Gespeichert unter: Rosmaringo
Lipizzaner, Hofreitschule,
Verbindet jedermann mit Wien.
Seepferd Franz und Walross Kule
Beseelt der Wunsch dort hinzuzieh’n.
Der Flusspferddame Adelheid
Erscheint die Strecke vom Sambesi
Zur Donau ziemlich fad und weit,
So nimmt sie mit das Zebra Resi.
Schließlich sind sie angekommen
Resi, Heidi, Franz und Kule.
Von der Reise noch benommen,
Geht es auf zur hohen Schule.
Sie seh’n sich schon in Reih und Glied
Mit den weißen Hengsten üben.
Der kleine Farbenunterschied
Wird die Mitgliedschaft nicht trüben.
Noch eh’ der Unterricht begann,
Niemand konnte das vermuten,
Verkündete ein Reitersmann:
Wir trainieren keine Stuten.
Empört ob solcher Arroganz
Erklärten Kule und auch Franz
Sich ganz stutensolidarisch
Und stornierten exemplarisch.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Die Ackergäule der Vogesen
Verweigern sich dem Zeitung lesen.
Man sagt mir, das Verhalten rühre
Vom Hass auf jegliche Lektüre.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Das Leghuhn und der Leguan
legen Eier, sieh mal an!
Das Grillhuhn stellt das Legen ein,
beim Grilluan wird’s ähnlich sein.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Die Nagelröchin Adelgund
Liebt Romuald, den Hammerhai.
Die Rochenmaid will festen Bund,
Doch Romuald bleibt lieber frei.
Die Weisheit einer höh’ren Macht
Greift ahnungsvoll und lenkend ein.
Wo Hammerschlag auf Nagel kracht,
kann niemals Platz für Liebe sein.
Und außerdem, was soll das schon?
Ich meine das ganz ehrlich.
Die Hai- und Rochenliaison
Ist absolut entbehrlich.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Der Jäger teilt nach Schultermaß
Das Waldgetier in Gruppen ein,
In Niederwild, wie Fuchs und Has’
Und Hochwild, Beispiel Hirsch und Schwein.
Dem Weidmann macht es oftmals Mühe,
Erlegtes namentlich zu kennen.
So wird er abgeschoss’ne Kühe
Aus guten Gründen Hochwild nennen.
Dem Jäger hilft’s, dem Has’ jedoch
Erscheint die Trennung sehr verdächtig.
Denn folglich ist die Hirschkuh hoch-,
Die Häsin aber niederträchtig.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Ein Tausendfuß, wohnhaft in Kassel,
Bezirzt mit Erfolg eine Assel.
Bei der Assel daheim
Bleibt die Lieb’ nicht geheim.
Der Nachwuchs hat Beine en massel
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Im Sandmeer einer Wüstenei
Fand ich ein Kamelgerippe.
Es lächelte.
Ich fächelte.
Der Sand war heiß.
Die Knochen weiß.
Ich vergaß die trock’ne Lippe
Und dachte mir so allerlei.
Besser ist’s zu fächeln
Als solcherart zu lächeln.
Durstig aber heiter
Stapfte ich dann weiter.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Das Gnu zählt zu den Antilopen
und grast ganz friedlich in den Tropen.
Doch zieht es seine Stirne kraus
und flippt ganz unversehens aus,
grüßt jemand mit „Grüß Gott, Frau Kuh!“
Ja, so empfindlich ist das Gnu.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Mäuse glauben fest an Engel.
Viele sehen sie sogar.
Wie der kleine Knopfaugbengel,
Der des Nachts am Wege war.
Schützend flog der Himmelsbote
Uns’rem Nagerwicht voraus.
Dieser hob die Trippelpfote,
Dankte Engel Fledermaus.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Gespeichert unter: Rosmaringo
Niemand isst, was andre kotzen,
Unerträglich der Gedanke.
Trotzdem, weit entfernt zu protzen,
Komm’ ich täglich neu ins Wanken.
Ist der Ekel überwunden
Und die Abscheu aus dem Lot,
Lass’ ich mir Besagtes munden:
Honig auf dem Butterbrot.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at