Weltgrösste Tiergeschichtensammlung


Taunetz
1, 29 April, 2008, 3:18
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Ein Rosenkranz aus Perlentau?
Gebetsschnur eines Muselmanen?
Ach nein, man schaue nur genau,
Dann lässt das Radnetz viel erahnen.

An Seidenfäden aufgereiht,
Entsteht ein Funkeltropfenreigen.
Es glitzert dieses Elfenkleid
Wie Manna strahlt auf grauen Zweigen.

Die Spinne im gewebten Schlauch
Sieht freilich grobe Nässeschäden.
Sie wartet auf der Sonne Hauch
Und Beute an entperlten Fäden.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Der Eulenfalter
1, 28 April, 2008, 11:53
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Zwei Flügelpaare eng gefaltet,
Dem Segel eines Bootes gleich,
In Form und Farbe fein gestaltet,
Verschwimmen fast im Blütenreich.

Ein heller Rand verwischt Konturen,
Getupfte Augen schrecken dich.
Ein Adernetz zieht seine Spuren,
Dies alles in gebräuntem Stich.

So gaukelt er als Eulenfalter
Von Nektarbar zu Nektarbar.
Ein Botenkind vom Weltenwalter,
Ein Harlekin der Schöpfungsschar.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Ein Staubbad
1, 23 April, 2008, 8:00
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Es wälzt das Huhn sich gern im Sande,
Wenn nachmittags die Sonne sticht.
Ich kenn kein einz’ges Huhn im Lande,
Das ohne Not die Regel bricht.

Doch halt, da gibt es Käfighennen,
Wo pudern die ihr Federkleid?
Die werden gar kein Staubbad kennen.
Alleine das bedeutet Leid.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Maikäfer sind Chinesen
1, 23 April, 2008, 7:16
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Da wird es immer enger, Ling,
So sprach ein weißes, krummes Ding
In China drüben zum Kollegen,
Gewiss der Unterhaltung wegen.

Der zweite Krümmling, er hieß Mai,
Bestätigte die Drängerei.
Sie bohrten sich zum Licht nach oben
Und waren alsbald abgehoben.

Zu Käfern wurden Mai und Ling,
Es war im Kaiserreich der Ming,
Auch damals schon das Reich der Mitte.
Was braucht es mehr Beweise, bitte?

Maikaefer-pixelio

Foto: (c) pixelmax / PIXELIO

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Salamanderkalender
1, 22 April, 2008, 5:21
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Aus dem Bodenmoder schiebt sich leis’
Ein noch Müder im getupften Kleid.
Er verharrt, als suche er Beweis
Für erhoffte, satte Feuchtigkeit.

Langsam setzt das glänzend schwarze Bein
An zum Schritt in diesen Regentag.
Sonne wär für Salamanders Sein
Gar nicht freudig, sondern schlimme Plag.

Lustig, einem grünen Frosche gleich,
Schnappt er nach dem Regenwurm am Weg.
So gestärkt, bequemt sich zum Teich,
Und verstaut in Ruhe sein Geleg’.

Er verschmäht zu Recht die Mutterpflicht,
Seine Kinder fliehen allzu schnell.
Sie vertrauen auch dem Erdreich nicht,
Tummeln sich jedoch im Brunnenquell.

Dann entschwindet er im feuchten Farnengrün?
Erst im Herbst verlässt er sein Versteck,
Sucht ein neues, döst zum Frühjahr hin.
Alles aber steckt voll Lebenszweck.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Cornelia Read: Schneeweißchen und Rosentot – Kriminalroman
1, 22 April, 2008, 5:19
Gespeichert unter: Bücher

Cornelia Read: Schneeweißchen und Rosentot – Kriminalroman. OT: A Field of Darkness, Deutsch von Sophie Zeitz, München 2008, Deutscher Taschenbuchverlag (dtv), ISBN 978-3-423-24668-2, 427 Seiten, Format: 14,5 x 21 x 3 cm, EUR 14,90 [D], EUR 15,40 [A], sFr 25,80

Madeline Dare hat es durch die Heirat mit dem Farmerssohn Dean Bauer in die US-amerikanische Kleinstadt Syracuse verschlagen. Sie schreibt für die Lokalzeitung und langweilt sich unsäglich in dem Kaff. Nicht zuletzt deshalb, weil ihr Mann oft wochenlang beruflich in Kanada ist – wenn er nicht gerade an seiner Erfindung tüftelt.

Einfach dort hin zurückzukehren, woher sie gekommen ist, wie ihr ein Kumpel im Streit rät, ist auch keine Option. Ein richtiges Zuhause hat Madeline nicht. Zwar stammt sie mütterlicherseits aus dem Ostküsten-Geldadel, doch seit ihre Mutter vom kiffenden Gatten mit den Kindern sitzen gelassen wurde, sind die Dares dort nicht mehr gern gesehen. Mit ihren armen Verwandten wollen die Erben der neunten und zehnten (De-)Generation nichts zu tun haben und nennen sie verächtlich „das Lumpenproletariat“.

Der einzige in diesem dekadenten und versnobten Haufen, der je nett zu Madeline war, ist ihr Cousin zweiten Grades, Lapthorne Townsend. Und ausgerechnet Lapthornes Soldaten-Erkennungsmarke entdeckt Madelines Schwiegervater auf dem Acker, auf dem man 1969 zwei junge Frauen ermordet aufgefunden hat. Der Fall wurde nie geklärt.

In den Augen des alten Farmers ist die Polizei „so nützlich wie ein Euter am Zuchtbullen“. Deshalb gibt er die Marke auch nicht den Behörden sondern ganz arglos seiner Schwiegertochter. Sie als Reporterin wird schon wissen, was damit zu tun ist.

Auch Madeline hat kein Interesse daran, mit der Erkennungsmarke zur Polizei zu gehen. Lieber stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen in dem 20 Jahre alten Doppelmord an. Natürlich mit dem Wunsch, die Unschuld ihres Cousins zu beweisen. Er mag zwar einer der beiden Soldaten gewesen sein, mit denen die Mädchen am Vorabend ihres Todes auf einem Jahrmarkt gesehen wurden, aber saß er nicht zur Tatzeit mit seinem Kameraden wegen einer tätlichen Auseinandersetzung im Knast?

Wenn Lapthorne es nicht gewesen sein kann, wer hat dann den beiden Frauen die Kehlen durchgeschnitten und die Toten wie Schneeweißchen und Rosenrot mit Blumen dekoriert und auf dem Acker drapiert?

Was weiß der ehemalige Polizist Jack Schneider? Er war damals der leitende Ermittler im „Rosenmädchen-Fall“ und hat sich bald danach zur Ruhe gesetzt. Seitdem lebt er auf ziemlich großen Fuß. Erpresst er vielleicht jemanden? Doch Mr. Schneider ist ein gefährlicher Mann, er lässt sich nicht einfach von Madeline und ihrer Freundin Ellis an einer Bar aushorchen. Der Versuch endet in einer irrwitzigen Flucht der beiden Frauen.

Auch der Scherenschnitt-Künstler Archie Sembles, der seinerzeit auf dem Jahrmarkt Porträts von den Rosenmädchen geschnitten hat, könnte mehr wissen als er bislang gesagt hat. Madeline muss lange und intensive Überzeugungsarbeit leisten, bis Sembles bereit ist, mit ihr zu sprechen. Als sie zu seinem Haus kommt, findet sie nur noch seine Leiche – in einem bizarren Szenario, das an eine Geschichte aus dem „Struwwelpeter“ erinnert.

Sembles bleibt nicht der einzige Tote aus Madelines Umfeld. Und jetzt wird auch ein unheimliches Muster deutlich: Der Mörder inszeniert seine Opfer wie Illustrationen zu Märchen und Mythen. Kein Zweifel: Madeline ist dem Rosenmädchen-Mörder auf der Spur. Und sie vertraut offensichtlich den falschen Leuten. Längst schwebt sie selbst in tödlicher Gefahr …

Cornelia Reads packender Debut-Roman mit dem nervenzerfetzenden Finale war für mehrere bedeutende Literaturpreise nominiert. Doch das Buch ist mehr als ein intelligenter Kriminalroman: Er ist auch das Psychogramm eines Familienclans.

Es ist überaus vergnüglich zu lesen, wie die zynische Madeline über ihre ebenso vermögenden wie bedeutenden Vorfahren lästert: „Jeder normale Mensch würde die Möglichkeit wahrscheinlich weit von sich weisen, dass es in seiner Familie einen Mörder geben könnte. Bei uns dagegen könnte man bei der Mayflower zu zählen anfangen, und hundert Jahre später hätte man schon keinen Finger mehr frei.“

Ihre Ahnen waren eine unerfreuliche Ansammlung von Indianermördern, Raubrittern, Umweltfrevlern und Kommunistenfressern, findet Madeline. Der rustikale Schwieger-Clan und die noch lebende Ostküsten-Verwandtschaft kommen auch nicht besser weg. Da ist der pingelige Onkel „Die Bügelfalte“ Kit, der sich lieber mit den Poolboys vergnügt als mit seiner dürren, affengesichtigen Gattin Binty. Immer wenn diese den Raum betritt, „sinkt die Zimmertemperatur um zehn Grad“. Nur zu gern hat Madeline den Spitznamen aufgegriffen, den Onkel Hunt für Binty geprägt hat, und den man hier gar nicht in voller Schönheit auszuschreiben wagt: Sie ist „die Eisf***e“. Und, nein Eisfee heißt das nicht …

Lieblos, oberflächlich und dünkelhaft geht es in Madelines Familienclan zu. Und sie als quasi Außenstehende grübelt darüber nach, was hier falsch gelaufen ist.
„(…) wenn du dich umschaust, fragst du ich dann nicht, was da eigentlich passiert ist?“,möchte sie von ihrem Cousin wissen. „Sie hatten alles – die beste Ausbildung, die besten Beziehungen – sie waren schön und gescheit und charmant und Kriegshelden, und alles haben sie verschleudert. (…)“ Doch der Cousin hat auch keine Antwort. Er ist auf seine Weise an der familiären Situation gescheitert.

Madelines Mutter meint, es liege am Geld. Das mache nicht glücklich. „(…) jedenfalls nicht die Leute mit dem großen Geld. Vielleicht, wenn man es sich selbst verdient? Vielleicht sind die Neureichen glücklicher? Wenn das Geld noch frisch ist und glänzt, statt etwas zu sein, gegen das man ankommen muss, was man nur verlieren kann? (…)“

Durch die versnobte mütterliche Verwandtschaft ist Madeline in diese mörderische Geschichte hineingeraten. Dass sie ihr nicht zum Verhängnis wird, verdankt sie ausgerechnet dem Erbe ihres Vaters …

„Jede Seite ist ein Vergnügen in diesem Debütroman um Madeline Dare, die stachelige Tochter aus gutem Hause. Die Handlung geht los wie ein Feuerwerk, aber das Beste sind die Personen“ stand in der Rezension von „Booklist“. Diesem Urteil kann ich mich uneingeschränkt anschließen.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com

http://edithnebel.wordpress.com



Der kleine Fritz – Katzengeschichte
1, 17 April, 2008, 6:33
Gespeichert unter: Katzen

Unserer Sammy ging es Anfang 2007 sehr schlecht. Die Nieren! Mit fast 19 Jahren die erste Krankheit überhaupt. Uns war klar, dass wir uns bald verabschieden mussten.

Mit Spezialfutter und Behandlungen ging es bis zum 09.Juni 2007 noch gut. Dann war aber der Tag des Abschiedes gekommen.

Die ganze Familie war sehr, sehr traurig. Wir beschlossen uns kein Tier mehr anzuschaffen.

Anfang September fuhren mein Mann und ich in Urlaub. Wir hatten in Südfrankreich ein Wohnmobil gemietet. Nach ca. einer Woche hörten wir immer wieder lautes Fiepen, konnten diese Geräusch aber noch nicht einordnen. Als wir am späten Nachmittag vom Strand kamen war das Fiepen wieder da. Doch als ich nachschaute hörte es sofort auf. Unser Wohnmobil stand am Fuß eines kleinen Abhanges und hinter dem Wagen war dickes Dornengestrüpp. Man konnte nicht durch dieses Gestrüpp. Die Nächte wurden schon recht kühl. Die ganze Nacht hindurch hörte ich dieses Fiepen. Das Geräusch machte mich fertig. Auch mein Mann konnte nicht schlafen. Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche. Ich versuchte oberhalb des Abhanges herunter zu kommen. Auch das war nicht möglich.

Am Nachmittag (das Fiepen war noch da, aber nicht mehr so laut) zog ich mit dicke Sachen mit langem Ärmel an und schnitt mit einer Schere so gut es ging einen Weg durch die Dornen. Da lag er: Ein winzig kleines Fellbündelchen, gerade mal eine Handvoll Katze. Augen noch zu, Ohren noch umgeklappt. Was nun?

Uns war sofort klar, der Kleine brauchte Hilfe. Unsere Hilfe!

Obwohl es mittlerweile schon Abend war, bekamen wir durch die freundliche Hilfe einer Mitarbeiterin an der Rezeption einen Termin bei einem nahe gelgenen Tierarzt. Mit dem kleinen Fellknäuel in ein Handtuch gewickelt fuhren wir dorthin. (Ich glaube so vorsichtig ist mein Mann noch nie gefahren. Dort angekommen untersuchte der Tierarzt den kleinen Wicht. Er wog knapp 180 g. Der Tierarzt meinte, es ist ein Junge und ca. 1 Woche alt. Laut Tierarzt hätte er die nächste Nacht nicht überlebt. Der Kleine bekam noch in der Praxis seine erste Mahlzeit. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Mit welcher Gier ein so kleines Wesen saugen kann. Die Flasche war ruckzuck leer.

Ausgestattet mit Milchpulver und Fläschen traten wir den Rückweg an. Es tauchte unterwegs die Frage auf, wohin mit dem kleinen Bündel? Also wurde noch schnell ein Hamsterkäfig gekauft. (etwas anderes gab es im Ort nicht) Laufrad entfernt und schon hatte unser Kleiner eine Höhle. Mitterlerweile dachten wir schon mal über einen Namen nach. Obwohl wir eigentlich kein Tier mehr wollten, war uns beiden klar, den geben wir nicht mehr her.

Als wir in unserem Urlaubsquartier angekommen waren, war klar, der Kleine heißt Fritz.

Nun standen wir da, keine Ahnung wie man Katzenbabys behandelt, auch keine Möglichkeit im Internet nachzuschauen. Wir waren ganz auf unsere Bauchgefühle angewiesen.

Als erstes musste der kleine Fritz es warm haben. Also wurden aus unseren Kühlakkus für die Kühltasche Wärmeakkus für Fritz. Aufgewärmt unter Handtücher im Hamsterkäfig, das funktionierte schon mal prima. Füttern war ganz einfach, Fritz hatte immer Hunger.

Eine Mutterkatze massiert Ihre Kinder mit der Zunge und leckt sie auch sauber. Das wollten wir dann doch nicht. Ein alter Waschlappen tat da gute Dienste. Was haben wir uns über das erste „Würstchen“ gefreut. Aber was nun, wir hatten noch 2 Wochen Urlaub. Kurzerhand nahmen wir unseren kleinen Fritz immer mit. Käfig sicher im Auto verstaut, Fritz rein und los ging es. Fläschen wurde im Thermobecher mitgenommen. Klappte prima. Wenn wir zum Strand gingen wurde Fritz Schatten geparkt. So problemlos hätte ich es mir nicht vorgestellt.

Am 13. September hatte Fritz morgens seine Äuglein auf. Klar der Verstand weiß, er kann noch nicht richtig sehen, aber das Gefühl sagt, er schaut mich an. So verging unser Urlaub. Im Nachhinein unser schönster Urlaub.

Der Heimweg war auch kein Problem. Sicher, wir hatten keinen Impfpass oder sonst irgend etwas, aber was wollten wir machen. Fritz war unsere Schmuggelware.

Zu Hause angekommen überlegten wir was zu tun sei. Als erstes ein Besuch beim Tierarzt.

Fritz kann fauchen! Als ein fremder Mann sich seinem Käfig näherte fauchte er wie ein großer und zeigt sein gefährlich zahnloses Mäulchen.

Alles ok, gut entwickelt. Der Tierarzt war zufrieden mit unserer Arbeit. Eine Aufbauspritze und weiter so.

Wir überlegten dass es kein schönes Katzenleben ist, so alleine ohne Freunde. Der Tierarzt hatte noch ein Kätzchen da, etwa 1 Monat älter als unser Fritz, auch eine Flaschenaufzucht.

Kurz und bündig, wir adoptierten das kleine Kätzchen als Schwesterchen für Fritz. Jetzt haben wir Julchen und Fritz. Julchen konnte schon springen und auch Unsinn machen. Sie brachte Fritz alles Notwendige bei. Sehr zu unserem Leidwesen.

Beide haben sich sehr gut entwickelt, sind mittlerweile kastriert und fröhliche Freigänger.

Laufen allerdings nie weit weg. Kommen sofort wenn wir rufen. Wenn nicht dann klappt es mit dem Schütteln der Futterdose.

Unsere zwei machen uns viel Freude und sind sehr verschmusst. Fritz sieht jedem Menschen als potentielle Streichelmaschine an. Egal wer bei uns zu Besuch ist. Sobald er sitzt ist Fritz auf dem Schoss. Julchen ist etwas zurückhaltender. Aber auch sie ist sehr verschmust und anhänglich.

Wir sind nicht besonders gläubig, aber wenn wir an unseren Sammy zurückdenken glauben wir, er hat uns Fritz da hingelegt wo wir ihn gefunden haben.

Unser Haus ist wieder mit fröhlichen Tieren bewohnt. Danke, Sammy!

Autor: Vera Lüngen
info@ekb-mg.de

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Der Baggerteich
1, 15 April, 2008, 2:41
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Von Baggerzangen ausgehoben,
Geböscht, mit frischem Grün versehen,
Kann heute sich ein Weiher loben,
Als ließ’ ihn Gletschereis entstehen.

Natur, wohin die Blicke schweifen,
Die Wasserfläche spiegelt Perlen.
Die Szene rundet wie ein Reifen
Ein Weg entlang der grünen Erlen.

Getier vom Kammmolch zur Libelle,
Lebt lange schon im Kunstgewässer.
Forellen schöpfen Sonnenhelle,
Sie hätten’s anderswo nicht besser.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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… non licet Jovi
1, 15 April, 2008, 2:40
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Im Lungau spinnt ein Auerhahn
Am Weg zu größ’rer Höhenlage.
Er springt und balzt die Leute an,
Nicht harmlos, eher Wand’rerplage.

Natürlich würd’ es schlimmer sein,
Wenn liebestolle Bergtouristen
Bei Tageslicht und Sonnenschein,
Verschreckte Auerhennen küssten.

Es ist der Balzverhaltenskodex
Von Tier und Mensch zwar unerheblich.
Den Blick auf Auerhennenpodex
Verziehe man nur widerstreblich.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Tina Zang: Der Karatehamster startet durch, Band 2
1, 15 April, 2008, 6:39
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Tina Zang: Der Karathamster startet durch, Band 2; München 2008, Ars Edition; ISBN 978-3-7607-2844-5, 152 Seiten; mit Plüsch auf dem Umschlag. Covergestaltung und schwarz-weiß-Illustrationen im Buch von Claudia Fries; für Leserinnen und Leser ab 8 Jahren; Format: 21,7 x 15,5 x 1,8 cm, EUR 8,95 [D]; EUR 9,20 [A]; CHF 16,90

Das Schicksal machte sie zum Team.
Zu Anfang fanden sie das schlimm.

Sie sind wieder da – die japanisch-deutsche Patchworkfamilie Yusumi-Putz und ihre drei Hamster: der verfressene Chan, der wehleidige Lee und der Ich-Erzähler der Geschichte, der abenteuerlustige Karatehamster Neo.

Wer Teil 1, DER KARATEHAMSTER LEGT LOS, nicht kennt: Sie sind Schicksalsgenossen, die Kinder und die Haustiere der Familie Yusumi-Putz. Durch Heirat ihrer Eltern wurden die karatebegeisterte Kira und der Unglücksrabe Heiko „Zwangsgeschwister“. Und seit der geschäftstüchtige Inhaber einer Tierhandlung den Kindern gleich drei Hamster angedreht hat, bilden auch Neo, Chan und Lee eine Zwangsgemeinschaft. Zu Anfang fanden alle Beteiligten dieses Arrangement ziemlich ätzend, doch nach den ersten gemeinsam bestandenen Abenteuern herrscht Einigkeit darüber, dass man einander recht gut ergänzt und dass die Situation im Großen und Ganzen auszuhalten ist.

Den „Super-Hamster“ suchen sie.
Ein Fall für Neo, Chan und Lee!

Hamster Chan ist zufrieden, wenn es ausreichend zu Fressen gibt, Lee will nichts weiter als ein bisschen jammern und in Ruhe seine eingebildeten Wehwehchen pflegen, nur Neo langweilt sich und ist auf Abenteuer aus. Der Aufruf des Tiernahrungs-Herstellers Nagi kommt ihm da gerade recht: Nagi sucht den Super-Hamster für einen Werbespot und bittet zum Casting. Für Neo steht fest: Da will er hin! Er wird Super-Hamster!

Zum Glück haben die zwölfjährige Kira und ihr Freund Jan den Aufruf ebenfalls im Fernsehen gesehen und können sich für die Idee begeistern. Sie melden kurzerhand alle drei Hamster zum Casting an.

Alle Beteiligten bereiten sich auf ihre Weise auf das Ereignis vor. Chan übt sich im Fressen, Neo trainiert seine Muskeln und Lee denkt sich aus, was alles Schreckliches passieren könnte. Derweil sammeln Kira und Jan Informationen über die Arbeit beim Fernsehen. Als sie sich bei der Inhaberin des Hundesalons, einer Dame mit TV-Erfahrung, nach Einzelheiten erkundigen, werden sie rüde unterbrochen – von einem Mädchen, das in ungehörigem Ton eine Beschwerde vorbringt und Schmerzensgeld fordert.

Beim Casting selbst geht es dann drunter und drüber. Die Kinder sind entsetzt darüber, wie brutal und rücksichtslos einer der Jungs im Studio seinen Hamster Mariechen behandelt. Lee verliebt sich Hals über Kopf in die Hamster-Dame in Not. Und beim Probefuttern kommt es dann zum großen Knall …

Zwei Mädchen geh’n als Kleinganoven,
doch klappt der Trick nur bei den Doofen.

Lee und Chan schwärmen nach ihrer Rückkehr in den höchsten Tönen von Hamster-Dame Mariechen. Neo trainiert wie besessen. Und dann droht der Besuch des zweiten Casting-Termins daran zu scheitern, dass niemand von den Erwachsenen Zeit hat, die Kinder und die Tiere ins Studio zu fahren. Vielleicht kann ja Petra helfen, die Inhaberin des Geschenke-Ladens? Als Kira und Jan ihr das Problem schildern, werden sie rüde unterbrochen – von einem Mädchen, das in hysterischem Ton eine Beschwerde vorbringt und Schmerzensgeld fordert.

Nanu? So eine ähnliche Szene gab es doch vor kurzem schon einmal! Sollte hier jemand mit einer ganz dreisten Masche sein Taschengeld aufbessern wollen? Sind tatsächlich mehrere Mädchen mit ein- und demselben Trick unterwegs? Der detektivische Spürsinn von Kira, Neo & Co. ist geweckt. Sie gehen der Sache nach. Bei Toni an der Frittenbude kommt es dann zum dramatischen Showdown …

Hamster-Casting! Jetzt Teil zwei.
Und wieder tut sich allerlei.

Wie beschreibt man die Endrunde des Castings, ohne zu viel zu verraten? Vielleicht am besten so: Das Chaos tobt, alles, was schief gehen kann, geht schief, und die Filmleute haben jede Menge Gelegenheit, aufgeregt herumzulaufen und „Heiliger Strohsack!“ zu rufen.

Das Ergebnis der Super-Hamster-Wahl ist für alle eine riesige Überraschung. Und für manchen auch eine herbe Enttäuschung.

Ob Fresssack, Weichei oder Spinner:
Bei dieser Show gibt’s nur Gewinner.

Am Ende können doch alle sagen „Wir sind Super-Hamster“, denn aus diesem turbulenten Abenteuer geht jeder auf seine Art als Gewinner hervor. Oder, besser gesagt, fast jeder. Wer sich hier zu den Verlierern zählen muss, hat es wirklich nicht besser verdient.

Nur lesen, wenn euch niemand hört
oder wo Lachen keinen stört!

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder ab 8 Jahren ein Vergnügen. Man hat schon von Teenagern gehört, die klammheimlich dieses Buch ausgeliehen und sich dabei gänzlich uncool amüsiert haben sollen. Und es wurden Erwachsene gesichtet, die DER KARATEHAMSTER STARTET DURCH hemmungslos kichernd in der Bahn lasen.

Man kann nicht anders: Die Abenteuer von Neo und seinen Freunden sind einfach unbeschreiblich komisch! Das allgegenwärtige Casting-Unwesen wird trefflich durch den Kakao gezogen. Und wenn man die üblichen menschlichen Verhaltensweisen mit den Augen eines Hamsters sieht, wirkt auf einmal alles doppelt so komisch. Dazu kommt der köstliche Sprachwitz. Doch bei allem Humor wird die Geschichte niemals albern. So ganz nebenbei kann man sogar eine Menge lernen: über Freundschaft und Mut und über den richtigen Umgang mit Tieren.

Sollte sich jemand fragen, warum die Zwischenüberschriften in dieser Rezension gereimt sind: So sind auch die Kapitelüberschriften im Buch.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com

http:// edithnebel.wordpress.com