Abgelegt unter: Katzen
In einem Mehrkatzenhaushalt merkt man schnell, dass jede für sich eine Persönlichkeit mit ganz eigenem, speziellem Verhalten ist. Auch, was die Redefreudigkeit angeht.
Madame Pauline ist die „Denkerin“. Behält vorsichtshalber lieber mal für sich, was in ihrem hübschen Köpfchen so alles vor sich geht. Hochgerechnet etwa 20 Mal übers Jahr lässt sie ein leises, zartes, süßes „Miau“ ertönen. Jeder ist stolz wie Oskar, wenn ihm eine solch seltene Ansprache gilt.
Kater Merlin ist da schon etwas redefreudiger – aber nicht redegewandter. Was er von sich gibt, klingt eher wie Mäk – meist schnell hintereinander eine ganze Folge von Mäk – Mäk – Mäk´s. Insbesondere dann, wenn der Napf mal wieder leer ist und das Nachfüttern viel zu langsam geht. Irgendwann wird auch er begreifen, dass seine Beschwerden wesentlich kürzer ausfielen, würde er nicht gleichzeitig seinem Menschen penetrant zwischen die Beine laufen und ihn samt Futterdose fast zu Fall bringen.
Kater Tom hingegen ist äußerst redselig und mitteilsam – eine absolute Labertasche. Es macht richtig Freude, mit ihm schön und lange zu „diskutieren“. Hallo Tom. – Miau. Wie geht´s dir denn? – Miau. War´s schön draußen? – Miau. Guck mal, lecker Futter. – Miau, Miau. Das Gespräch kann beliebig lange weitergeführt werden – ER hat immer das letzte „Wort“. Manchmal reicht schon der Blickkontakt und er plaudert einfach drauf los.
Lautes Mirau-Mirau-Mirau von irgendwo: Aha, Tom hat auf der Pirsch Beute gemacht und bringt sie mit nach Hause. Beute, die er erfahrungsgemäß glücklich und zufrieden in der Küche absetzt, worauf selbige auf flinken Beinchen hinter den Schränken verschwindet. Das Frühwarnsystem funktioniert. Mirau-Mirau-Mirau – alles, was zwei Beine hat, sprintet los und wirft bei Zeiten die Außentüren zu. Armer Tom, guckt durch die Scheibe nach drinnen und versteht die Welt nicht mehr. Das macht selbst ihn sprachlos. Undankbares Volk!!!
Ein einsamer, verlassener Tom-Kater sitzt im Garten und wartet ungeduldig auf seine Futter herbeischaffenden Menschen, die schwer beladen vom Einkauf nach Hause kommen. Auch der noch laufende Motor kann sein verzweifeltes Rufen nicht übertönen. Frei übersetzt: „Da seid ihr ja endlich! Hat aber lange gedauert. Stuuuunden hab´ ich gewartet. Für mich was Gutes dabei? Ich freu´ mich, ich freu´ mich.“ Große Freude geht bei Tom immer einher mit ausgiebigem Durch-den-Dreck-wälzen. Dazu ersparen wir uns dann jeden Kommentar. Die umfangreiche Antwort würde Tom´s nun eh schon arg belastete Stimmbänder nur unnötig strapazieren.
Selbst dem schlafenden Tom entlockt man mit leiser Ansprache noch ein kurzes, kleines Mi…
Übrigens, wir beiden, Tom und ich, „plaudern“ nur dann lange und ausgiebig miteinander, wenn keine fremden Menschen in der Nähe sind, denn . der ein oder andere findet das ein bisschen komisch.
Autor: Inge Stolz
Merlin3@online.de
*****
Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de
Abgelegt unter: Rosmaringo
Im Meere schwimmt ein schlankes Tier,
Das irritiert zur Kugel schwillt.
Der Gründe gibt’s genug dafür,
Damit es sich mit Frischluft füllt.
Der Tierfreund weiß natürlich jetzt,
Es dreht sich um den Kugelfisch.
Wenn der sich auf was Spitzes setzt,
Dann schrumpft er unter lautem Zisch.
Foto: © 3003 (J2theC) / pixelio
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
*****
Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de
Abgelegt unter: Rosmaringo
Das Huhn legt jeden Tag ein Ei.
Warum nicht, frag ich, zwei bis drei?
Mehr produziert der Kabeljau,
Fast eine Million genau.
Was würde man an Kosten sparen,
Alleine schon für Gitterwaren.
Statt Käfigen ein Wassertank
Vermiede Hühnerkotgestank.
Als weitrer Vorteil gälte halt,
Ein Jauenei ist unbeschalt,
Schont Blut vor bösem, satten Fett
Und wäre auch für Ostern nett.
Ein Nachteil an dem großen Dorsch,
Der Fischhahn kündet nicht so forsch
(was schwerlich zu verschweigen ist),
Die Morgenstunde auf dem Mist.
Foto: Diese Datei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
*****
Eigene Beiträge einreichen? Mailen Sie Texte und Bilder an feedback@tiergeschichten.de
Weitere Tiergeschichten gibt es hier: http://www.tiergeschichten.de



