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„Sei schön brav, Minka!“, sagte Herr Zippola noch, als er die Tür schloss.
Aber Minka dachte nicht daran und verwüstete das Wohnzimmer.Sie fing die Goldfische aus ihren Gläsern und kletterte die Vorhänge hoch, danachwar die Küche dran, die ebenfalls bald saumäßig aussah!
Sie verwüstete das ganze Haus, und als Herr und Frau Zippola nach Hause kamen, war alles nur noch ein heilloses Durcheinander! Minka lag in ihrem Korb und schlief.
Frau Zippola sagte:
„DIESE Katze kann man auch keine Stunde allein lassen! Komm, John, lassen wir sie schlafen, sie ist mit Sicherheit vollkommen fix und fertig.“
Autor: Sabine Hagemann, 13 Jahre
s-hagemann@versanet.de
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Die Herden der Waldelefanten
Bestehen aus Töchtern und Tanten,
Aus Söhnen und Basen.
Am Herdenrand grasen
Verschämt die entfernten Bekannten.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Pleiten, Pech und Pannen an Bord eines Motorboots – und an Land
Claus Beese: Voll voraus, DODI! – Neue Abenteuer von der Waterkant, Illustrationen: Lothar Liesmann, Goldebek 2006, Mohland Verlag, ISBN: 978-3-86675-021-0, flexibler Einband, 156 Seiten, Format: 20,5 x 14,5 x 0,9 cm, EUR 10,00.
Wikinger-Gene hat er, der Skipper Claus, deshalb zieht es ihn mit seinem Motorboot DODI und seiner Seejungfrauen-Crew – Ehefrau und Tochter – im Urlaub in Richtung Dänemark. Landratten haben ja nicht die leiseste Ahnung, was man mit so einem Motorboot alles erleben kann, und dass man diese Art des Freizeitvergnügens ungestraft als eines der letzten Abenteuer bezeichnen darf!
Die Reise fängt schon sehr vielversprechend an: An einem heißen Sommertag wollen in Lintig mehrere Schiffe gleichzeitig die Schleuse in Richtung Elbe passieren. Statt elegant per Knopfdruck den Schleusungsvorgang auszulösen, erwischt so ein Unglücksrabe den NOTAUS-Schalter – und nun geht gar nichts mehr. Die Schiffe sitzen in der Schleuse fest und der Schleusenmeister, der sie wieder befreien könnte, ist übers Wochenende zum Angeln gefahren. Schöne Aussichten!
Was macht man so einer Situation? Randalieren? Still verzweifeln? Die Schiffsbesatzungen beschließen stattdessen, eine Party zu feiern, schmeißen den Grill an und dezimieren ihre Alkoholvorräte. Und so staunt der Schleusenmeister nicht schlecht, als er schließlich zur Befreiungsaktion anrückt …
Die nächsten Turbulenzen lassen nicht lange auf sich warten, als eine der Seejungfrauen – des Skippers Teenie-Tochter Claudia – beim Schwimmen im Hafenbecken von Bederkesa eine „tote Leiche“ findet. Der Auflauf, den dieser Fund auslöst, ist TATORT-reif: vom Bürgermeister bis zum Katastrophenschutz, von der DLRG bis zur Feuerwehr ist alles da, was Rang und Namen hat. Die Kinder und Kurgäste freuen sich über die aufregende Abwechslung. Nur Schneidermeister Kiekbusch hat einen schmerzlichen Verlust zu beklagen …
Die Szene der Freizeitskipper ist überschaubar. Man kennt sich. Und so muss man in fremden Häfen unbedingt darauf achten, dass man alle eventuell anwesenden Funktions- und Würdenträger des Vereinswesens angemessen begrüßt. Manchmal empfiehlt es sich jedoch auch, sich von Bekannten fern zu halten und sie schlicht zu verleugnen. Der wild aussehende Piratenkapitäns-Urenkel Kalli Flint ist so ein Fall. Vom Kochen versteht er ungleich mehr als von der Seefahrt. Doch im dänischen Hafen von Sonderburg ist er anscheinend an seinen Kernkompetenzen gescheitert … oder wie sonst ist zu erklären, dass er statt der Steaks den Steg gegrillt hat? Nein, mit den peinlichen Schandtaten dieses Chaoten möchte die Besatzung der DODI nichts zu tun haben – auch wenn die Geschichte vom flambierten Steg saukomisch ist.
Da blamiert man sich doch lieber selber. So wie Heinz, Kapitän der PINGO, ein Kumpel unseres Skippers. Beim Versuch, von einem Gummiboot aus den Wasserpass seines Motorboots zu reinigen, verunglückt er und gerät in eine hilflose Lage: Unfähig, die Beine zu bewegen, steckt er in dem defekten Gummiboot fest und droht aufs offene Meer hinauszutreiben. Die Rettungsaktion verläuft ziemlich entwürdigend – und ausgerechnet „Darling Bügelfalte“, der prollig-ordinäre Hamburger Skipper mit den Goldkettchen, den Heinz und Claus von früheren Begegnungen her in unguter Erinnerung haben, wird Zeuge der peinlichen Aktion. Er macht sogar noch Fotos davon! Das schreit nach Rache. Unsere beiden Skipper sehen rot … in mehr als einer Hinsicht. Mehr sei hier nicht verraten.
Ach, und das ist noch lange nicht alles! Wir erfahren, warum „Gummidänen“ mitten im Sommer bei Regenwetter Weihnachtslieder singen … weshalb es nicht immer gut ist, „Schwein“ zu haben … und dass mit den Wetterkapriolen auf See durchaus nicht zu spaßen ist. Eine Fahrt bei Sturm oder Nebel kann leicht ins Auge gehen, vor allem, wenn Chaoten-Seemann Kalli Flint unterwegs ist, der Piraten-Enkel. Da kommt die DODI gerade zur rechten Zeit um das Schlimmste zu verhindern. Kalli bedankt sich nicht nur mit „Labskaus für alle“, sondern verrät auch noch sein Rezept dafür. Und das will bei einem Profi-Koch was heißen. Auf Seite 126 steht’s. Wer es also mal nachkochen möchte …
Sturm und raue See wären um ein Haar auch der Bordkatze der PINGO zum Verhängnis geworden. „Ich dachte, ich seh nicht richtig. Unsere Katze hing senkrecht an der Klotür“, erzählt Elfi, die Bestfrau der PINGO. „Der Brecher musste sie durch die Kajüte geschleudert haben und die hatte alle Krallen in die Türfüllung geschlagen, um Halt zu finden. Na, den hatte sie jetzt. Sie bekam nämlich ihre Krallen nicht mehr aus dem Holz heraus und hing völlig hilflos an der Tür.“
Jetzt ist guter Rat teuer. Wie die Katze heil wieder von der Klotür runterkommt, das ist ein Kapitel für sich. Bei den tumultartigen Szenen kommen zum Einsatz: ein Löschzug der Feuerwehr, ein Rettungswagen, ein Tierarzt und ein Tischler. Nicht zu vergessen der Hafenmeister, die Polizei sowie diverse „Schaulästige“. Ich rate übrigens dringend davon ab, speziell dieses Kapitel in der Öffentlichkeit zu lesen. Oder nur, wenn es Ihnen egal ist, was die Leute von Ihnen denken. Es besteht nämlich akute Laut-Loslach-Gefahr!
Man muss nicht unbedingt etwas von der christlichen Seefahrt verstehen, um an den unterhaltsamen Abenteuern der DODI Gefallen zu finden. Auch eingefleischte Landratten wie die Rezensentin haben sich darüber amüsiert. Manche Szenen laufen wie Slapstick-Filme vor dem geistigen Auge des Lesers ab. Wer Spaß an witzigen, pleiten-, pech- und pannenreichen Erlebnisberichten seiner Mitmenschen hat und dann und wann ein winziges Bisschen Schadenfreude erübrigen kann, dem sei dieses Büchlein empfohlen.
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http://edithnebel.wordpress.com
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Ein deutsch-englischer Liebesroman aus der Reihe „Girls in Love“. Englischlernen mit Spaßgarantie!
Christine Spindler: Love Takes a Detour – Liebe auf Umwegen. München 2006, Langenscheidt, ISBN: 978-3468204715, flexibler Einband, 159 Seiten, Format: 11 x 18 x 1,1 cm, EUR 7,95.
„Ich weiß nicht, wie man um einen Jungen kämpft“, stellt die 14-jähige Nike Klapdor fest. „Ich weiß nur wie man mit einem Jungen kämpft.
Ihre Freundinnen wundert das nicht, besteht doch der Klapdorsche Haushalt überwiegend aus Männern: aus dem exzentrischen Großvater, aus Nikes Vater und ihren drei Brüdern. Nikes Mutter ist Opernsängerin und viel unterwegs. Derzeit lebt und arbeitet sie in Mailand.
Damit die Kids und der spleenige Opa nicht „allein und unbeaufsichtigt rumhängen“, haben die Eltern ein englisches Au-pair-Mädchen engagiert. Nike freut sich schon sehr auf weibliche Verstärkung – und fällt aus allen Wolken, als sich Au pair Chris als junger Mann entpuppt.
Nikes Freundin Annika, die bisher eher auf Spinnen und Totenköpfe stand, ist sofort Feuer und Flamme für den sympathischen Briten. Doch Chris ist nur nach Deutschland gekommen, um seiner Freundin Juliet nahe zu sein, die ebenfalls als Au pair in der Stadt ist. Aber das kann Nike ihrer verliebten Freundin unmöglich sagen.
Auch Nikes Freundin Cathy – ihre Klassenkameradin aus der Zeit, als die Familie in London lebte – hat Liebeskummer. Im Chat und per E-Mail tauschen sich die beiden Mädchen darüber aus. Cathy steht auf den Musiker Jamie, doch ihre Mutter, eine Werbetexterin, die die Werbeslogans immer sofort ausspricht, wenn sie ihr einfallen, bringt mit dieser Marotte den jungen Mann derart in Verlegenheit, dass er die Flucht ergreift.
Alle Welt scheint verliebt zu sein, selbst Opa wandelt auf Feiersfüßen und auch Nikes Sandkastenfreund und Aikido-Kumpel Marco ist verknallt. Nur die burschikose Nike scheint gegen diesen Bazillus immun zu sein. Aber warum ist es ihr dann so gar nicht Recht, wenn sie Marco mit ihrer Freundin Gina Händchen halten sieht?
Ein Psychotest aus einer englischen Mädchenzeitschrift bringt es an den Tag: Nike liebt Marco! Aber Marco liebt Gina. Oder etwa nicht …?
Bis jeder Topf seinen Deckel gefunden hat, gibt es noch jede Menge urkomischer Verwicklungen. Oder wie sonst sollte man es bezeichnen, wenn Nike den britischen Au-pair- Boy in bizarrer Verkleidung verfolgt und observiert? Oder die skurrilen Szenen beschreiben, die entstehen, wann immer Cathy versucht, sich bei ihrem Schwarm Jamie für das sonderbare Verhalten ihrer Mutter zu entschuldigen? Auch die „Love is in The Air-Party“ bei Marcos Tante Hella hat zweifellos ihre Momente. Und natürlich die Grillparty bei Klapdors, die ein wenig aus dem Ruder läuft …
Ein Opa, der die Tollheiten der Jugend nachholt und im reifen Alter noch zum Punk wird, der kleine Bruder, der absichtlich oder unabsichtlich, alles falsch versteht, der verpennte große Bruder, der Faultier-Gene haben muss, die Mutter, die in Werbetexten spricht … wen diese Anhäufung von liebenswerten Exzentrikern an die Kinderbuchhelden von Tina Zang erinnert, liegt vollkommen richtig: Bücher für Teenager und Erwachsene schreibt die Autorin unter dem Namen Christine Spindler.
Aus der Langenscheidt Pressmitteilung Januar 2006:
Nikes Abenteuer in „Love Takes a Detour – Liebe auf Umwegen“ von Christine Spindler bilden den Auftakt zu der neuen Langenscheidt Reihe „Girls in Love“. Mit ihr erweitert der Verlag sein zweisprachiges Lektüre-Programm, das bisher Detektivgeschichten ab zehn Jahren umfasste. Die neuen Geschichten setzen den Englisch-Stoff der 5. und 6. Klassen voraus und haben vor allem Leserinnen im Blick. Die fremdsprachigen Passagen sind – beispielsweise als Dialog mit dem britischen Au-pair oder als Internet-Chat – so selbstverständlicher Teil der Handlung, dass sie keinen Bruch darstellen. Neue Wörter, wie „goose pimpels – Gänsehaut“, oder idiomatische Wendungen wie „to have a crush on somebody – in jemanden verknallt sein“, sind hervorgehoben und in einem Extra-Kasten übersetzt.
Na, das ist ein Service! Man muss also nicht einmal blättern, um an die Übersetzungen und Erläuterungen der unbekannten Begriffe zu kommen! Neidisch könnte man werden, wenn man, wie ich, einer Generation angehört, die sich brauchbares und lebensnahes Englisch-Vokabular noch aus dem Radio, aus Song-Texten und Comics zusammenklauben musste – und nur hoffen konnte, dass das Schulwörterbuch die Begriffe auch kannte.
Aber, ehrlich, ich gönne den Schülerinnen von heute den Spaß beim Englischlernen. Und mit dieser Lektüre werden sie ihn haben. Garantiert!
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
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Ja, Leute, geht’s noch? Findet das komplette Privatleben neuerdings im öffentlichen Raum statt? Ja?
Ich hasse das.
In der Bahn – mit der ich nun mal täglich zur Arbeit fahre – wird man via Handy unfreiwilliger Ohrenzeuge von anderer Leute Familien- und Beziehungsproblemen. Gut … das mag ja gelegentlich noch unterhaltsam sein. Manchmal ist es direkt schade, wenn ein Tunnel kommt oder der Telefonierer aussteigt, ehe es wirklich ans Eingemachte geht.
Oft allerdings kommt man nicht drumherum, sich für den Menschen ein bisschen „fremdzuschämen“, der da in aller Öffentlichkeit seinen Beziehungsklamauk herumtrötet.
Im Zeitalter des Privatfernsehens scheint auch die Privatsphäre gänzlich abgekommen zu sein. Alles Persönliche ist öffentlich und darf auch öffentlich diskutiert werden, ob es den Leuten drumherum nun passt oder nicht.
Ob man es auch öffentlich kommentieren darf?
Vielleicht sollte man sich mal geschlossen zu Standig Ovations erheben, klatschen und rufen: „Bravo, bravo, junge Frau, dem haben Sie’s aber gegeben!“
Oder die Lady am Ärmel zupfen und sagen: „Mein Sitznachbar hier meint auch: Schmeißen Sie den Penner sofort raus!“
Vielleicht würde den Leuten dann klar, was sie da tun: Ihr Privatleben vor einer wildfremden Meute ausbreiten.
Zudem weiß man ja nie, wer hinter einem sitzt. Ich hörte mal notgedrungen ein Gespräch zweier mir unbekannter Damen mit an, die unter voller Namensnennung über einen gemeinsamen Kollegen herzogen: Den Mann meiner Cousine.
Da hat’s mich schon gejuckt zu sagen: „Vielen Dank für die Informationen, ich werd ihm das heute Abend ausrichten.“
Immer wieder nett: Wenn Geschäftsleute laut blökend ihre Firmeninterna am Handy verhackstücken. Für zufällig anwesende Branchenkollegen, die sich einen Reim auf das Gequatsche machen können, äußerst aufschlussreich, kann ich euch sagen.
Doch nicht nur das Gequassel nervt. Auch die Beschallung eines ganzen Zugwaggons mit „Musik“ aus einem Handy. Abgesehen davon, dass die Mucke meist nur dem Krawallmacher selber gefällt: Der Sound, der aus so einer Quasselbox kommt ist LAUSIG!
Aber sagste was, wirste noch blöd angepöbelt. Es sei denn, du bist soooo ein Schrank von Kerl und der Handymusiker kann sich abfingern, dass von seiner Krawallbox nur noch eine Briefmarke übrig bleibt, wenn der erboste Beschwerdeführer mal kurz drauftritt.
Nächster Punkt: Öffentliche Körperpflege! Da wird toupiert und grundiert, lackiert und gemalt. Und wenn die Bahn plötzlich bremst, hat die Lady den Lidstrich am Hirn oben. Da warte ich schon seit Jahren drauf.
Auch eine arge Unsitte: Nägelfeilen im Zug. Krz-krz-krz-puuust, krz-krz-krz-puuust, krz-krz-krz-puuust, so lange, bis alle zehn Fingernägel perfekt geformt sind.
Hallo? Will ich den abgefeilten Staub von anderer Leute Fingernägeln etwa auf meinen Klamotten haben? Eher nicht. Aber vermutlich muss man schon froh sein, wenn niemand die Socken auszieht und anfängt, sich im Zug die Zehennägel zu schneiden.
Ein weiterer Quell der Freude: Öffentliche Nahrungsaufnahme. Schmatz, schlürf, knurps, klapper … brösel und verschütt. Coffee to go ist eine Erfindung der Hölle. Im Bahnhofsbereich muss man ständig aufpassen, dass einem niemand sein Gesöff übers Gewand schüttet und dass man nicht auf verläpperten Kaffeepfützen ausrutscht.
Als ich heute Morgen drei junge Damen der Marke „bunt lackiert und auftoupiert“ auf der Rolltreppe stehen sah, nicht nur Kaffeebecher balancierend sondern auch noch ein Tablett mit Schokoladenkuchen, von dem sie sich abwechselnd bedienten, dachte ich, so jetzt isses vollends passiert:
Frühstück auf der Rolltreppe!
Ich wage mir gar nicht auszumalen, was noch alles kommt …
Autor: Edith Nebel
edithnebel@aol.com
http:// edithnebel.wordpress.com
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Hallöchen, mein Name ist „Bärli“ …
… als ob ich schon was mit ‚nem Bären zu tun hätte. Na ja, jetzt noch nicht, aber später vielleicht einmal!
Ich wohne seit fast zwei Wochen bei meinem neuen Frauli Claudia und ihrem Katerchen Chicco. Ich kann die beiden auch ganz gut leiden und habe mich deshalb entschlossen, dass die beiden weiterhin bei mir wohnen dürfen.
Frauli hat mich vor kurzem vom Tierheim abgeholt – Gott sei Dank – denn ich glaube, ich bin meiner Mama schon ganz schön auf den Geist gegangen! Am Anfang hatte ich einigermaßen Dünnpfiff, aber – Gott sei Dank – hat sich das wieder erledigt. Frauli war mit mir deshalb einig Male beim Doktore. Dann musste ich immer so elendige Tabletten fressen. Für den „Bandwurm“ hat man mir geagt. Na, was soll’s – nutzt eh nix!
Aber im Großen und Ganzen geht’s mir schon eigentlich prima. Bei meiner „neuen Mama“ gibt’s ‚ne ganze Menge leckere Sachen zu fressen. Ich glaube, ich habe auch schon ordentlich zugelegt, seitdem ich hier bin. Und außerdem hat sie ganz tolle Möbel, auf denen man kratzen kann. Frauli hat extra für mich einen neuen Kratzbaum gekauft, aber der macht nicht so viel Spaß wie ihre anderen Möbel.
Mit Chicco komme ich auch ganz gut klar – ein bisschen faul schon, der Kleine. Na, warte, dem werd’ ich’s zeigen, dem Bürschchen. Den ganzen Tag nur rumliegen, fressen und mit Frauli schmusen, das geht doch wirklich nicht! Man muss dem nur zeigen, wer der Herr im Haus ist! Na ja, dass er mir „seinen“ Kratzbaum abgeben muss, versteht sich wohl von selbst, pffffff.
Also, alles in einem, glaube ich, hab ich’s wirklich gut erwischt. Wenn sich die beiden weiterhin so anständig benehmen, werde ich bei denen bleiben. Hab mal gehört, im Himmel soll es sooooo schön sein! Hab ich jetzt vielleicht schon den Himmel auf Erden?
Doch manches Mal mache ich mir große Sorgen um mein Frauli. Sie hat noch immer großen Kummer wegen ihrem Bibi und weint noch recht oft, da sie ihn noch sehr vermisst. Aber Bibi ist jetzt im Katzenhimmel und passt auf, dass wir beiden Zimmertiger uns ordentlich benehmen. Dabei gebe ich mir (und auch Chicco) große Mühe, was uns aber nicht immer so recht gelingt.
Also dann, meine Lieben, hier gibt’s noch ‚ne Menge zu tun!
Es grüßt euch
Euer Bärli
Autor: Claudia
ce-cats@aon.at
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Im malerisch lieblichen Zwolle
Gerieten sich zwei in die Wolle.
Man stritt sich um Fische,
Konkret, deren Frische.
Und wahrlich, sie stank, diese Scholle.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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Gestern sah ich einen Hahn
und war von ihm sehr angetan
der sah so richtig schnucklig aus
er rannte einfach geradeaus
und wirkte dabei etwas schwul
doch irgendwie war er auch cool
er hat die Pfanne wohl gehört
und war darüber sehr empört
Er rannte weg von seinem Hof
schrie immerzu: „Man sind die doof!
Es ist Ostern, esst nicht mich,
stellt euch was and’res auf den Tisch!
Wie soll’n die Hennen Eier legen
wenn Menschen Mordgedanken hegen
gegen mich, den schönen Hahn!“
Und wie er an die Elbe kam …
… ganz außer Puste und verwirrt
dacht ich: Er hat sich sicherlich geirrt
denn will man Küken auch zum Fest
ein Hahn sich nicht vermeiden lässt.
Ich hab’s dem Hübschen so erzählt
er schaute sichtlich noch gequält
und recht beleidigt war er auch
so tätschelte ich seinen Bauch
Er seufzte leis und bat mich drum
ihn auf den Hof zurück zu tun
er war geschafft, der Weg zu weit
und ich erklärte mich bereit
Das Federvieh sitzt auf mein’m Arm
ich halt’ es sicher, halt’ es warm ^^
auf dem Rückweg tun wir reden
er erzählt aus seinem Leben:
Hat am Tag nicht viel zu tun
er besucht nur Huhn um Huhn
steigt morgens auf den Haufen Mist
wo er den neuen Tag begrüßt
Am Tor sind wir nun angekommen
schön gepflegt und nicht verkommen
den Bauern freut’s den Hahn zu sehen
er lässt ihn gleich zu Hofe gehen
Die Hennen die sind ganz verzückt
und hoffen, dass er sie beglückt
sie wollen nicht nur Eier legen
sondern lieber Küken pflegen
und woll’n Menschen Eier haben
so sollen sie zum Lidl traben
dort im Regal gibt’s sie zur Not
schon vorgefärbt in gelb und rot.
Der Bauer hat es dann verraten
niemand will den Gockel braten
und weil ich ihn verlassen muss
kriegt der Hahn ‘nen dicken Kuss
er bedankt sich noch bei mir
dann schließ ich die Gehegetür
und ganz lang winkt er mir nach
kräht auch noch am nächsten Tach.
Autor: Iceangel
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Am südlichen Stadtrand von Gmunden
Beweist eine Meute von Hunden,
Für Wuffigonaden
Sind Seepromenaden
Der Ort für vergnügliche Stunden.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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In der Nähe von Johannesburg liegt eine grosse Tierfarm mit vielen Wildtieren aus Südafrika. Eine Nilpferdkuh bekam ein Junges mit dem Namen Huberta. Dem Muttertier und Huberta ging es gut, bis eines Tag ein Nashorn zum Wasserloch kam.
Das Nashorn wollte zum Wasserloch und ein Bad nehmen. Die Mutter von Huberta dachte, dass ihr Junges in Gefahr ist und stellte sich dem Nashorn entgegen. Es kam zum Kampf und die Mutter von Huberta verlor und starb kurz darauf.
Nashörner sind im allgemeinen sehr launische Tiere. An einem Tag weiden sie friedlich mit anderen Wildtieren und am nächsten Tag greifen sie diese Tiere an. Wenn es um ihr Revier oder das Wasserloch geht, so verstehen sie keinen Spass.
Huberta war jetzt ganz alleine und sehr traurig. Der Farmer bekam dieses Drama mit und überlegte, was er für Huberta unternehmen konnte. Er kam auf eine sehr gute Idee.
Auf seiner Farm hat er auch Kühe. Ein junges Kalb mit dem Namen „Rosalinde“ hatte auch seine Mutter verloren.
So beschloss der Farmer, dass er Rosalinde zu Huberta brachte. Beide Tiere, so unterschiedlich sie auch aussahen, verstanden sich von der ersten Minute sehr gut. Wo Rosalinde hinging, da ging Huberta auch hin. Wo Huberta hinging, da ging auch Rosalinde hin.
So ist eine traurige Tiergeschichte, noch einmal gut ausgegangen! Rosalinde und Huberta sind nun schon ausgewachsen, aber immer noch unzertrennbare Freunde.
Autor: Ulrike
leuge@iafrica.com
http://www.kapstadt.org
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