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Der Reif, gefor’ner Wintertau,
Hängt im Netz der klammen Spinne.
Am Rad der Achtbeinwebefrau
Hält so mancher gerne inne.
Kristallen glänzen Silberfäden,
Durchgedrückt von feuchter Last.
Das Glitzerspiel bezaubert jeden,
Der verweilt zu kurzer Rast.
Der Sonnenstrahl nach kühler Nacht
Lässt das Netzwerk hell erglühen.
Es wehrt der Reif sich ohne Macht,
Um dann langsam zu verblühen.
Foto: http://www.pixelio de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Schwer sehbehindert war ein Falter,
So sah’s zumindest seine Frau.
Sie schickte ihn mit ‘Geh schon, Alter!’
Zum Augenarzt Herrn Doktor Pfau.
Herr Pfau, als Freizeitmaler gut,
War falterärztlich Dilettant.
Ihm war trotz stolzem Doktorhut
Die Augenkrankheit nicht bekannt.
Das wollte er nicht eingesteh’n
Und pinselte dem Falter Augen
Auf beide Flügel, schön zu seh’n,
Obwohl sie nicht zum Schauen taugen.
Der Falter freute sich darob,
Er wirkte jetzt auf manche Dame.
Für Pfauens Augen gab es Lob.
Kein Rätsel ist ab nun der Name.
Foto: http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Geschichtenweber (Autorengruppe): Pandaimonion – Die Formel des Lebens; Nittendorf 2007, Wurdack-Verlag; ISBN-13: 978-3938065237-3, 214 Seiten; Format: 14 x 21 x 1,9 cm, EUR 10,95
Das Konzept
„Die Formel des Lebens“ ist ganz ohne Zweifel ein Kurzgeschichtenband: 11 Storys von 11 verschiedenen Autoren. Das Buch ist aber auch ein Beweis dafür, was man aus so einem Konzept machen kann, wenn man durchdachte Vorgaben und ein erfahrenes Autorenteam hat. Unter diesen Startbedingungen wurde hier nämlich aus einer Kurzgeschichtensammlung ein Episodenroman gemacht, der die Geschichte einer Familie im Verlauf mehrerer Jahrhunderte erzählt.
Wie der Titel schon andeutet, ist es keine x-beliebige Familiensaga, sondern eine, die auf den Spuren von Mary Shelley, H. P. Lovecraft und Edgar Allan Poe wandelt: Phantastik mit einem Schuss Horror.
„Ex faece inferna terrarum surge“ – Erhebe dich aus dem untersten Bodensatz der Erde.
Das ist die Formel, die Alexander Draganov beim Studium eines Paracelsus-Manuskripts entschlüsselt. Die Formel, mit der man künstliches Leben schaffen kann und die fortan von Generation zu Generation in der Familie Draganov weitergereicht wird. Selten zum Wohl und Nutzen derer, die sie anwenden …
Die nun folgenden Geschichten der Familie Draganov und ihrer Geschöpfe beginnen um 1790 und reichen bis in die Gegenwart. Ein chronologischer Streifzug nicht nur durch die Geschichte der Familie sondern auch durch die Geschichte Europas.
Die einzelnen Episoden sind locker miteinander verbunden, bauen zum Teil aufeinander auf. Immer wieder wird Bezug genommen auf Ereignisse und Personen aus vorangegangenen Geschichten. Eine Verzahnung und Verknüpfung, die für die Autoren sicher einen enormen Abstimmungsaufwand bedeutet hat. Doch die Mühe hat sich gelohnt.
Die Geschichten
1. Bernhard Weissbecker: DER SINN DES LEBENS
Zwei Mal bereits hat Claudius Draganov die lebensmüde Christine zu neuem Leben erweckt. Doch Christine sieht keinen Sinn mehr im Dasein. Draganov spricht den Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe an. Kann er, der Autor von „Die Leiden des jungen Werther“, Christine Lebensmut zusprechen?
2. Timo Bader: DIE FRUCHT DER NACHTSCHATTEN
David jagt „das Monster von Marburg“, das anscheinend wahllos ehrbare Bürger tötet. Doch das ist nicht sein einziges Problem: Er liebt die Pfarrerstochter Johanna, die dem verschollenen Soldaten Anton versprochen ist. Als Anton nach Jahren wieder auftaucht, droht die Katastrophe. – Wo hier die Draganovs in Spiel kommen und welcher der Akteure der künstliche Mensch ist, werde ich an dieser Stelle nicht verraten.
3. Maike Schneider: NEUES LEBEN
Die junge Waise Isabella von Draganov weiß nichts von der Formel des Lebens. Aber ihr zwielichtiger Vormund Hendrik von Falkenstein ist dahinter her. Isabella mag jung sein, doch sie ist klug und belesen und erkennt eine Chance, wenn sie sie sieht …
Hier kommt erstmals eine neue Zutat bei der Erschaffung des künstlichen Lebens ins Spiel: Mumienstaub. Und der hat eine ausgesprochen nachhaltige Wirkung.
4. Michael Buttler: DIE GEHEIMNISVOLLE KOMTESS
Mysteriös, intelligent und ungewöhnlich gebildet ist die schöne Komtess aus dem Hause Draganov. Und sie hat eine reichlich unkonventionelle Vorstellung von einer „Patchwork-Familie“ …
5. Dorothee Kaiser: MEMENTO MORI
Keine Schauspielerin ist in den Augen des Autors Alexander Draganov würdig oder auch nur in der Lage, die Hauptperson in seinem Theaterstück zu verkörpern. Also schafft er sich selbst eine: Er erweckt eine Statue zum Leben. Doch „Diana“ kann zwischen Bühne und Realität nicht unterscheiden …
6. Marion Charlotte Mainka: PANTA RHEI
Philippa Boyens hat den Verdacht, dass Lord Vladislav Draganoff, sie um ihr Erbe betrogen hat. Ihre bulgarische Großtante könnte Licht ins Dunkel bringen, doch leider ist die Dame schon tot. Philippa hat eine Idee: Ein Medium soll mit der Verstorbenen Kontakt aufnehmen. Aber auch im Jenseits verfolgt man eigene Interessen und so läuft die Séance ziemlich aus dem Ruder …
7. Claudia Hornung: DIE LETZTE VORSTELLUNG
Was stimmt nicht mit der bulgarischen Zirkusartistin Katharina? Ist sie tatsächlich unverwundbar? Medizinstudent Tomas will es unbedingt herausfinden und verliebt sich dabei in die geheimnisvolle Schöne. Doch die Wahrheit über sie ist schwer zu begreifen – und noch schwerer zu ertragen …
8. Jörg Olbrich: HERZ AUS STEIN
Andrej Draganov hat eine, wie er meint, geniale Idee: Er verschafft sich mit Hilfe der Formel einen Doppelgänger, der ihn im Alltag vertreten soll, damit er ungestört seine Forschungen betreiben kann. Allerdings entwickelt der Doppelgänger schon bald eigene Ansichten …
9. Hannah Steenbock: DIE ARISCHE FRAU
SS-Untersturmführer Rudolf von Draganov hat ein Problem: Man erwartet von ihm, dass er heiratet und eine Familie gründet. Doch er bevorzugt männliche Partner. Eine Alibi-Gattin muss her. Draganov macht es wie seine Vorfahren Alexander und Andrej und erweckt eine Statue zum Leben. Ob er damit mehr Glück hat als seine Verwandten …?
10. Oliver Hohlstein: SIMULATION
Auch wenn man die Formel des Lebens in Unkenntnis der Sachlage ausspricht, tut sie ihre Wirkung. Susanne liest den Satz von einem herumliegenden Zettel ab, als ihr Kumpel Michael gerade am Computer simuliert, was im Fall einer atomaren Verstrahlung passiert. Das hat dramatische Folgen …
11. Nina Horvath: DIE GETEILTE SEELE
Der Musiker Kamil Draganov erbt eine Kassette mit Familienpapieren. Das Theaterstück von Alexander Draganov ist darunter – und auch die Formel des Lebens. Auch wenn Kamil nicht so recht an die alten Familiengeschichten glaubt, fände er es ganz interessant, sich mal mit dem verstorbenen Autor über sein Werk zu unterhalten. Er besucht Alexanders Grab und beginnt, mit einem Knochensplitter zu experimentieren …
Nebenfiguren aus der einen Geschichte werden zu Hauptfiguren in der anderen und umgekehrt. Eine besonders interessante Dame aus dem Hause Draganov, die Komtess, ist gar Hauptperson in zwei aufeinander folgenden Beiträgen (NEUES LEBEN/DIE GEHEIMNISVOLLE KOMTESS). Das kommt nicht von ungefähr: Diese außergewöhnliche Lady hätte das Zeug zu einer Romanheldin!
Die eine oder andere Geschichte bringt so viel Personal und Stoff mit, dass es den Rahmen einer Kurzgeschichte beinahe zu sprengen droht. Da endet dann eine ausführlich erzählte Episode plötzlich sehr schnell (DER SINN DES LEBENS). Oder es wird „personell“ streckenweise leicht unübersichtlich (DIE FRUCHT DER NACHTSCHATTEN). Doch eine verschwenderische Fülle von Ideen ist ja nichts, was man einem Autor ankreiden muss.
„Die Formel des Lebens“ ist ein gelungenes Experiment der Geschichtenweber. Phantastik an der Grenze zum Horror, Kurzgeschichten an der Grenze zum Roman. Fesselnd, unterhaltsam, ungewöhnlich. Solche interessanten Projekte können sie gerne öfter in Angriff nehmen.
Hat eigentlich jemand daran gedacht, dem Buch eine eigene Beschwörungsformel mit auf den Weg zu geben? Oder muss man dazu ein echter Draganov sein? Wenn nicht, schlage ich vor: Erhebe dich in den Rang eines Bestsellers!
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http:// edithnebel.wordpress.com
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Tina Zang: Der Karate-Hamster legt los, Band 1; München 2007, Ars Edition; ISBN-13: 978-3760716213, 152 Seiten; mit Plüsch auf dem Umschlag. Covergestaltung und schwarz-weiß-Illustrationen im Buch von Claudia Fries; für Leserinnen und Leser ab 8 Jahren; Format: 21,7 x 15,5 x 2 cm, EUR 8,95 [D]; EUR 9,20 [A]; CHF 16,95
Partner seid ihr ab sofort –
Da hilft euch kein Widerwort!
Eigentlich sind Hamster ja Einzelgänger. Doch der geschäftstüchtige Inhaber einer Tierhandlung schafft es, der 12-jährigen Japanerin Kira und ihrem jüngeren Stiefbruder Heiko gleich drei davon aufzuschwatzen. Damit sind die kleinen Nager und ihre Menschen Schicksalsgenossen: Die Hamster werden ungefragt zu „Zwangsfreunden“, genau wie Kira und Heiko durch die Heirat ihrer Eltern ungefragt zu „Zwangsgeschwistern“ wurden.
Es hilft alles nichts – Menschen und Nager müssen sich mit der neuen Situation arrangieren. Das tut jeder auf seine Weise, und schon bald geht’s mächtig rund im Haushalt Yusumi-Putz.
Nur ein Irrer
Ärgert Kira
Schon der Heimtransport der drei Hamster verläuft nicht ohne Zwischenfälle: Kira und Heiko begegnen Marcel und Boris, zwei miesen Mobbern aus der Schule, die sich gut dabei vorkommen, jüngere Schüler abzuziehen. Unter Androhung von Gewalt wollen sie von Heiko Geld erpressen. Doch sie haben die Rechnung ohne Kira gemacht, die sich von solchen aufgeblasenen Möchtegern-Helden denkbar unbeeindruckt zeigt. Aus gutem Grund …
Karatestunde –
Erste Runde
Die karatebegeisterte Kira, die seit frühester Jugend in der Kampfsport-Schule ihres Vaters Unterricht nimmt, benennt die drei Hamster nach ihren Filmidolen: Neo, Lee und Chan. Der drahtige, abenteuerlustige Neo ist hingerissen von der Idee, im Haushalt eines Karatelehrers gelandet zu sein und möchte am liebsten sofort selbst Unterricht nehmen. Sein Kumpel Chan denkt dagegen nur ans Fressen und Lee ist, ganz im Gegensatz zu seinem menschlichen Namensvetter, ein Weichei und ein Jammerlappen und hat für Neos Ambitionen nicht das geringste Verständnis.
Die Gelegenheit zum Karatetraining ergibt sich schneller, als Neo gedacht hat. Versteckt in Kiras Maskottchen schmuggelt er sich in die Trainingsstunde. Und als wären Kampfsportübungen für den kleinen Hamster nicht schon aufregend genug, wird just an diesem Abend im Dojo eine Straftat verübt!
Im Dojo gibt es einen Dieb,
das weckt des Hamsters Schnüffeltrieb
Einem der Karatetrainer wird die Brieftasche aus der Umkleidekabine gestohlen. Kira und ihr Schulkamerad Jan machen sich Gedanken über den Vorfall. Ist vielleicht Kiras Zwangsbruder Heiko der Täter? Schließlich hat er immer noch „Schulden“ bei der Mobber-Gang.
Wäre es nicht toll, wenn sie den Fall aufklären könnten? Sie packen Neo, Lee und Chan als Teamverstärkung in ihren Rucksack und beschatten Heiko. Dabei kommt es erneut zu einem Zusammenstoß mit den miesen Mobbern. Haben diese beiden – direkt oder indirekt – mit dem Fall zu tun?
Ach du Schreck –
Hamster weg!
Bei der anschließenden Tatortbegehung hat Neo einen Geistesblitz. Jetzt weiß er, wer der Täter ist! Doch ehe das tierisch-menschliche Detektivgespann dem Verdacht nachgehen kann, wird unser Karatehamster entführt!
Können ihm seine Freunde rechtzeitig zu Hilfe eilen? Werden sie den Dieb tatsächlich dingfest machen? Lernen die miesen Mobber ihre Lektion? Und … wo sind Lee und Chan?
Ob alt, ob jung:
Begeisterung!
Nach der Mica-und-Marty-Trilogie, in der eine abenteuerlustige Ratte die Hauptrolle spielt, ist der „Karatehamster“ der zweite saukomische Nager, der Tina Zangs Phantasie entsprungen ist.
Sämtliche Kapitelüberschriften sind gereimt, so wie ich es hier in Rezension nachzuahmen versucht habe. Und wenn Kira beim Hausaufgabenmachen missmutig vor sich hingrummelt und die Hamster sich wundern „was für merkwürdige Fächer die Kinder in der Schule hatten: Grammatikschrott, Beknackte Vokabeln und Scheißbruchrechnen“, dann grinst oder kichert der Leser, ganz egal, wie alt er ist. Auch der hypochondrische Hamster Lee und sein verfressener Kumpel Chan sind für so manchen Lacher gut.
Witzig, spritzig und spannend ist die Geschichte vom Karatehamster und ganz nebenbei lernt man noch ein bisschen etwas über Hamster und Karate. Über Mobbing und über Freundschaft ebenfalls. Vielleicht sind die Zwangspartnerschaften in diesem Fall doch nicht ganz so ätzend wie von Mensch und Tier zunächst befürchtet …
Neos Abenteuer gehen weiter:
Frühjahr 2008 – „Der Karatehamster startet durch“
Herbst 2008 - „Der Karatehamster hebt ab“
Na denn: Mach weiter so, Neo! Gib den bösen Buben Saures!
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http:// edithnebel.wordpress.com
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Frau Feuersalamander trauert,
Ihr Kind ist unbemerkt verschwunden.
Ihr Mann, der unterm Farnkraut kauert,
Lacht laut und peinlich unumwunden.
Er fragt die Mutter so zum Schein,
Wie groß und alt das Kind denn sei.
Da fällt der Dame gar nichts ein,
Die Brut ist nämlich pflegefrei.
So kennt das Kind die Mutter nicht,
Genauso freilich umgekehrt.
Ich hoffe dieser Sachbericht
Hat kurz und bündig aufgeklärt.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Ein Hund mit roter Seidenmasche
Meint, er wäre noch ein Wolf.
Er knurrt aus Frauchens Umhängtasche
Auf dem Weg zum Minigolf.
Wie soll der Hundeknirps auch wissen,
Dass er längst kein Wolf mehr ist?
Genetisch ja, doch passt ein Kissen
Schlecht zu Tapferkeit und List.
Dem Hündchen ist dies einerlei,
Träumt es doch von Ahnentaten.
Da fraß es noch ganz nebenbei
Enkelkind samt Omabraten.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Zum Schutze erbaut wurd’ die felsige Wehr,
Bänder aus Steinen, Atollriffen gleich.
Sie brechen die Wellen und glätten das Meer.
Vielen ein sicheres, heimelndes Reich.
So klettern die Krabben geschickt auf den Stein,
Knabbern bei Ebbe den Algenflor an.
Die Seerose zieht ihre Fangarme ein,
Seepocken fächeln sich Plankton heran.
Garnelen verhelfen sich zuckend nach vor.
Möwen betrachten die Szene genau.
Die Muscheln, gebündelt wie Blumendekor,
Stellen sich wasser- und schutzlos zur Schau.
Ein Eden für Fische, Versteck und Revier.
Seesterne gleiten auf fünffachem Bein.
Der Oktopus lauert auf Essbares hier,
Drückt sich in winzigste Nischen hinein.
Obwohl noch in Faunagedanken vertieft,
Sprech’ ich ein frommes Erhörungsgebet.
Ich hab’ mich bei Ebbe aufs Felswerk gehievt.
Flut hat mir Bleiklotz den Mut abgedreht.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Die Palmenwedel schunkeln heiter,
Verneigen sich zur Promenade.
Zwei Möwen, weiße Aufwindgleiter,
Entschweben meerwärts dem Gestade.
Die Zehen tief im Sand versteckt,
Den Kopf vom bunten Schirm beschattet,
Verfalle ich, so hingestreckt,
In Schlaf, vom Müßiggang ermattet.
Ein Schiff erscheint am Horizont,
Die Mannschaft ähnelt Meeresfischen.
Sie werfen Netze, was sich lohnt,
Denn Menschen zappeln bald dazwischen.
Verstört entkomme ich dem Schlummer,
Dann renn’ ich ins Hotel zurück.
Dem Koch erzähl’ ich meinen Kummer
Und kriege Pasta, welch ein Glück!
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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