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Laila El Omari: Tage des Monsuns – Roman, München 2008, Droemer Knaur, ISBN 978-3-426-63820-0, Taschenbuch, 640 Seiten, mit Landkarten und einem Personenregister, EUR (D) 8,95. Es gibt auch Bertelsmann- und Weltbild-Ausgaben dieses Romans.
Ootacamund, Nilgiri-Distrikt, Südindien, 1875: Katrina Alardyce, Mitte 20, ist die intelligente und selbstbewusste Tochter eines erfolgreichen Teepflanzers – und gesellschaftlich ruiniert. Ihr Fehler: ein Missgriff bei der Wahl des Ehemanns. Ihr Gatte, Stephen Alardyce, erweist sich nicht nur als unfähiger Geschäftsmann sondern auch als Charakterschwein.
Als Katrinas Familie es ablehnt, ihm finanziell unter die Arme zu greifen, beschließt er, seine Frau loszuwerden und sich anderweitig zu orientieren. Er kauft sich ein paar „Zeugen“, bezichtigt Katrina des mehrfachen Ehebruchs und lässt sich scheiden. Auch die Vaterschaft des gemeinsamen Sohns Caleb zweifelt er vor Gericht an. Nur aus diesem Grund wird der Sohn der Mutter zugesprochen.
Seit ihrer skandalösen Scheidung lebt Katrina im Haus ihres Bruders Charles, von ihm geduldet, von seiner gehässigen Gattin Cynthia gepiesackt – und argwöhnisch beobachtet von der guten (englischen) Gesellschaft in „Ooty“. Und diesen Leuten kann Katrina es einfach nicht Recht machen, egal, wie zurückgezogen sie lebt. Um einen erneuten Skandal hervorzurufen, genügt es schon, dass ein Fremder im Park des Ooty-Clubs ein paar belanglose Worte mit ihr wechselt.
Der Fremde ist Aidan Landor. Was der Leser sogleich erfährt, aber die gute Gesellschaft von Ooty nicht: Aidan ist Lieutenant der Bengalen-Kavallerie und für die Armee als Kundschafter tätig. Kurz gesagt: Er ist ein Spion. Nach außen hin lebt er das Leben eines Müßiggängers, eines Ex-Soldaten, der nicht so recht weiß, was er will und rastlos durch die Gegend reist. Selbst sein eigener Vater, Baron Mountbatton, denkt das – und verweigert seinem „missratenen Sohn“ die finanzielle Unterstützung für den Erwerb einer Teeplantage im Nilgiri-Distrikt. Das aber ist Aidans großer Traum.
Durch Zufall hört Aidan Landor vom Schicksal der geschiedenen Katrina Alardyce. Dass ihr Bruder jeden Betrag als Mitgift zahlen würde, um sie vom Hals zu haben, lässt ihn aufhorchen. Er ist Katrina ein paar Mal begegnet und weiß, wie sehr sie unter dem Leben als geduldeter und scharf beobachteter Gast im Hause ihres Bruders leidet. Er bietet ihr einen Tauschhandel an: „Ich dachte ein einen Tausch jener Art, in der Ihr Bruder Ihnen eine Mitgift stellt, die ausreicht, das Haus zu kaufen, und ich biete Ihnen dafür meinen Namen und die Freiheit, die Sie sich wünschen.“ (S. 58)
Spontan ist Katrina empört über diesen Vorschlag. Erst als ihr Ex-Gatte Anstalten macht, seinen Sohn und Erben zurückzubekommen, willigt sie in die Zweckehe mit Aidan ein. Einer wiederverheirateten Frau kann er den Sohn nicht mehr wegnehmen. Denkt sie …
Wesentlich besser wird Katrinas Leben nach der Heirat nicht. Aidan bleibt seltsam distanziert und verschwindet oft wochen- und monatelang ohne eine zufrieden stellende Erklärung. Die Arbeit auf der Teeplantage bleibt allein an Katrina hängen. Rat und Hilfe findet sie nur bei ihrem Bruder Charles, auch wenn ihre Schwägerin Cynthia das missgünstig zu hintertreiben versucht. Mit Katrinas Freiheit ist es auch nicht weit her. Die Gesellschaft beobachtet sie weiterhin mit Argusaugen, vor allem, wenn ihr Ex-Mann Stephen ihre Nähe sucht. Dabei will er nur eines von Katrina: seinen Sohn Caleb.
Und dafür, dass im großen und ganzen alles so schlimm ist wie vorher auch, hat Katrina nun einen unzuverlässigen und womöglich untreuen Ehemann am Hals?
Das wäre alles nicht nötig gewesen, wäre der Ruf einer Frau nicht so ein zerbrechliches Gut. Wie schnell man aus der guten Gesellschaft ausgestoßen werden kann, das erfahren auch andere Damen in Ooty:
Da wäre Gillian McEwan, eine Kaufmannstocher aus Kalkutta. Jung und naiv hat sie den schönen Worten von Lieutenant Brian Casey geglaubt und ist mit ihm durchgebrannt. Doch statt zur Offiziersgattin hat sie es nur bis zum gefallenen Mädchen gebracht. Allerdings ist Gillian keine, die sich so leicht unterkriegen lässt …
Amelia Holt ist an ihrem Schicksal einer „lebendig begrabenen“ Frau gänzlich unschuldig. Sie ist vom gesellschaftlichen Leben praktisch ausgeschlossen, nachdem ihr Mann gestorben ist. Und genau wie Katrina kämpft sie darum, ihren Sohn behalten zu können. In ihrem Fall sind es die Schwiegereltern, die ihr den Jungen wegnehmen wollen.
Besonders hart trifft es Ashley, die junge Ehefrau von Captain Nicolas Allenger-Brown. Als sie einen aufdringlichen Verehrer in die Schranken weist, rächt sich dieser auf besonders perfide Weise: Er verbreitet pikante Details aus dem Leben ihrer Mutter. In der guten Gesellschaft ist es offenbar wie bei der Zucht von Rassekatzen: ein Makel im Stammbaum und man ist draußen. Auf einmal will niemand mehr etwas mit Ashley Allenger-Brown zu tun haben. Und genau wie Katrinas sauberer Ex-Ehemann kommt auch der abgewiesene Verehrer mit dieser Nummer durch. Zunächst …
Wie eng das gesellschaftliche Korsett tatsächlich ist, merkt eine junge Frau, die trotz der Ächtung Ashleys weiterhin mit ihr in Kontakt bleiben möchte. Ein gesellschaftlicher Makel ist ansteckend – und scheint einem ein Leben lang anzuhaften. Katrina Landor kann ein Lied davon singen.
Als Katrina mit Aidan zur Hochzeit seiner jüngsten Schwester nach Kalkutta reist, wird sie während ihres gesamten Aufenthalts von seiner Familie beleidigt, gedemütigt und außerordentlich respektlos behandelt. Unfassbar, dass Aidan nicht auf dem Absatz kehrt macht und mit Frau und Stiefsohn wieder nach Hause fährt, zumal Katrina gerade von ihm schwanger ist! Aber Aidans Prioritäten liegen eben nicht unbedingt bei Frau und Kindern. Würde er sonst, kaum dass seine Tochter auf der Welt ist, in den Norden des Landes aufbrechen? Zu einer gefährlichen militärischen Mission, wie der Leser, nicht aber Katrina weiß.
Dieses Mal geht es schief. Auf dem Weg nach Kabul geraten Aidan und ein Kamerad in einen Hinterhalt. Banditen haben sie als Soldaten enttarnt und wollen bei der Armee Lösegeld für sie erpressen. Doch die Armee stellt sich quer. Da erfährt Baron Mountbatton, Katrinas verhasster Schwiegervater, von der wahren Profession seines Sohnes – und begibt sich schnurstracks zu seiner Schwiegertochter auf die Teeplantage. Was hat er vor? Wie wird Katrina die aktuellen Entwicklungen verkraften? Und gibt es noch Hoffnung für Aidan Landor, den Spion im Dienste der Krone?
Auch wenn die Covergestaltung diesen Eindruck erwecken mag: Ein Liebesroman ist TAGE DES MONSUNS nicht. Oder zumindest nicht in erster Linie. Natürlich spielen Gefühle eine Rolle: Die Partner in einer Zweckehe nähern sich mit der Zeit emotional einander an. Doch durch die Einblicke ins Aidans Kundschaftertätigkeit erhält die Geschichte auch Motive eines Abenteuerromans. Doch vor allem ist es ein Gesellschaftsroman, der uns das Leben im kolonialen Indien plastisch und farbenprächtig vor Augen führt.
Insbesondere die Frauenschicksale sind sehr fesselnd und berührend. Man leidet mit ihnen mit, ob sie nun Haupt- oder Nebenfiguren sind und ist ein ums andere Mal entsetzt und fassungslos darüber, welche enormen Beschränkungen die gesellschaftlichen Regeln damals den Frauen auferlegt haben. Auch wenn man es „theoretisch“ wusste – es an konkreten Beispielen und Personen mitzuerleben, ist doch etwas ganz anderes.
TAGE DES MONSUNS ist aufregend, mitreißend und exotisch. Der Roman ist lebendig und sachkundig geschrieben und noch dazu informativ. Was will man mehr? Weitere Bücher von Laila El Omari, vielleicht? Das ist zum Glück kein Problem. TAGE DES MONSUNS ist der dritte Roman der Autorin. Und der vierte erscheint im September 2009.
Die Autorin
Laila El Omari, geboren in Münster als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Sie arbeitet in den Bereichen Kommunikation und Forschung.
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http:// edithnebel.wordpress.com
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Sie schreckt das Heu, das fürchtet sich.
Es wird vor Angst im Stängel trocken.
Doch müssten Bauern Gräser schocken,
Wär’s Zeitvergeudung unterm Strich.
Die Wiese fänd es lächerlich.
Foto: © J.Z. (Jenny Ziegler) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Ein Bock, der Käfer nicht die Ziege,
Sitzt staunend auf dem Baldrian.
Glaubt Teil zu sein der Pfotenriege,
Denn Baldrian lockt Katzen an.
Ein Tropfen, her vom letzten Regen,
Vermittelt ihm sein Konterfei.
Mein Gott, so denkt er, welch ein Segen,
Und übt sich in Miaugeschrei.
Aha, die Katz’, ein guter Flieger,
Sechs Beine, Fühler, Schlankgestalt.
Nun kennt der Bock auch Löwe, Tiger.
Wie er – nur etwas größer halt.
Foto: © Peashooter (Re. Ko.) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Es quappt die Kaul dem Frosch entgegen,
Die Bisse greifen nach dem I.
Das Uru, ob des Käng verlegen,
Verzeiht dem Fant das Ele nie.
Der Ling sieht alles etwas enger,
Zuweilen murmelt auch ein Tier,
Die Rau wird durch das Pe leicht länger,
Auch Kari, Rlhuhn folgen hier.
Der Mar verträgt Artikel doppelt,
Ein Guar sagt der Liebsten Ja.
Das Ninchen freut sich, wenn’s kahoppelt,
Und endlich kriegt der Chs sein Da.
Foto: © geralt (Gerd Altmann (geralt)) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Geris sagte, trau dich, mach es,
Denk dir einfach, ja, ich kann es.
Ich als Meister meines Faches
Weiß, du schaffst es, ehrlich Hannes.
Dein Chef befolgte meinen Rat,
Und sieh, er konnte wasserwandeln,
Du kennst doch diese Wundertat,
Du willst doch gleichermaßen handeln?
Johannes tut’s – erwartungsvoll,
Geht schmählich unter – augenblicklich.
Da war zum Anfang nicht so toll,
Höhnt Lehrer Geris wenig schicklich.
Geris ist ein Wasserläufer
(um die Sache zu kapieren).
Er lehrt Jesu Freund, den Täufer,
Auch auf Wellen zu spazieren.
Foto: © geralt (Gerd Altmann (geralt)/ladyoak) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Man schreibt das Reh, nicht der, nicht die,
Das stört den Wildfreund irgendwie.
Ein Tier als Sache? Das tut weh.
So gilt für mich ab heut „der Reh“.
Das freut ihn unter Garantie.
Ich lobe mich der edlen Tat
Und seh die Prozession, die naht.
Das Schaf, das Rind und obendrein
Das Nilpferd und das Stachelschwein.
Es gab der Reh den guten Rat.
Foto: © x-cohen (Marcus Stark) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Lydia Albersmann: Chaoso – Ein Kater sorgt für Stimmung, Norderstedt 2009, Books on Demand GmbH, ISBN 978-3-8370-3859-0, Softcover, 87 Seiten, mit s/w-Illustrationen der Autorin, Format: 12 x 19 x 0,6 cm, EUR 8,90.
Von klein auf hat der junge Maine-Coon-Kater eine ausgeprägte eigene Meinung. So gefällt ihm zwar die Aussicht auf eine Karriere als Deckkater, doch dass dem Vergnügen die Tortur einer Rassekatzenschau vorausgeht, das hat ihm keiner gesagt. Eine Menschen-Jury soll über seine Kater-Qualitäten urteilen und nicht die Katzendamen? Das findet er derart empörend, dass er sich wie die wilde Jagd aufführt und den Juroren kratzend und beißend ins Gesicht springt.
Vorbei ist’s mit der Deckkater-Karriere. So ein rabiates Vieh, über dessen Eskapaden sogar die Zeitung berichtet, ist zuchtuntauglich, findet die Züchterin und beschließt, den Kater kastrieren zu lassen und ihn an Privatleute zu verkaufen.
Das Kastrieren ist schnell geschehen, das Verkaufen erweist sich als weitaus schwieriger. Ein halbes Dutzend Interessenten hat der Kater schon vergrault. Dazu muss er sich gar nicht besonders anstrengen. Er weiß: „Wir können sehr menschenbezogene und verspielte sanfte Riesen sein, aber wir strotzen auch vor Kraft.“ (Seite 21). Ein beherzter Sprung hier, ein Pfotenhieb da, und die Interessenten haben genug von ihm und treten von ihrer Kaufabsicht zurück.
Familie Nummer sieben ist nicht so leicht ins Bockshorn zu jagen. Auch dann nicht, als der Kater mit Anlauf auf den Kaffeetisch springt. Insbesondere der Mann, Lars, scheint Nerven wie breite Nudeln zu haben, wirft einen Blick auf den Kater und sagt: „Der ist cool, den nehmen wir.“ (Seite 28)
Gesagt, getan. Der Kater wird ins Auto verfrachtet, bekommt unterwegs den treffenden Namen „Chaoso“ verpasst und zieht bei Lars und Tanja ein. Dass er sein Revier mit einem großen, wuscheligen Hund teilen muss, findet er zunächst weniger prickelnd. Dass zum Haushalt auch noch Fische und Mäuse gehören, die er nicht anrühren darf, empfindet er als Zumutung.
Chaoso lebt sich ein. Das heißt in seinem Fall: Er dekoriert zunächst einmal das Haus nach seinen Vorstellungen um und betätigt sich im Folgenden als Aquariumsangler, Vogelfänger, Schmetterlingsjäger, Nachbarschaftsschreck, Wasserwerfer und Brandstifter. Kurzum, er macht seinem Namen alle Ehre. Und nicht alles, was er anstellt, ist harmloser Natur. So mancher tierische Unfug endet in einer kleinen oder größeren „Katerstrophe“.
Ob Chaosos Zukunft in der Party-Organisation liegt, nachdem er seine Deckkater-Karriere so gründlich in den Sand gesetzt hat? Dank seines kreativen Eingreifens wird die Überraschungsparty für Tanjas Bruder auf jeden Fall zu einem Ereignis, über das man noch nach Jahren sprechen wird: eine Feier, bei der nicht nur das Geburtstagskind, sondern auch sämtliche Gäste und die Veranstalter restlos von den Socken waren. Ja, für Stimmung sorgen, das kann der Kater …!
Katzenhalter jeden Alters – ob sie nun für Maine-Coons oder für eine andere Rasse die Futterdosen öffnen – werden aus dem Schmunzeln, Kichern und zustimmenden Nicken nicht mehr herauskommen. Und manch einer wird froh sein, dass seine Katzen nicht ganz so temperamentvoll und einfallsreich sind wie der Held im Buch.
Wer selbst so einen vierbeinigen Tornado daheim hat (oder zwei oder drei), wird nach Lektüre dieses Büchleins seinen Haushalt verstärkt auf Katzensicherheit überprüfen, um tierischen Karrieren als Dekorateur, Wassermann, Feuerteufel oder Party-Crasher einen Riegel vorzuschieben. Denn so vergnüglich es ist, darüber zu lesen – im eigenen Haus möchte man so ein Chaos doch lieber nicht haben.
Wenn sich die Katzen ihren Namen zum Programm machen, hätte man den Kater vielleicht besser „Angelo“ (Engel) nennen sollen. Obwohl … dadurch wären uns viele herrlich komische Erlebnisse entgangen und es hätte dieses Buch nie gegeben. Brave Tiere machen keine Geschichten. Frechdachse, pardon, Frechkatzen schon.
Die Autorin
Lydia Albersmann, geboren 1968 in Köln, arbeitet seit 2004 als freie Grafikdesignerin und Autorin. Seit 2006 lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund in Düsseldorf. Tiere haben im Leben der Autorin schon immer eine sehr große Rolle gespielt. Somit stand von Anfang an fest, dass sie auch die Hauptrollen in ihren Büchern spielen werden.
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
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Er saugt aus tiefem Blütenkelche
Den Nektar, himmlisch süßen Saft.
Sein Fühlerpaar verrät ihm, welche
Der Glocken ihm wohl Zugang schafft.
Von Duft und Schönheit hingetrieben,
Ergreift er sanft der Blume Kron’,
Versenkt sein Saugrohr nach Belieben
Zur Quelle nah dem Elfenthron.
Die Flügel falten sich wie Hände
Und klappen auf zur Farbenschau.
Das Trinkgelage ist zu Ende,
Der Falter strebt zum Himmelsblau.
Foto: © lemontree (Martina Taylor) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Zwei Rüsseltiere, allbekannt,
Sind Schmetterling und Elefant.
Der Luftikus voll Farbenpracht,
Die Dickhaut eher ungeschlacht.
Drum, sollte einer sich bequemen,
Auf meiner Schulter Platz zu nehmen,
Der Falter wär mir diesfalls lieber,
Was geht schon über Farbe drüber?
Nun, selber schuld, der Elefant,
Sein ödes Grau wirkt ungalant,
Denn trüg die Dickhaut Malerei,
So wäre meine Schulter frei.
Foto: © FRIESE 1962 (Bredehorn.J) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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Die Gams vernimmt im Hörnerkrumm
Des Hauptes störendes Gebrumm.
Ein Aufblick überzeugt die Gämse:
Das Krickerl rundet eine Bremse.
Das trifft sich gut, im Steilgelände,
Sind Bremsen nützlich, jede Wende
Führt ungehemmt zu Sturzgefahren.
Wer will sich nicht davor bewahren?
Die Bremse sieht des Tieres Not,
Geht ein auf’s Stellenangebot.
Sie kann ein Pferd zum Stillstand bringen,
Dann wird’s mit Gämsen auch gelingen.
Foto: © Franki7799 (Frank Güllmeister) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
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