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Ein bewegendes Tierschutzmärchen
Franz Spengler: Als die Tiere für einen Tag sprechen durften, Frankfurt a. M. 2005, Cornelia Goethe Literaturverlag, ISBN: 3-86548-249-X, flexibler Umschlag, 52 Seiten, fünf schwarz-weiß-Illustrationen, Format 14,5 x 20,5 x 0,4 cm, EUR 6,40.
Britta und ihre kleine Schwester Insa verbringen ihre Ferien bei der Großmutter auf dem Land. Großmutter betreibt eine Art Gnadenhof für alte, kranke und behinderte Tiere. Sie hat ein großes Herz für die Tierwelt und ist überzeugte Vegetariern. Als die Kinder von ihrer Oma wissen möchten, warum sie denn kein Fleisch mehr esse, erklärt sie ihnen das mit einer sehr berührenden, märchenhaften Gutenachtgeschichte.
In dieser Geschichte bekommen die Tiere auf der Welt von Jesus für einen Tag die Fähigkeit verliehen, sprechen zu können, damit sie den Menschen ihre Bedürfnisse und ihr Leid mitteilen können. “Vergesst auch nicht, ihnen zu sagen, dass alles, was auf der Erde wächst, für sie gedacht ist, aber nicht das, was neben ihnen herläuft und über ihnen fliegt,” lautet sein Auftrag.
Bei der Heldin der Geschichte, einer älteren Bäuerin, kommt die Botschaft sofort an. Auch der Jäger zeigt sich einsichtig und wandelt sich zum Heger. Doch die Bauern aus der Umgebung sind weniger empfänglich für das Anliegen der Tiere und betrachten sie weiterhin als Schlacht- und Nutzvieh.
Als sich immer mehr gefährdete Tiere zu der tierlieben Bäuerin flüchten, reagieren die Bauern ausgesprochen ungehalten und fordern sehr energisch ihr Vieh zurück. Doch die Bäuerin bleibt standhaft.
So viel Engagement und Courage bleibt dem Sohn Gottes nicht verborgen, und er erscheint ein zweites Mal. Die Bäuerin wird für ihre Tierliebe ausgezeichnet: mit der dauerhaften Fähigkeit, die Tiere zu verstehen und mit einer ganz besonderen magischen Kraft, die der Botschaft Jesu bei den Menschen noch mehr Nachdruck verleihen soll: Sie hat nun die Gabe, Menschen in Tiere verwandeln zu können.
Als anderntags die Bauern der Umgebung mit Verstärkung anrücken, um erneut ihr Vieh zurückzufordern, hat das ungeahnte Folgen für sie …
Bei den beiden kleinen Mädchen fällt diese anrührende Geschichte auf fruchtbaren Boden und sie beschließen, dem Beispiel ihrer Großmutter zu folgen und ab sofort kein Fleisch mehr zu essen. Ihretwegen soll kein Tier mehr sterben müssen. Denn Jesus hat zu den Tieren gesagt: “Wir sind alle Geschwister. Ihr seht nur anders aus.”
Wenn bei jedem der jungen Leser ein bisschen etwas von der Botschaft dieser spannenden und lehrreichen Gutenachtgeschichte hängen bliebe, wäre schon viel gewonnen: Respekt vor der Kreatur, nämlich. Das fängt bei unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, an. Und wenn sich dieser Respekt und die Einstellung „leben und leben lassen“ auch noch auf unsere Mitmenschen ausdehnen ließe – das wäre ganz wunderbar.
Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
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Du hast mich in meinen jungen Jahren geholt, mir eine schöne Katzenkindheit besorgt!
Du hast mir ein schönes zu Hause gegeben!
Du hast mir Nahrung, sehr viel Liebe gegeben!
Du hast mit mir gespielt, wenn ich Lust dazu hatte!
Du warst immer für mich da, wenn ich schmusen wollte!
Du warst immer um mich besorgt!
Dann kam der Tag, an dem wir Abschied nehmen mussten!
In den letzten Stunden meines Lebens warst Du wieder für mich da!
Du hast mein Fell mit Deinen Tränen benässt!
Ich dürfte in Deinen Armen liegen und beide wussten wir – ich muss jetzt gehen!
Du hast mir; in meinen letzten Minuten, wie immer Deine ganze Liebe gegeben!
Ich konnte jetzt meine Augen für immer schließen,
hab Deine Liebe mit auf meine Reise genommen.
Nun ist mein Kratzbaum unbenutzt.
Dein Herz sucht nach mir, wenn Du nach Hause kommst!
Am Morgen wartet Dein Herz, bis ich komme, doch ich komme nicht mehr!
Mein Platz an Deiner Seite bleibt leer, kein Schnurren folgt dem mehr!
Meine Schälchen stehen leer im Schrank umher!
Dein Heim und Herz ist ohne mich so leer!
Ich möchte; das Dein Herz wieder mit Freude gefüllt wird!
Mein Platz am Morgen wieder besetzt ist,
ein Schnurren wieder durch den Raum geht,
meine Schälchen wieder gefüllt wird,
der Kratzbaum wieder genutzt wird!
Deine große Liebe für Katzen weitergegeben wird!
Gib einer neuen Katze ein zu Hause, wie ich es hatte!
Wir waren beide, in meiner Zeit so innig vereint,
es soll nicht sein,
dass Dein Herz jetzt traurig ist!
In Deinem Herzen werde ich immer meinen Platz behalten!
Das ist mein Testament an Dich!
Ich liebe Dich – eine Katze, die zu früh gehen musste!
© Autor: mama-tempo (Regine Polutta)– Oktober 2006
Autor: mama-tempo (Regine Polutta)
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Jetzt … bin ich alt.
Ich sitze hier auf dem langen geraden Flur und warte.
Ich warte … aber nichts passiert.
Irgendwann kam einer und sagte, so geht es nicht mehr:
die Wohnung ungepflegt, die Kleidung nicht sauber
und strenger Geruch überall.
Man rief einen Wagen und brachte mich fort.
Fort von der Wärme und dem weichen Fell meines Freundes.
Fort von der Pflicht mich um jemanden zu kümmern.
Sie sagten:
Schaut hier, der Hund kam nicht mehr regelmäßig raus,
man sieht es an der Wohnung!
Im Napf das Wasser ist alt!
Sie brachten mich fort …
Fort von der Liebe, mit der ich jeden Morgen geweckt wurde,
fort von der Hilfe die mein Hund mir gab,
damit ich meine Wohnung wieder finde.
Sie sagten:
Sie kann nicht mal für sich selber sorgen,
wie denn dann noch für ein Tier?
Sie brachten mich fort …
Und die ersten Tage versuchte ich die Menschen
zu überzeugen, dass ich nach Hause muss.
Es ist Mittag und mein Kleiner braucht Futter,
dunkel erinnere ich mich, dass ich danach mit ihm raus muss.
Aber keiner hört mich!
Will mich keiner verstehen??
Man sagt mir, der Hund sei gut untergebracht.
Was heißt das? Mein Kleiner gehört doch zu mir!?
Jetzt … bin ich alt.
Ich sitze hier auf dem langen Flur und warte …
im Arm meinen Stoffhund.
Aber niemand gibt mir die Wärme zurück und die Liebe …
Ich erinnere mich nicht mehr so richtig, aber etwas fehlt …
Autor: Kerstin Meyer
tinkasg@gmx.net
