Weltgrösste Tiergeschichtensammlung


Rund um die Drossel
1, 31 August, 2007, 1:19
Gespeichert unter: Rosmaringo

Die Drossel sitzt mit Ehefrau
Im Gras und wartet auf den Wurm.
Sie sagt zum Manne, schau genau,
Sonst fängst du nichts, du Riesensurm!

Der Drosslerich ist schwer beleidigt,
Er schafft ihr, halt die Drosselklappe!
Weil Drosselinchen sich verteidigt,
Beginnt ein Streit – und nicht zu knappe.

Die Polizei vermochte später
Das Mordmotiv nicht einzunorden.
Das Opfer aber ist vom Täter
Mit Sicherheit erdrosselt worden.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Fehlzüchtung
1, 31 August, 2007, 1:18
Gespeichert unter: Rosmaringo

Hunde, haarlos, zwerggeformt,
Rückenkrüppel, Beißmaschinen,
Züchtungziel pervers genormt,
Muss es doch dem Absatz dienen.

Arme Hunde, Kunstgeschöpfe,
Abgerichtet, nicht zu weichen,
Traum jedoch verwirrter Tröpfe,
Die ihr Ego unterstreichen.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Furcht einflößend
1, 31 August, 2007, 1:17
Gespeichert unter: Rosmaringo

Zwei Löwen, steingemeißelt, wachen
Am Stiegengang zum Wandelgarten.
Der eine scheint verschämt zu lachen,
Den andren nervt das Dauerwarten.

Wie soll ein Löwe, ganz aus Stein,
Im Fall der Fälle wirklich handeln?
Trotz dieser Einsicht lass ich’s sein,
Verzichte einfach lustzuwandeln.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Salamander zur Feuerwehr?
1, 28 August, 2007, 10:52
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Der junge Feuersalamander
Hat nicht alle beieinander.
Er fürchtet Feuer wie die Pest,
Was auf Schlimmes schließen lässt.

Ein Salamander dient gewöhnlich,
Weigerung stimmt unversöhnlich,
Ganz jung schon bei der Feuerwehr.
Brandschutz ist des Lurches Ehr’.

Der junge Spund im Feuerkleid
Sagte stets, es tät’ ihm Leid.
Den Kröten, Unken, Olmen, Fröschen
Würde gleichfalls schlecht beim Löschen.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Spieglein, Spieglein,…
1, 27 August, 2007, 10:36
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An einen Wiesenteich zur Tränke
Trottet durstig eine Kuh.
Wie herrlich, diese Wasserschänke,
Blau und glatt, ein Ort der Ruh.

Da sieht das Rind sein Ebenbild,
Umgekehrt jedoch, sich laben.
Die Weidekuh erregt sich wild,
Will das Tier zum Teufel haben.

Sie droht und senkt den Hörnerschädel,
Stampft mit ihren Doppelzehen.
Das umgedrehte Rindermädel
Ahmt sie nach, ganz klar zu sehen.

Noch durstig, aber angewidert,
Sucht die Kuh jetzt vis a vis.
So offensichtlich angebiedert
Hat sich selten noch ein Vieh.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Harmlose Frage
1, 27 August, 2007, 6:28
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Ein Fröschlein fragte bei Bekannten,
Ob Nacktheit nicht zum Anstoß führe.
Beim Krötenvolk, den Anverwandten,
Erblickt man Warzen und Geschwüre.

Es waren Unken, die es fragte,
Mit ebenfalls genarbtem Rücken.
Die nahmen übel, was es sagte.
Der Frosch hüpft neuerdings auf Krücken.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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e und ä
1, 27 August, 2007, 6:26
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Tirilierend flog die Lerche
Über Weizenfelder hin.
Sinnend folgte eine Lärche
Diesem Spiel im Äther drin.

Ach wie schön’s im Himmel wäre,
Dachte sich der Nadelbaum.
Nah dem Schäfchenwolkenmeere,
Ewig wohl ein Lärchentraum.

Mächtig wuchs der Stamm, die Krone,
Denn man wollte es so droben.
Staunt und seht, wie zweifelsohne
Lärch’ und Lerch’ den Herrgott loben.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Rouge
1, 27 August, 2007, 6:25
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Flamingos sind, wie bärt’ge Geier,
Sehr eitel, was ihr Kleid belangt.
Gefieder weiß, welch fade Leier,
Ein Rotton ist’s, der bauchseits prangt.

Wie kommt die Farbe in die Federn,
So fragen int’ressierte Laien.
Entsteht sie, wenn sie Gulasch schledern,
Gar reife Paradeiser speien?

Der Fachmann weiß, die Rotverwindung
Im Geier- und Flamingokleid
Ist Eisen-Sauerstoffverbindung
Und Karotin, das ausgeseiht.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Äskulap
1, 27 August, 2007, 6:24
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Äskulap, der Heilkunstgott,
Hasste Hunde wie auch Katzen.
Doch durchs Kurhaus hüpften flott
Scharen Mäuse, tausend Ratzen.

Hilflos sah der Grieche immer,
Was die Nagetiere trieben,
Nahm ein Schlangenpaar ins Zimmer,
Keine Ratte ist verblieben.

Äskulap wollt’s nicht verschweigen,
Ehren sollte man die Kriecher.
Apothekenschilder zeigen
Heute noch die Schlangenviecher.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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Wiesenkrimi
1, 24 August, 2007, 10:30
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Meuchelmord im Rosengrund,
Getarnte Täter schlagen zu.
Wespenleiche, Schreckensfund,
Ermittlung auch am Frauenschuh.

Diese Meldung schockt die Wiese,
Gewürm, Gekrabbel voller Grauen.
Urvertraun in tiefer Krise,
Verängstigung, wohin wir schauen.

Spinne Klara Augustine
Bemerkt nicht Angst noch Unbehagen,
Schielt und meuchelt eine Biene,
Den Inhalt saugt sie in den Magen.

Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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