu graben, um in einen ferneren Teil seines Baus auszuweichen. Der Terrier versucht zu folgen. Doch fliegt ihm fortwährend lose Erde entgegen, die Bilbo beim Graben nach hinten schleudert. Um den Dachs zu folgen, muss sich der Hund durch diese Erde erst hindurcharbeiten. Doch es wird immer mehr davon, denn Bilbo ist ein schneller Erdgräber.

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Vor und hinter dem Hund türmt sich die lose Erde bereits auf. Die Röhre schließt sich nach beiden Seiten immer mehr. Bald ist sie ganz zu und auch enger geworden. Der Terrier sitzt fest in einem geschlossenen kleinen Hohlraum. Geschwächt von den Erdarbeiten und der dünner werdenden Luft, lassen seine Kräfte langsam nach. Er beginnt zu klagen, doch werden seine Laute immer leiser. Die Baujäger oben hören sein wimmern. Jetzt wissen sie, dass ihr Hund in großer Not ist. Sie beginnen schnell nach ihm zu graben.

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Bilbo hat sich durch die Fluchtröhre längst in einen anderen Bereich seines weiten Baus abgesetzt. Er ist wohlauf, doch sehr schläfrig. Viel zu aufgeregt aber, um seine Tagesruhe in einer anderen Höhle fortzusetzen. Auch ist durch die grabenden Jäger ja noch große Unruhe im Bau.

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Die müssen jetzt sehr schnell arbeiten, um ihren Hund noch helfen zu können. Doch die Erde ist steinig und hart. Auch wissen sie nicht, wo das klägliche Winseln von unten genau herkommt. Als sie ihn nach Stunden endlich finden, ist der Terrier bereits kalt und steif. In dem nur kleinen Hohlraum ist er qualvoll erstickt. Er hat, wie auch viele andere seiner Artgenossen, die Besessenheit der Baujäger, mit seinem Leben bezahlen müssen.

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Nach diesen gefährlichen Erlebnis, ist Bilbo, in der folgenden Nacht wieder in den kleinen Nebenbau am Lärcheck umgezogen. Doch nur für einige Tage, dann ist er zurück in den alten Bau. Trotz Hundeangriff und teilweiser Aufgrabung des Baues fühlt er sich hier, in den langen Erdröhren und vielen Höhlen, bedeutend sicherer. Doch besondere Vorsicht ist jetzt geboten. Bevor Bilbao abends den Bau verlässt, prüft er lange, ob der Wind ihm auch nichts Verdächtiges zuträgt. Oft wechselt er dabei auch die Erdröhren, die an verschiedenen Stellen des großen Baus nach außen führen.

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Auch im nächtlichen Revier kommt es, für Bilbo, oft zu aufregenden Begegnungen. Aber die sind natürlich, sie gehören ganz einfach mit zu seinem Leben. Es ist der männliche Reviernachbar (rechts), den er hier getroffen hat. Ihre Reviere liegen nebeneinander. Man kennt sich und lebt die meiste Zeit im Jahr auch in guter Nachbarschaft. Er ist schon einige Jahre älter als Bilbo und hat, wie die Spuren an seinem Kopf zeigen, sicher so manche Auseinandersetzung mit anderen Artgenossen hinter sich. Im Moosholz, einen weiten, dichten Buchenwald, bewohnt dieser Dachs mit seiner Partnerin, den schon viele Jahre alten Hangbau.

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Nur wegen dem Verlauf ihrer Reviergrenzen gibt es manchmal Unstimmigkeiten, die in sehr heftigen, ernsten Kämpfen ausarten. Anfangs war der Nachbar immer der Angreifer und Bilbo der Verlierer. Doch Bilbo hat dazu gelernt und ist jetzt ein gleichwertiger Gegner. Sollte ihn wieder einmal ein Hund in seinem Bau bedrohen, dann wird er diese Kampferfahrungen nutzen und sich auf gleiche Art gegen ihn verteidigen. Niemand hat das Recht ihn in seinem Bau zu stören am wenigsten die Hunde der Baujäger. Es ist ja sein einziger Ort, der ihm Geborgenheit, Sicherheit und Schutz bietet.

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In den letzten Nächten haben Bilbo´s Nachbarn in ihrem Hangbau damit begonnen, eine ihrer Höhlen, für die kommende Winterruhe vorzubereiten. Das alte Nestmaterial haben sie nach oben geschafft und vor der Einfahrt abgelegt. Die Baujäger, wieder auf Suche, für ihr grausames Handwerk, sind dadurch auf diesen Bau aufmerksam geworden. Schon am frühen Morgen sind sie da. Diesmal in größerer Zahl und mit mehreren Hunden. Denn die unterirdischen Erdröhren und Höhlen des Hangbau´s, dehnen sich über eine riesige Fläche aus, bald so groß wie ein halbes Fußballfeld. Alle nötigen Vorbereitungen der Baujäger sind getroffen, die rücksichtslose Jagd kann beginnen. Zwei Hunde werden gleichzeitig in den Bau dirigiert, jeder aber in eine andere Erdröhre. Diese liegen weit auseinander.

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Lange Zeit ist es still, keine Geräusche unten im Bau. Plötzlich das Kurze, hohe bellen eines Hundes. Dann wieder Ruhe. Dumpfes Gepolter auf einmal, jetzt aber an anderer Stelle. Dazwischen tierische Droh- und Schmerzlaute, die Hunde haben den Dachs gestellt. Ein heftiger Kampf tobt jetzt in den engen Erdröhren oder Höhlen. Über Stunden zieht er sich hin. Ein Hund kommt aus den Bau, schwer verletzt am Kopf. Er wird durch einen ausgeruhten, frischen Hund ersetzt. Der Kampf dauert an. Dann wird es leiser im Bau. Der Dachs ist geschwächt, er kann sich nicht mehr erfolgreich gegen zwei Hunde wehren. Fest hält ihn ein Hund an der Kehle. Langsam zieht er ihn, rückwärts zum Ausgang der Erdröhre. Dort hilft ein Baujäger nach, packt die Hinterpfoten des Hundes und zieht ihn mit dem daran hängenden Dachs heraus. Der Hund gibt den Dachs frei. Es ist die noch jüngere Dächsin von Bilbo´s Reviernachbar. Ihre Bewegungen sind langsam, ziellos, wie betäubt lässt sie den Kopf hängen. Ein Schuss erlöst sie endlich von ihrer Qual. Die Dächsin, noch unerfahren in solcher Situation, war den drei routinierten, scharfen Hunden auf Dauer nicht gewachsen. Tiefe Bisswunden am Kopf und Hals von Dachs und Hund zeigen, was für schreckliche Kämpfe über lange Zeit unten im Bau, tatsächlich stattgefunden haben.

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Baujäger und Hunde haben, im wahrsten Sinne des Wortes, nun erst recht „Blut geleckt“. Vielleicht sitzt ja noch ein Dachs drin. Zwei frische Hunde dringen wieder in den Bau. Schon in ihrer Ausbildung wurde ihnen eingetrichtert, was sie tun müssen, um ihren Erzfeind Dachs zur

Strecke zu bringen, egal wie. Noch ist von unten nichts zu hören, lautlos suchen die Hunde. Plötzlich, mehrmals kurzes rumpeln, immer an anderer Stelle des unterirdischen Bau`s. Dazwischen leises jaulen und knurrendes brummen. Die Hunde haben das Dachsmännchen in einer der Erdröhren oder Höhlen ausfindig gemacht. Zu Beginn ist der Dachs mehr auf Abwehr bedacht. Doch dann greift er selbst die Hunde an. Jetzt kommen dem Dachs die Erfahrungen zugute, die er bei vielen Revierkämpfen mit anderen männlichen Artgenossen gesammelt hat. Er packt mit dem Gebiss viel kräftiger zu als die Hunde und hält auch einige Zeit schüttelnd an ihnen fest. Da haben selbst die auf Schärfe abgerichteten Terriers wenig Chancen. Kehle und Bauch reißt er einen Hund so weit auf, dass dieser noch an Ort und Stelle verblutet. So finden ihn die Baujäger, als sie später den Kampfplatz frei gegraben haben. Nur leichte Verletzungen erleidet der andere Hund, aber verschmutzt, wie in nasser Erde gerollt. Der Dachs aber hat sich längst in einen anderen Teil seines weitverzweigten Baus zurückgezogen. Doch nun soll er den Baujägern nicht mehr entkommen.

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Der letzte Terrier, den die Baujäger noch dabei haben, wird in den Bau geschickt. Nach längeren Suchen entdeckt er den Dachs beim Graben. Der Hund ist nicht so angriffslustig wie seine Vorgänger, seine Aufgabe ist eine andere. Er schnappt nur kurz in das Hinterteil des Dachses. Der fühlt sich bedroht und unterbricht seine Arbeit um den Störenfried abzuschrecken. Dann gräbt er schnell weiter. Gleich darauf packt der Hund wieder zu und Grimbart dreht sich erneut zu ihm herum. So geht es ständig hin und her. Der Dachs kommt mit graben seiner Röhre nur langsam voran, arbeitet fast noch an gleicher Stelle. Und das will der Hund mit seinen kurzen Attacken auch erreichen. So haben die Baujäger es ihm beigebracht.

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Wenn der Dachs sich drohend zu ihm herumdreht, springt der Hund bellend schnell zurück. Durch diese Laute wissen aber die oben wartenden Baujäger, wo sich Hund und Dachs unten gerade aufhalten. Sie beginnen an dieser Stelle mit Hacke und Spaten, in großer Eile, einen Schacht aus zu heben, um an die Beiden heranzukommen. Durch den dauernd störenden Hund kann der Dachs die Erdröhre nicht so schnell weiter graben, die Baujäger aber sind schon ganz in seiner Nähe.

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Sie haben den Platz erreicht, der Hund hat seine Aufgabe erledigt. Vom Schacht aus sieht der Baujäger in die Erdröhre. Sie ist nicht sehr tief, aber immer noch zu lang, um gefahrlos an den Dachs heranzukommen. Der sitzt ganz am Ende und gräbt jetzt wie rasend weiter, er weiß sich bedroht. Der Baujäger will ihn lebend haben. Er schiebt einen sogenannten Andrehstab zwischen die langen Borsten des Dachses. Am Ende dieses Stabes sitzen kleine Vierkanteisen. Um diese wickeln sich nun einige dieser kräftigen Borsten, wenn der Baujäger den Stab langsam dreht. So zieht er den Dachs durch die Röhre nach außen. Verzweifelt versucht dieser, sich mit den Krallen an der Erdwand festzuhalten. Nur an wenigen Borsten hängend überwindet der Baujäger diesen Widerstand des Dachses, dazu noch dessen Gewicht von etwa 18kg. Welche Schinderei für das so gequälte Geschöpf auch bei diesen brutalen „weidmännischen Handwerk“. Aber für die Baujäger gibt es eben nichts Spannenderes, auch auf diese Art Beute zu machen.

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Außerhalb des schützenden Erdganges muss es schnell gehen. Wild und kraftvoll versucht der Dachs sich zu befreien. Aber ein zweiter Baujäger steht mit einem weiteren, regelrechten Folterwerkzeug schon bereit. Es ist die Dachszange, die er hastig dem Opfer fest um den Hals drückt. Wenn es möglich gewesen wäre, die Zange dem Dachs bereits in der Erdröhre umzulegen, hätte man ihn auch mit ihr herausgezogen. Der Einsatz von Dachszangen ist verboten. Doch von den Baujägern werden sie nach wie vor eingesetzt. “Den Schöpfer im Geschöpfe ehren“, steht häufig unter ihren Berichten, die sie sich gegenseitig austauschen. Was für ein Hohn bei derartigen Folterwerkzeugen.

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Mit der Zange hält der Baujäger den rasenden, aber wehrlosen Dachs auf sicherer Distance. Was mag in dem Tier vorgehen, wenn es mit diesen Folterinstrument um den Hals auch noch hoch gehoben wird? Eine Art Strangulation bis zur Betäubung. Mit dieser Zange wird der noch lebende Dachs nicht selten auch den Hunden vorgehalten. Sie sollen ihn dadurch noch mehr, für spätere Baukämpfe, als Feind erkennen. Der gefangene Dachs wird begutachtet. Zu schade dieser kräftige Rüde für die Kugel. Man wird ihn erst mal für die weitere Ausbildung ihrer Hunde lebend einsetzen.

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Das Abrichten der Hunde, am lebenden, gefangenen Dachs, ist lange verboten. Aber wo kein Kläger auch kein Richter. Solche barbarischen Methoden finden noch immer im Geheimen statt. Bei diesen ungleich blutigen Gehegekämpfen sollen die Hunde lernen, gezielte Bisse anzusetzen, um den Dachs im späteren Baukampf zu schwächen oder vielleicht gar abzuwürgen. Auch bekommen sie dabei ein gesteigertes Hassgefühl auf den Dachs. Denn solange dieser noch kann, wird er sich, auch schmerzhaft für die Hunde, zur Wehr setzen. Und nach aller Pein dürfen die Hunde auch oft noch den Dachs abwürgen. Eine unendliche Qual für die geplagte Kreatur, bis sie durch ihren langsamen Tod endlich erlöst wird.

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Ob der Dachs überhaupt gejagt werden muss, darüber gehen die Meinungen auseinander. Auf jeden Fall ist er nicht der große Räuber, wie von den Jägern immer wieder behauptet. Sicher kann es in Maisfeldern und Weinbergen durch ihn schon mal zu größeren Schäden kommen. Wiederholen sich diese über einen längeren Zeitraum, dann ist eine schonende Jagd auf ihn, möglicherweise gerechtfertigt. Dabei dürfen aber auch dem Dachs, keine vermeidbaren Schmerzen und Leiden zugefügt werden. Der „saubere Abschuss“ vom Jäger erfüllt diese Forderung und schickt das Tier ohne Stress und Qual, in die ewigen Jagdgründe. Was aber tun diese Baujäger? Ihnen macht, nach eigenen Aussagen, der Ansitz am Dachsbau zu wenig Spaß. Allein das spannende Erleben mit ihren Hunden, die dafür gedrillt wurden, zählt für sie. Dafür nehmen sie auch unendliches Leiden aller, an der Baujagd beteiligten Vierbeiner in Kauf, selbst den Tod ihrer Hunde. Nur ihre Geltungssucht und die Leistung der Hunde bestimmt ihr ganzes handeln. Diese Baujagd ist somit in jeder Hinsicht eine überaus sinnlose Tierquälerei. Es kann und darf nicht sein das sie vom Deutschen Jagdschutzverband weiterhin geduldet wird. Für ihn ist doch auch die Moral gegenüber unseren Mitgeschöpfen oberstes Gebot. Die Baujäger aber gehören auf gar keinen Fall zu den weidgerechten Jägern und mit Naturschutz hat dieses gefühllose Handwerk nun ganz und gar nichts zu tun. Es ist deshalb allerhöchste Zeit, das gegen diese perversen, grausamen „Jagdabenteuer“ endlich etwas unternommen wird.

Autor: Actaeon
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1 Kommentar bis jetzt
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Meine Güte, klingt das grausam! Ist so ein Vorgehen denn nötig?

Kommentar von edithtg




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