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Hier ist eine traurige Erzählung über unsere über alles geliebte Berner Sennen-Hündin, die wir leider nur 3 Monate auf ihrem Lebensweg begleiten durften. Manche mögen vielleicht denken, was sind schon 3 Monate sie hat uns jedoch in dieser Zeit sehr viel Freude bereitet. Nun …
Im Mai diesen Jahres hatten wir aufgrund einer Zeitungsannonce in der Tierrubrik unsere Bonni gefunden. Kurz zuvor war unsere Berner Sennen-Hündin Asta im Alter von fast 7 Jahren von ihren Qualen erlöst worden, da sie einen mandarinengroßen Tumor in ihrem Brustkorb hatte, der ihr jegliche Luft zum atmen nahm, geschweige denn, dasssie fressen konnte in ihren letzten furchtbaren Tagen. Sie musste fast 2 Monate leiden, weil der Tierarzt eine Magenschleimhautentzündung diagnostizierte. Man sagte uns, sie sei halt ein wenig wehleidig und deshalb würde ihr Gesundheitszustand so dramatisch aussehen. Sie bekamMagenpräparate, so welche, wie wir gegen Sodbrennen bekommen.
Nachdem nach 2 Wochen keine Besserung auftrat, fuhren wir wieder zum Tierarzt. Wir teilten ihm mit, dass es Asta immer schlechter ginge, sie schwer atmen würde und kaum schlucken könnte. Er meinte nur, laut Bluttests wäre sie ein kergesunder Hund von fast 7 Jahren. Manch´ anderer Hund wäre froh, in dem Alter so ein Blutbild zu haben.
Nachdem wir die neuen Medikamente wiederum gut 3 Wochen ausprobiert haben, schlugen auch diese nicht an. Bei telefonischen Nachfragen sagte mir der Arzt, es dauere halt einige Zeit bis Asta auf das Magenpräparat reagiere, ich solle nicht so ungeduldig sein. Irgendwann hielten wir es nicht mehr aus, unsere Hündin leiden zu sehen, denn wehleidigwar sie mit Sicherheit nicht. Dafür kannten wir sie viel zu gut. Wir suchten wieder den Tierarzt auf und sagten ihm, das irgendetwas mit dem Rachen oder Brustbereich nicht stimme, da sie so seltsam schlucken würde.
Der Arzt gab ihr daraufhin eine Beruhigungsspritze, schaute in ihrem Mund (Schnauze) und sagte uns, dass kein Fremdkörper zu erkennen wäre. Nach einigen Diskussionen willigte er ein, da er sehr ratlos wäre, unseren Hund nach Verabreichung eines Kontrastmittels zu röntgen.
Die ganze Situation war furchtbar. Wir mussten mit ansehen, wie sehr unsere Asta litt und hofften, dass er durch das Röntgenbild eventuell einen verschluckten Fremdkörper findet, der ihre Beschwerden erklären würde, da wir sicher waren (im Gegensatz zum Arzt) dass wir nicht übertreiben würden.
Asta wurde geröntgt. Der Arzt lief auf dem Flur mehrmals hektisch an uns vorbei, auf dem wir warten mussten, da wir nicht mit in dem Röntgenraum durften. Wir spürten, etwas Schlimmes was wir immer (von Anfang an der Behandlung) vermuteten aber als übertriebene Hundeliebe abgetan wurde, eintreten würde.
Nach sehr langer Zeit rief uns der Arzt zu sich und teilte uns mit, das er fassungslos sei und mit diesem Ergebnis nicht gerechnet hätte. Asta hatte einen mindestens mandarinengroßen Tumor in ihrem Brustkorb, der ihr die Luftröhre sowie die Speiseröhre abquetschen würde. Um es kurz zu machen. Asta ist tot. Sie musste nach langer Qual eingeschläfert werden. Wir waren hilflos und fassungslos.
Im November letzten Jahres nahmen wir Gini, unsere Mischlingshündin aus Spanien, ein so genannter Notfallhund auf. Wir lieben sie sehr. Da wir jedoch ein großes Tierherz besitzen, wollten wir noch mindestens einen weiteren Hund aufnehmen entweder aus dem Tierheim oder privat. Wir riefen auf eine Zeitungsannonce an. Berner Sennen-Hündin 3 Jahre umständehalber abzugeben.
Wir dachten, das ist Schicksal, da mein Mann am gleichen Tag Geburtstag hatte. Sie sollte es sein. Ihr Name war Bonni.
Bonni war laut Vorbesitzer ca. 1 Jahr bei ihm. Er musste sie aufgrund seiner Scheidung und Umzug in eine kleine Mietwohnung abgeben. Bonni hätte er aus schlechten Verhältnissen herausgeholt. Sie wurde im Zwínger gehalten und man hat ihr nicht viel gutes angetan.
Trotz ihrer sehr eingeschüchterten Art, schlossen wir sie in unser Herz und taten alles, damit sie sich endlich als geliebter Hund fühlen konnte. Sie kam super mit Gini und unserem Scheidungshasen Nikki den wir vor ca. 9 Jahren aufnahmen, klar. Sie war ein sehr fitter Berner Sennenhund, tobte den ganzen Tag im Garten mit den Kindern und schlief abends neben meiner Bettseite ein. Kurz: Wir waren sehr glücklich mit unseren Kindern über unsere Tierfamilie.
Bonni war durch ihre schlechte Haltung ihrer Vorbesitzer Geräusche gegenüber skeptisch sowie gegenüber manchem Besucher. Sie versteckte sich dann unter dem Esszimmertisch. Dieser Zustand verringerte sich von Tag zu Tag. Wir spürten, sie genoss es bei uns zu sein.
Bis zu jenem Dienstag letzter Woche. Bonni kam abends sehr schlecht hoch. Wir dachten, HD kann es nicht sein. Das tritt nicht so schnell auf, sondern erst schleichend. Wir fuhren Mittwoch Morgen zum Tierarzt. Natürlich zu einem anderen als zu dem der Asta behandelte. Er sagte uns, wir sollen uns keine Sorgen machen. Sie habe die Bandscheibe verschoben und dadurch einen Nerv eingeklemmt. Er würde ihr jetzt eine Schmerzspritze verabreichen und spätestens am nächsten Morgen wäre sie wieder fast die Alte.
Bonni konnte abends nicht die Treppe rauf zu unserem Schlafzimmer und somit schlief sie zum ersten Mal unten. Als wir morgens (Donnerstag) nach ihr schauten, war in unserem Wohnzimmer eine große Blutlache. Bonni ging es schlecht. Wir konnten es nicht fassen.
Ich rief beim Tierarzt an, und wir fuhren sofort zu ihm. Er nahm eine Blutprobe, fragte uns ob sie evtl. Rattengift gefressen hätte. Wir sagten ihm, das wir sie aufgrund ihres eingeklemmten Nerves doch nur im Garten Pipi machen ließen, wozu er uns geraten hatte.
Nach kurzer Zeit kam er wieder und teilte uns mit, das sie eine Entzündung im Blut hätte. Er vermutet eine Magen-Darm-Virus. Das gespuckte Blut käme von der Schmerzspritze. Wir müssten uns das so vorstellen. Manche Schmerzmittel würden Magenblutungen verursachen. Da Bonni einen aufkommenden Magen-Darm-Virus ausbrütete löste die Schmerzspritze Magenblutungen aus. Er wolle noch ein paar Blutuntersuchungen durchführen, die Ergebnisse bekämen wir am nächsten Tag.
Er gab Bonni eine Antibiotikumsspritze, die gleichzeitig ihr Erbrechen lindern sollte. Wir sollten uns keine Sorgen machen, da 2 unglückliche Faktoren aufeinandergeprallt seien. Sie würde sich wieder erholen. Wir sollten ihr lediglich Fencheltee mit Zucker einflößen und am Freitag (nächsten Tag) um 16 Uhr wiederkommen. Wir gaben Bonni den uns zugeratenen Fencheltee.
Es ging ihr immer schlechter. Wir dachten, wir seien im falschen Film. Wir gehen mit einer fitten Hündin zum Arzt, die “nur” den Nerv eingeklemmt hatte und vor uns lag unsere Bonni die stündlich schwächer wurde.
Freitag Morgen ging es Bonni sehr sehr schlecht. Ich rief beim Arzt an, dass wir dringendst vorbei kommen müßten. Er sagte wir sollen gegen 15 Uhr kommen, er käme dann etwas früher zur Praxis. Uns kam die Zeit bis dahin wie eine Ewigkeit vor, aber für Bonni war es wohl viel, viel schlimmer. Beim Arzt angekommen, teilte er uns mit, er hätte uns am vorigen Tag nicht mehr anrufen wollen, aber er müsse uns mitteilen, Bonni sei ein “Todeskandidat”. Ich dachte, was erzählt er uns da!
Die restlichen Blutwerte seien so schlecht, sie hätte sehr wahrscheinlich ein Nierenversagen genaueres erfahre er und wir beim Ultraschall.
Beim Ultraschall stellte er eine handfeste Nierenbeckenentzündung fest, so nannte er es, sowie eine Zyste an der Niere und die Leber sei auch angegriffen. Ihre Symptome wären somit eine Vergiftung da ihre Nieren nicht mehr richtig funktionierten.
Wir sagten ihm, dies könne nicht sein. Sie hatte keinen übermäßigen Durst, immer Appetit und es ginge ihr doch erst nach der Schmerzspritze so schlecht. Er meinte, die Schmerzspritze hätte das ganze nur beschleunigt. Ihr schlechter Zustand wäre in den nächsten Tagen auch ohne Schmerzspritze aufgetreten. Niemand könne ihr mehr helfen. Wenn wir ihr wirklich helfen wollten, müssten wir sie erlösen.
Da lag nun unsere geliebte Bonni vor uns auf dem Behandlungstisch, vollkommen am Ende. Nach einigen Wenns und Aber entschließen mein Mann und ich, nachdem uns der Arzt die Blutwerte immer und immer wieder erklärte, Bonni einschläfern zu lassen.
Wir sind wie gelähmt.
Unsere Kinder können es nicht fassen, das wir ohne Bonni nach Hause kamen. Gini versteht nicht, warum sie nun alleine im Garten toben muß und ihre Freundin Bonni sie nicht auf ihrem Gassigang begleitet. Wir verstehen nicht, wieso eine Schmerzspritze, die ihr helfen sollte, zum Tode führte.
Wir sind dem Arzt gegenüber sehr skeptisch, jedoch aufgrund der uns präsentierten Blutergebnisse, dürfen wir uns kein eigenes Urteil erlauben. Wir werden uns jedoch für unsere Gini wiederum einen anderen Tierarzt suchen, da wir mit solchen Zweifeln die wir haben nicht das Risiko eingehen ein weiteres Tierfamilienmitglied zu verlieren.
Wir hoffen es geht dir im Tierhimmel gut, liebe Bonni, und grüße Asta lieb von uns.
Eure Menschenfamilie
Autor: Andrea Tillmann
Andrea.Tillmann@gmx.de
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Hey Andrea ! Bist Du die super nette Andrea aus Olsberg ? Wir haben uns vor langen Jahren in Münster kennengelernt ?? Wenn ja dann -wouhhhh !!! Tommy
Kommentar von Tommy aus Münster 1, 2 März, 2011 @ 3:35