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Meisen sind bekanntlich sittlich
Unauffällig, nichts zu meckern.
Doch der Mensch ist unerbittlich,
Wenn er anfängt zu bekleckern.
Wie die kleine Meise neulich,
Die vom Bierglas heimlich nippte.
Ende furchtbar, ganz abscheulich,
Weil sie dann nach hinten kippte.
Neben Schmerz in Kopf und Flügeln,
Muss sie für den Spott nicht sorgen.
Nie vermag sie’s auszubügeln,
Blau zu sein, schon früh am Morgen.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Charlaine Harris: Grabesstimmen, aus dem amerikanischen Englisch von Christine Burckhardt, München 2008, dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN: 978-3-423-21051-5, flexibler Einband, 288 Seiten, Format: 12 x 19 x 1,6 cm, Euro 8,95 [D] 9,20 [A], sFr 15,90.
“Manchmal träume ich, dass ich ein Adler bin. Ich kreise über ihnen, entdecke ihre sterblichen Überreste und erfahre auf diese Weise, wie man sich ihrer entledigt hat. (….) Ich finde die letzte Ruhestätte des Jungen, der mit den falschenFreunden in Glas zu viel trank – ein flach ausgehobenes Grab im Kiefernwäldchen. Oft schwebt ihre Seele noch über den sterblichen Überresten, die sie einst beherbergten.”
Harper Connelly, Mitte 20, war ein Teenager, als sie vom Blitz getroffen wurde. Wie durch ein Wunder hat sie überlebt – und diverse Folgeschäden zurückbehalten. Sie leidet unter Kopfschmerzen, Angstzuständen und einer Schwäche in den Beinen. Und: Sie kann seit jenem Tag Tote finden und deren letzte Momente nacherleben.
Harper, in desolaten Familienverhältnissen aufgewachsen und den täglichen Überlebenskampf von klein auf gewöhnt, leistet sich keine Sentimentalitäten. Die unheimliche Gabe betrachtet sie als eine Art Ausgleich für die körperlichen Gebrechen – und als praktische Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zusammen mit ihrem Stiefbruder Tolliver Lang, der als Beschützer und Manager fungiert, reist sie durch die Lande um für private Auftraggeber Vermisstenfälle zu klären.
Ein solcher Auftrag führt die Geschwister in das Touristenstädtchen Sarne, irgendwo in den Ozarks. Sybil Teague, eine vermögende, einflussreiche Witwe, kann nicht glauben, dass ihr Sohn Dell seine Freundin Monteen Hopkins getötet und danach Selbstmord begangen haben soll. Zumal Monteens Leiche nie gefunden wurde. Harper Connelly soll nun Licht ins Dunkel bringen.
Die feindselige Stimmung, die den Geschwistern bei ihrer Ankunft in Sarne entgegenschlägt, ist nichts Neues für sie. Ihre Arbeit ist den Menschen unheimlich. Und manch einer fürchtet wohl, dass gut gehütete Geheimnisse an den Tag kommen könnten, wenn jemand in der Stadt ist, der nur über den Friedhof zu gehen braucht um zu wissen, woran die Menschen dort verstorben sind. In jeder Stadt gibt es auch Zweifler, die sie für Scharlatane halten, die aus dem Leid anderer Menschen Kapital schlagen. Und es gibt Auftraggeber, die sich lieber ihre Illusionen bewahrt hätten, als sich dem zu stellen, was Harper herausgefunden hat.
Harper und Tolliver kennen das alles von früheren Einsätzen. Doch hier in Sarne sieht es so aus, als könnten sie gleich an der Stadtgrenze wieder kehrt machen, so wenig willkommen sind sie.
Mit einem „Werbegeschenk an die Stadt“ – einem lange vermissten toten Jäger im Wald und dem Leichnam eines verwirrten alten Herrn – kann Harper die einflussreiche Clique der Stadt von ihren Fähigkeiten überzeugen. Sie mag unheimlich sein, aber ein Scharlatan ist sie nicht. Sie „darf“ Monteens Leiche suchen und wird tatsächlich in einem Waldstück fündig. Der Leichenfund und ein Besuch am Grab des mordverdächtigen Freundes enthüllen: Der junge Mann hatte nichts mit dem Tod seiner Freundin zu tun. Beide wurden von einer dritten Person getötet.
Damit wäre der Fall für die Geschwister eigentlich erledigt und sie könnten weiterziehen. Doch sie machen den Fehler, Helen Hopkins, die Mutter der ermordeten Monteen, von ihren Erkenntnissen persönlich zu unterrichten. Als Helen kurz danach erschlagen aufgefunden wird, geraten auch die Geschwister ins Visier der Ermittler. Eine schlechte Presse können sie sich nicht leisten, ihr Ruf ist ihr Kapital. Sich einfach klammheimlich davonzumachen, ist also keine Option. Also bleiben sie notgedrungen in der Stadt, in der feindselige, ja gewalttätige Übergriffe gegen sie an der Tagesordnung sind und hoffen auf baldige Klärung des Falls.
Zum Glück sind ihnen nicht alle Einwohner feindlich gesonnen. Tolliver bandelt mit diversen Damen in Sarne an, Harper verliebt sich in den Schwager der ermordeten Monteen, den verwitweten Polizisten Hollis Boxleitner, und denkt ernsthaft darüber nach, sesshaft zu werden. Als sie herausfindet, dass auch Hollis’ Ehefrau, Sally Hopkins, ermordet wurde, wird ihr klar, dass das kein Zufall sein kann. Wer hat Interesse daran, eine komplette Familie auszulöschen? Was wussten die drei Hopkins-Frauen? Wem waren sie und Dell im Weg? Welches Geheimnis ist so wichtig, dass vier Menschen dafür sterben mussten?
Harper und ihr Freund Hollis forschen nach. Das hätten sie lieber nicht tun sollen …
Fans von Charlaine Harris’ Buchreihe um die Gedanken lesende Kellnerin Sookie Stackhouse werden in dieser Reihe vermutlich den schrägen Humor vermissen … und die Vampire. Die Harper-Connelly-Reihe ist melancholischer angelegt als Harris’ erfolgreiche Vampirserie. Es sind Kriminalromane mit einem einzigen übernatürlichen Element: der Fähigkeit der Heldin, Tote zu finden und zu wissen, wie sie gestorben sind.
Der Kriminalfall im vorliegenden Band ist sicher nicht allzu anspruchsvoll konstruiert. Routinierte Krimileser ahnen bald, welcher Art das Motiv ist, das hinter den Mordfällen steckt. Und doch bleibt es spannend bis zum packenden Finale, bei dem sich zeigt, wer hier so viel zu verbergen und verlieren hat. Dieser Startband zu einer neuen Serie macht Appetit auf mehr.
Auch der persönliche Hintergrund von Harper Connelly lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Da sind zum einen die jüngeren Halbschwestern, die eine fürsorgliche Tante den beiden älteren Geschwistern gründlich entfremdet hat. Und da ist Cameron, Harpers älteste Schwester, die vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand, und deren Schicksal noch immer ungeklärt ist. Wird auch sie eines Tages aus dem Grab zu ihrer Schwester sprechen …?
In den USA umfasst die Harper-Connelly-Reihe bereits drei Bände, ein vierter ist angeblich in Arbeit. Wir dürfen also gespannt sein.
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http://edithnebel.wordpress.com
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Auf Hexagon folgt Hexagon,
Am Rand der Weisel spät’rer Thron.
Die Kammern, sorgsam wachsverklebt,
Gesumme, denn die Wabe lebt.
Verwirrend wirkt der Schwänzeltanz,
Gefunkel auch vom Flügelglanz,
Auf Kammern, die mit Staub gefüllt,
Der steten Madenhunger stillt.
Bei Tag und Nacht, jahrein, jahraus,
Betriebsamkeit im Bienenhaus.
Dem Immenfleiß Laudatio,
Dem Imker aber ebenso.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Dem Seepferdchen und der Seekuh
ließ ein Gedanke keine Ruh.
Sie wollten, wie am Land der Mensch,
im Wasser im Wasser bau’n sich eine Ranch.
Hammerhai, Nagelrochen und Sägefisch
zimmern Ställe, Haus und Tisch.
Der Seehund soll den Hof beschützen,
der Seehas in seinem Stalle sitzen.
Blaue, rote Seeanemonen
sollen erblühen auf den Balkonen.
Der Garten wäre schneckenfrei,
käm’ der Seeigel herbei.
Die Merrkatz’ würde mit dem Seehund raufen,
dabei könnt’ diese leicht ersaufen.
Auch Meerschweinchenzucht nur funktionierte,
wenn man Schnorcheln installierte.
So bleibt eine Frage – und zwar diese:
Wie sich das Seegras trocknen ließe?
Denn eine Farm ganz ohne Heu,
das wäre neu.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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So stört mich nicht, ich lege Eier,
Ich laiche Kaviar in Massen.
Die Klumpen nehmt dann aus dem Weiher,
Doch sollt ihr mich am Leben lassen.
So sprach die Störfrau zu den Leuten,
Vergeblich, wie wir alle wissen.
Welch Freude, Rogen zu erbeuten,
Wenn erst die Bauchwand aufgerissen.
Verständlich, dass die Störe häufig,
Auf Rache an den Menschen sinnen.
Sie seh’n die Sache gegenläufig,
Der Stör wühlt in den Fischern drinnen.
Doch Störe zählen zu den Tieren
Und sind aus diesem Grund bescheiden.
Sie würden wahrlich sich genieren
Die Menschen lebend aufzuschneiden.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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So … ein großer Teil der Bilder ist wieder online. Bei den Katzen fehlen noch ein paar, die müssen auf einem der anderen Rechner lagern und folgen schnellstmöglich. Und in den Rubriken „Sonstige“ und „Vögel“ klemmt es auch noch ein wenig, da fehlen noch ein paar besonders reich bebilderte Texte. Sobald ich dazu komme, nehme ich mir die zur Brust, und alles ist wieder so, wie es sich die Autorinnen und Autoren gedacht haben.
Liebe Grüße
Edith
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Im Regenwald von Guayana
Haust ein Leguan, wirklich kein klana.
Er lebt dort sehr einsam,
Das ist für ihn peinsam.
Drum hört man ihn häufig leis’ wana.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Mist, Mist, Mist verflixter!
Zufällig habe ich heute gesehen, dass hier eine ganze Menge Bilder abgeraucht sind … vor allem bei älteren Beiträgen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als sie im Lauf der nächsten Tage und Wochen nach und nach wieder hochzuladen.
Liebe Grüße an alle LeserInnen und AutorInnen.
Edith
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Ein Motorboot-Skipper auf Segeltörn
Claus Beese: Bin ich Segler, oder was?, Illustrationen: Lothar Liesmann, Goldebek 2007, Mohland Verlag, ISBN: 978-3-86675-048-7, flexibler Einband, 167 Seiten, Format: 14,5 x 20,5 x 0,9 cm, EUR 10,00.
Motorboot fahren oder segeln – das ist eine Frage der Weltanschauung. So wie Microsoft-Rechner oder Apple Macintosh … wie Motorräder mit oder ohne Verkleidung … wie Camping-Urlaub oder Hotel.
Als Motorboot-Skipper Claus bei seinem Segler-Kumpel Wolfgang eingeladen ist und in gewohnter Manier über dessen Hobby spöttelt, stellt sich heraus, dass er das, was er hier durch den Kakao zieht, gar nicht aus eigener Anschauung kennt. „Mobo“ Claus ist noch nie gesegelt. Diesem eklatanten Missstand muss unbedingt abgeholfen werden, findet Wolfgang, und lädt Claus zur traditionellen Vatertagstour ein, einem Herrentörn, der diesmal zu den Heringstagen nach Kappeln an der Schlei führen wird.
Claus’ Frau und Tochter sind nicht begeistert, denn anders als ihre Motorboot-Fahrten mit der ganzen Familie ist das hier eine reine Männerveranstaltung. Die Damen müssten zu Hause bleiben. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Ehe es ernst wird mit dem Herrentörn, werden Claus und seine Frau erst mal zu einem Probe-Segelwochenende eingeladen. Schließlich muss Wolfgang ja sehen, wie Claus sich anstellt und welche Kenntnisse er ihm noch auf die Schnelle vermitteln muss.
Auch wenn Claus von all den unbekannten Abläufen und Fachbegriffen nach kurzer Zeit der Kopf schwirrt, findet er doch Gefallen am Segeln. Nur was „mit Lage segeln“ bedeutet, das hätte er vielleicht nicht fragen sollen …
Claus hat sich für den Herrentörn der Segler qualifiziert. Doch bevor es losgeht, muss er sich mit entsprechender Garderobe eindecken. Ein Erlebnis besonderer Art, wenn das neue Outfit nicht die komplette Urlaubskasse aufzehren soll – und wenn die Statur des Skippers nicht den Normen der Bekleidungsindustrie entspricht. Der Skipper hat den Einkaufsstress und der Leser kringelt sich dabei vor Vergnügen.
Dann endlich ist es soweit: Claus und Wolfgang gehen an Bord der BEERS, wo sie auf ihre Mitsegler Manfred und Andreas treffen. Ein Vater-und-Sohn-Team, das sie bis Flensburg begleiten wird. Dort wollen sie ein Segelschiff kaufen und damit die Tour fortsetzen.
Claus steht der Übermacht an seglerischer Kompetenz mit gemischten Gefühlen gegenüber. Sind das nun die großen Könner und er ist der Diesel-Depp? In der Tat läuft es mit der Wissensvermittlung nicht optimal. Wie viele alt gediente Experten können sich auch die Segler nicht mehr so recht in einen Anfänger hineinversetzen. Sie erklären ihm vieles, was er längst weiß, setzen aber wiederum Kenntnisse voraus, die er nicht hat. Dadurch kommt es zu allerlei komischen, peinlichen und auch kritischen Situationen.
Dass er gar keine Ahnung von der Materie habe, das weist Claus allerdings entrüstet von sich. Immerhin hat er mit seinem Motorboot schon einige liegen gebliebene Segler in den sicheren Hafen geschleppt. Angesichts der Geschicklichkeit, mit der seine Segler-Gefährten die anfallenden Arbeiten verrichten, ist ihm jedoch bewusst, dass er noch viel zu lernen hat. Zu allererst vielleicht den korrekten Namen des Gottes der Winde. Und dass man sich nicht mit dem Klabautermann anlegt. Denn wie es aussieht, sind beide nachtragend. Auch der fachgerechte Umgang mit dem heimtückischen Spirituskocher will geübt sein. Wenn man es nämlich so macht wie Claus, tut Kaffee kochen weh. Sogar an Stellen, die der Kaffee normalerweise erst dann passiert, wenn er den Körper wieder verlässt …
Ganz alltägliche Verrichtungen werden an Bord des Segelschiffs auf einmal zu Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.
Auch ein Segel anzuschlagen will gelernt sein und führt beim ersten Versuch lediglich zum Lacherfolg. Und als Claus ein Anlegemanöver fahren soll, während seine Freunde die Segel bergen, wird es sogar richtig gefährlich.
Zum Glück sind die Segler unserem Mobo-Skipper nur auf ihrem Fachgebiet überlegen. Vom Angeln, zum Beispiel, versteht er ungleich mehr als sie. (Hätte er sonst ein Buch zu diesem Thema schreiben können?) Mit recht unorthodoxen Bordmitteln fängt er einen stattlichen Dorsch und bereitet daraus ein Fischfilet zu, nach dem sich seine Kumpels alle zehn Finger lecken. Wodurch er in der Achtung der Herren mächtig steigt.
Wie die Segler es mit vereinten Kräften schaffen, den Preis für das Segelboot herunterzuhandeln, das Andreas in Flensburg kaufen will, das ist ein Kapitel für sich. Der Verkäufer der FLAVA sollte es in seinem eigenen Interesse lieber nicht lesen … Im weiteren Verlauf der Tour helfen die Segler unter anderem einem „Teesieb-Moses“ aus der Patsche und tauschen ihre wohlverdiente Nachtruhe gegen einen Laib Gouda,
Wenn Sie überdies wissen wollen, was Wasserhexen in der Dusche zu schaffen haben, wie Schiffe Weihnachten feiern und was auf dem Heringsfest, dem Ziel des Herrentörns, los war, dann lesen Sie am besten dieses Buch. Es ist überaus vergnüglich, absolut landrattentauglich, aber nur bedingt fürs Lesen in der Öffentlichkeit geeignet. Bei diesen Abenteuern kann man sich das Kichern und Schmunzeln nämlich nicht verkneifen. Die Ilustrationen von Lothar Liesmann tun ein Übriges: Er setzt die skurrilsten Szenen gekonnt ins Bild.
Auch für dieses Buch des Autors gilt: Wer Spaß an witzigen, pleiten-, pech- und pannenreichen Erlebnisberichten seiner Mitmenschen hat und dann und wann ein winziges Bisschen Schadenfreude erübrigen kann, dem sei dieses Büchlein empfohlen.
Homepage des Autors: http://www.claus-beese.de
Homepage des Illustrators: http://www.lothar-liesmann.de
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http://edithnebel.wordpress.com
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Vornehm stelzt der Silberreiher
Aus dem Unterholz.
Nobelmann an Teich und Weiher,
Silber ist sein Stolz.
Graue Reiher, Störche, Schwäne,
Grüßt der Feine nicht.
Gar nichts Edles hat die Szene,
Nur das Silber sticht.
Kommt ein Vogel angeflogen,
Nennt sich Goldfasan.
Wahrlich, wirklich nicht gelogen,
Ist was Wahres dran.
Spricht er zu dem Silberigen,
Dem dies kaum gefällt,
Solltest jetzt nach Hause fliegen,
Gold regiert die Welt.
Nimrod will ein Zierstück haben,
Schönstens präpariert.
Wählt den Goldfasanenknaben,
Weil er besser ziert.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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