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Eine Bildergeschichte: Hallo, mein Name ist Leon. Ich bin ein Rottweiler. Als ich noch ganz klein war hatte ich mich als Sicherheitsfachmann mit Familienanschluss bei Familie Ischenko beworben. Es gab ein Vorstellungsgespräch und wir wurden uns schnell einig.
Hallo, mein Name ist Leon. Ich bin ein Rottweiler.
Als ich noch ganz klein war hatte ich mich als Sicherheitsfachmann mit Familienanschluss bei Familie Ischenko beworben.
Es gab ein Vorstellungsgespräch und wir wurden uns schnell einig.
Noch eine letzte stärkende Mahlzeit und dann musste ich Abschied von meinen Geschwistern und meiner Mama nehmen.
Alles kam mir komisch vor,
aber schnell verbündete ich mich mit dem anderen Welpen der Familie gegen unsere Erzieher.
Manchmal zweifelte ich an Herrchen,
in das Halsband pass ich doch nie!
Schnell überwand ich das Glatteis, lernte schnell und machte mich nützlich.
Ich helfe beim Einparken,
beim Einkaufen
Ihh Kattekit!
Letztens reparierte ich sogar den Wasserhahn
Hier bin ich auf der Arbeit, nichts entgeht mir!
Nachtschicht finde ich langweilig
Viel lieber stärke ich Herrchens Rücken
und passe auf das er ja nichts verliert!
Ich schwimme sehr gern,
Ich kann sogar Butterfly-Stil
und sogar Wasserski!
Nach dem vielen Wassersport ruhe ich mich gern aus.
Oje, mein Bett ist schon wieder zu kurz, was wird Herrchen sagen?
Aber letztens, da war ich ungezogen, Herrchen hatte nicht richtig aufgepasst und zum 1. Mal überhaupt rannte ich los, in ein fahrendes Auto hinein.
Es hat richtig geknallt, und ich musste 3 Mal in die Tierklinik, ich konnte tagelang nicht schlafen vor Schmerzen.
<p<
Deswegen bitte liebe Herrchen, passt auf Eure Welpen auf! Und Ihr, liebe, Kinder lauft nicht über die Strasse!
Das Copyright der Bilder hat mein Herrchen, die Idee und Story sind von einem meiner ältesten Freunde.
Euer Leon
Autor: Dirk Brzezinski
dob@xprt.de http://www.kunstklassikkultur.de/leon/
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„Um mich reinzulegen, müsst ihr schon früher aufstehen“, war Tante Giselas häufigste Redewendung, wenn Cora und Bianca wieder einmal vergeblich versucht hatten, sie ein bisschen an der Nase herum zu führen. Die beiden Schwestern ärgerte das. Schließlich waren sie schon 10 und 12 Jahre alt und keine kleinen Kinder mehr. Gisela behandelte sie eigentlich auch gar nicht so. Sie nannten sie auch nicht Tante, sondern einfach Gisela, weil Gisela ihnen das erlaubt hatte und Papa und Mama sie ebenfalls so nannten. Sie mochten Gisela, weil sie jede Menge Spaß verstand, fast jeden Unfug mitmachte und einfach ein prima Kumpel war. Nur hereinlegen ließ sie sich nicht. Und wenn schon einmal, dann mit Absicht. Und das machte dann einfach keinen Spaß.
Als Ricky, der Scotchterrier von Giselas Freundin an Altersschwäche gestorben war, kam ihnen eine Idee. Zunächst wollten sie Gisela nur eine Freude machen und sie keineswegs hereinlegen. Doch dann kam alles ganz anders, und es bot sich eine einmalige Gelegenheit, Gisela doch einmal aus der Fassung zu bringen.
Gisela hatte Ricky oft wochenlang in Abwesenheit ihrer Freundin betreut und trauerte ihm ein wenig nach. Nicht so sehr wie ihre Freundin Biggi. Eine Hundenärrin wie Biggi war sie nicht. Aber sie vermisste Ricky trotzdem. Andererseits empfand sie es als Erleichterung, nicht mehr für ihn sorgen zu müssen. Sie hatte ihrer Freundin auch klar gemacht, dass sie für einen eventuellen Nachfolger als Urlaubsfrauchen nicht mehr zur Verfügung stünde. Dazu war Biggi zu oft unterwegs. Und die Vorstellung, nie mehr morgens in aller Frühe von einem quengelnden Hund geweckt zu werden, um bei jedem Dreckwetter mit ihm Gassi gehen zu müssen, hatte für sie schon etwas Verlockendes. Anfangs hatte sie sein Gewinsel ein paar Mal ignoriert und mit lauten Worten Ruhe gefordert. Danach hatte sie aber meist Pfützen auftrocknen müssen. Vorwiegend auf ihrem schönen tibetanischen Teppich. Schimpfen konnte sie Ricky deswegen nicht. Er hatte sich ja brav gemeldet, und für seine altersschwache Blase konnte er ja nichts. Selber schuld.
Aber noch einmal würde sie sich so etwas nicht mehr antun. Sie freute sich darauf, künftig morgens ausschlafen zu können wenn ihr danach war, und abends beim Fernsehkrimi nicht mehr den Schluss zu verpassen, weil Ricky ausdauernd eine im Garten miauende Katze verbellte. Nein, keinen anderen Hund mehr! So nett Ricky auch gewesen war.
Als sie am nächsten Montag wie üblich Cora und Bianca zum Mittagessen erwartete, weil deren Mutter an diesem Wochentag beruflich außer Haus war, begrüßten die beiden sie schon beim Betreten des Hauses mit der Frage „Sag mal, hast du eigentlich noch nie daran gedacht, dir einen eigenen Hund anzuschaffen?“ „Wie kommt ihr denn auf diese Schnapsidee?“ „Na ja. Dein Mann ist ja nun schon eine Weile tot… Und Ricky ist jetzt auch gestorben….Und mit einem Hund wärst du dann nicht mehr so allein.“ „Erstens fühle ich mich durchaus nicht allein“, wehrte Gisela ab. „Ich habe doch euch und viele Freunde. Und zweitens will ich keinen Hund.“ Und damit war das Thema wohl vom Tisch. Dachte Gisela.
Am darauf folgenden Montag begrüßte Bianca sie mit der Frage: „Hast du dir das mit dem Hund noch mal überlegt?“ „Da gibt es für mich überhaupt nichts zu überlegen. Ich will keinen Hund. Und damit basta.“
Deutlicher ging es nicht. Und Cora und Bianca kannten Gisela gut genug, um zu wissen, dass weitere Überredungsversuche sinnlos waren. Aber sie sahen hier auch ihre Chance, Gisela einmal gründlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Ja, aber warum willst du denn keinen Hund?“, hakte Cora am nächsten Montag nach. Gisela nannte den beiden, nichts Böses ahnend, ihre Gründe. „Ja, aber du gehst doch sowieso jeden Morgen joggen“, warf Bianca ein, „da könntest du den Hund doch mitnehmen, und dann hätte der doch schon seinen Auslauf.“ „Und dann wärst du doch auch nicht so allein unterwegs“, ergänzte Cora. Gisela erklärte ihnen, dass ihr beim Joggen ein Hund eher lästig sei. Entweder müsse sie ihn an die Leine nehmen, und das sei weder ihr noch dem Hund angenehm. Oder sie ließe ihn frei laufen. Und dann bestünde die Gefahr, dass er sich selbständig macht, einer Wildspur folgt und erschossen wird. „Aber es gibt doch auch Hunde, die ohne Leine brav mitlaufen und nicht abhauen“, unterbrach Cora sie. „Aber ich will trotzdem keinen Hund. So, und jetzt kommt zum Essen!“ Die Schwestern fanden, dass es für heute genug sei. Sie wollten Gisela ja nicht vorzeitig verärgern. Und außerdem kam ihnen eine Pause ganz gelegen, um sich etwas Neues einfallen zu lassen.
Beim nächsten Mal fragte Bianca Gisela nach dem Essen, ob sie denn Ricky überhaupt nicht vermisse. „Natürlich vermisse ich ihn auch ein wenig. Obwohl er ja gar nicht mir, sondern Biggi gehörte“, antwortete Gisela. „Aber im Augenblick bin ich sehr froh, keinen Hund zu haben.“ „Ja, jetzt, wo Ricky noch gar nicht so lange tot ist, verstehe ich das ja. Aber auf Dauer…? Meinst du nicht, dass es dir langweilig wird? So ganz ohne Hund?“, gab Cora zu bedenken. „Nein, bestimmt nicht. Und außerdem bin ich doch auch oft unterwegs. Allein in diesem Jahr 4 Wochen mit dem Fahrrad an der irischen Küste entlang und im Sommer 6 Wochen mit dem Rad durch Nordschweden. Was sollte ich in dieser Zeit mit einem eigenen Hund machen? Ihn ins Tierheim geben? Nein!“ „In dieser Zeit könnten wir ihn doch nehmen!“, rief Bianca ganz begeistert. „Wir hätten ja schon längst einen Hund, wenn die Mama nicht so dagegen wäre. Aber deinen würden wir schon nehmen, wenn du verreisen willst.“ „Steht ihr vielleicht morgens auf, um mit dem Viech fort zu gehen? Auch bei Sauwetter?“ „Der Papa würde das bestimmt machen. Der steht doch sowieso immer so früh auf.“ „Schluss damit! Reden wir von was anderem!“
Eine Woche später griff Cora das Thema wieder auf. „Was für einen Hund würdest du dir denn wünschen?“, fragte sie. „Einen großen oder einen kleinen?“
Und Bianca setzte nach: „Würdest du einen aus dem Tierheim wollen oder lieber einen Rassehund, mit Stammbaum und allem drum und dran?“ „Ich habe euch doch deutlich gesagt, dass ich überhaupt keinen Hund will. Was also soll diese Fragerei?“ „Wir dachten ja nur, falls du doch einen wolltest. Und wenn du dann einen aus dem Tierheim wolltest, tätest du auch noch ein gutes Werk.“ „Ich will aber kein gutes Werk tun!“ Gisela reagierte jetzt spürbar gereizt. Die Hartnäckigkeit der beiden wurde ihr irgendwie unheimlich. Aber die gaben sich offenbar endgültig geschlagen und ließen das Thema Hund nunmehr fallen. Und auch Gisela dachte nicht mehr daran.
Der 6. Dezember stand unmittelbar bevor und damit das alljährliche „Nikolausi-Essen“ bei Gisela. Es war eigentlich ein vorweg genommener Heilig Abend, den Gisela da mit ihren engeren Freunden feierte. Während der Weihnachtstage waren sie in alles Winde verstreut. Die einen machten Schiurlaub in Österreich, andere eine Kreuzfahrt und etliche feierten Weihnachten bei einem kühlen Drink unter Palmen. Auch die Geschenke wurden beim Nikolausi-Essen ausgetauscht.
Schließlich war es so weit. Die ersten Gäste waren bereits eingetroffen, als Gisela durch Gepolter und Stimmengewirr vor der Haustür nach draußen schaute. Den Stimmen nach waren es Bianca und Cora mit ihren Eltern Robert und Judith. „Pass doch auf!“ hörte sie. Und „Vorsicht! Der hat doch Angst.“ Gisela traute ihren Ohren nicht. Und dann kamen sie auch schon die Treppe herauf. Vorneweg Judith, gefolgt von Robert, der einen mittleren Tiertransportkorb schleppte und immer wieder beruhigend in die ihm zugewandte Öffnung hinein sprach und zum Schluss das freudestrahlende Geschwisterpaar Cora und Bianca. „Nein“, stöhnte Gisela. „Das darf doch nicht wahr sein!“ „Ist es aber. Da staunst du, nicht wahr?“ riefen die Schwestern ihr voller Begeisterung zu. „Du freust dich ja gar nicht! Hättest du lieber einen größeren Hund gehabt? Keine Angst! Der hier wächst noch. Bestimmt. Jetzt passt er gerade noch in den Korb hier. Aber nicht mehr lange. Das ist nämlich ein junger Schäferhund. Das heißt, seine Mutter ist eine Schäferhündin, aber sein Vater ist eine Deutsche Dogge. Und der wird einmal sooooo groß.“
Das Treppenhaus war zu eng für Coras Armbewegung, mit der sie die spätere Größe des Hundes in etwa beschreiben wollte. Gisela erstarrte. Sie war kurz davor, loszuplärren oder einen Wutanfall zu bekommen. „Den nehmt ihr aber sofort wieder mit“, sagte sie eisig. „Der ist aber bestimmt ganz lieb und macht überhaupt keine Arbeit.“ „Egal, ich will ihn nicht.“ „Aber ansehen kannst du ihn dir doch wenigstens.“ „Nein, ich will ihn auch nicht ansehen.“ „Bitte, bitte. Er ist doch so süß“, bettelten Cora und Bianca. Herbe Enttäuschung stand in ihren zuvor so fröhlichen Gesichtern.
Trotz allem Ärger taten sie Gisela beinahe leid. Sie hatten es doch sicher so gut gemeint und sich große Mühe gemacht, ihr eine Freude zu bereiten. Trotzdem musste der Hund sofort aus dem Haus. Aber letztlich warf sie doch noch einen Blick in den Transportkorb, dessen Türe Robert einladend offen hielt. Und dann habe ich Gisela zum ersten Mal hemmungslos heulen sehen. Heulen und Lachen zugleich. Sie griff in den Korb und zog, sichtlich von einem Trauma befreit, einen wirklich niedlichen Plüschhund heraus. „Haben wir dir nicht gesagt, dass er ganz lieb ist und gar keine Arbeit macht?“ „Ja, aber jetzt verschwindet ihr besser für eine Weile, bevor ich euch erwürge und abnage! Scheinheiliges Lumpenpack, scheinheiliges!“
Autor: Theo Schulz
Theo.Schulz@gmx.de
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„Wenn uns noch Mal eine Katze ins Haus kommt, dann ist das ein Maine-Coon-Kater“, eröffnete mir meine bessere Hälfte noch auf der Katzenausstellung, wo wir gerade ein besonders stattliches Exemplar dieser Rasse bewundert hatten. „Und den nennen wir dann Cooniebert.“– „Einverstanden“, antwortete ich. „Aber erst, wenn wieder eine Katzen-Planstelle bei uns frei ist.“ Eine weitere Katze wollte ich zu diesem Zeitpunkt nicht aufnehmen. Wir hatten ja schon drei: Dusty, Rocky und Blacky.
Die Rassekatze vom Sperrmüll
Jahre gingen ins Land. Der Traum vom Maine-Coon-Kater war immer präsent. Nachdem Dusty im Alter von 16 Jahren über den Regenbogen gegangen war, konnte Cooniebert bei uns einziehen. Wir mussten ihn nur noch finden.
„Ich habe meine Rassekatze aus dem Sperrmüll“, erklärte mein Kollege.
Ich riss die Augen auf. „Du hast was?“
Es stellte sich heraus, dass es im Internet eine Anzeigenplattform dieses Namens gab. Und dort fanden wir ihn, unseren Cooniebert. Einen silbergrauen Tigerkater, 5 Monate alt, für dessen Vermittlung sein bisheriger „Dosenöffner“ nicht genügend Zeit hatte. Deshalb hatte der Mann eine ihm bekannte Maine-Coon-Züchterin gebeten, den Kater in gute Hände zu vermitteln.
Von anderen Züchtern wusste ich, dass sie ihre Tiere nicht an jeden Interessenten abgeben. Vertrauenswürdig muss man schon sein. Also brachte ich Referenzen bei: Kopien aller Artikel, die ich in den letzten 15 Jahren über unsere Katzen geschrieben hatte. Es funktionierte: Am 4. März durften wir unseren Cooniebert mit nach Hause nehmen.
Extrem scheu und ängstlich war der Kleine. Es war ja auch schon der zweite Umzug in seinem jungen Katzenleben – und der zweite Wechsel der Bezugspersonen. Zwei Tage lang bekamen wir den Kater so gut wie gar nicht zu Gesicht. Er kauerte im hintersten Winkel meines Büroregals und lugte schüchtern zwischen den Steuerunterlagen hervor. Er machte sich so unsichtbar, dass unsere beiden Kater kaum Notiz von ihm nahmen.
Wir sahen ihn weder zum Futternapf noch zur Katzentoilette gehen. Das erledigte er nachts. Da traute er sich sogar, sich kurz auf meine Bettdecke zu legen. Aber wehe, ich bewegte mich. Husch, war er wieder weg. „Da haben wir wohl ein Nachtgespenst gekauft“, vermutete der Herr des Hauses.
Das Zauberwort heißt „Gouda“
Doch auch bei kleinen Katern geht die Liebe durch den Magen. Als ich am dritten Cooniebert-Abend in der Küche stand und Käsebrote richtete, kam er plötzlich wie ein haariger Kugelblitz aus dem Büro geschossen, baute sich vor mir auf und forderte laut quietschend seinen Obolus. Ich gab ihm ein Stückchen Käse und stellte erstaunt fest, dass eine Katze gleichzeitig schnurren und fressen kann. Das Zauberwort, das zu Coonieberts Herzen führte, hieß also „Gouda“.
Putzen und verputzen
Von dem Moment an kam er sogar zu uns auf die Couch und ließ sich streicheln. Nur kämmen ließ er sich nicht. Allenfalls an Stellen, an denen es nachweislich nicht ziepte. Davon gab es leider recht wenige. „Cooniebert, was machst du denn?“, seufzte ich, „Du musst doch dein Fell pflegen! Schau dich an, du bist eine richtige Filzkugel!“, und schnitt ihm die schlimmsten Verfilzungen mit der Handarbeitsschere aus dem Fell. Mittlerweile musste schon die Tierärztin mit einem Spezialkamm und sogar mit dem Scherapparat eingreifen. Sie hat Cooniebert einen aparten Irokesenschnitt verpasst.
Vom sich Putzen hält er eben nichts. Vom Verputzen großer Futtermengen umso mehr. Er hat ja auch noch viel vor, wenn er mal ein imposanter Maine-Coon-Kater werden will. Morgens ist er der erste an den Futternäpfen und rennt begeistert zwischen Trockenfutter und Dosenfutter hin und her.
Cooniebert kocht Suppe
Wenn nur seine Essmanieren nicht gar so sonderbar wären! Ist er satt, scharrt er mit den Vorderpfoten an der Matte, auf der die Katzennäpfe stehen. „So, den Rest heben wir uns für später auf!“, soll das wohl heißen. Geht er gar zu temperamentvoll dabei vor, kippen Futter- und Wassernapf um und ihr Inhalt verteilt sich weiträumig über den Fußboden. Dann gellt ein Schrei durch die Küche: „Coonie-bert, was machst du da? Schau dir mal diese Sauerei an! Kannst du nicht anständig aus einem Napf fressen wie andere Katzen auch?“
Kann er nicht. Wochenlang haben wir uns gefragt, warum jeden Tag Brocken des Dosenfutters im Wassernapf liegen. Und daneben. Rocky, Blacky und all den Katzen vor ihnen ist so ein Malheur nie passiert. Und dann sahen wir es: Es ist kein Malheur. Cooniebert macht das mit voller Absicht. Er sitzt vor dem Wassernapf und schaufelt dort konzentriert Futterbrocken hinein. Was das soll? – Keine Ahnung!
„Cooniebert kocht Suppe“, meinte der Herr des Hauses ungerührt und drückte auf den Auslöser der Kamera.
Mittlerweile habe ich für die Suppenkasper unter unseren Katzen an anderen Stellen des Hauses Wassernäpfe deponiert. Ich gehe einfach mal davon aus, dass Coonieberts Suppenkreationen nicht jederkatz’ Geschmack treffen.
Cooniebert im Paprika
Wenn wir Cooniebert nicht an den Fressnäpfen finden, dann bestimmt an einem der Fenster, von wo aus er das Geschehen auf der Straße und im Garten beobachtet. Vor kurzem entdeckten wir ihn auf keinem seiner angestammten Lieblingsplatze, sondern auf der Fensterbank in der Küche, mitten in den Küchenkräutern. Wie eine Sphinx lag er im Blumenkasten, der eigentlich Chili- und Paprikapflanzen vorbehalten ist, und bettete sein Haupt in den angrenzenden Rosmarin.
„Och, Cooniebert, was machst du denn da? Sofort raus da! Küchenkräuter mit Katzenhaaren, ich fass es nicht!
Er trollte sich. Aber plattgedrückte Pflanzen und Spuren von Erde auf der Fensterbank und dem Küchenboden verraten mir, dass er sich umgehend wieder in den Blumenkasten legt, sobald ich das Haus verlassen habe. Ich habe kapituliert. Okay, Cooniebert, alles deins!
Mister Knister
Nun ist Cooniebert seit vier Monaten bei uns. Mit Kater Blacky versteht er sich bestens. An den Themen „kämmen“ und „mein Essen – dein Essen“ arbeiten wir noch.
Seine Nachtgespenstallüren pflegt er nach wie vor. Vorzugsweise in der Dunkelheit kramt er im Altpapier oder prügelt Spielmäuse und Papiertaschentuch-Päckchen durch die Wohnung, was ihm den Spitznamen „Mister Knister“ eingebracht hat. Und ab und zu einen gequälten Aufschrei seiner schlaflosen Menschen: „Cooniebert! Was machst du da? Lass das oder die Spielmaus kommt in die Schublade!“ – „Oder du, Cooniebert, wenn du nicht gleich Ruhe gibst!“
Das würden wir natürlich niemals tun. Wir lieben doch unser kleines Nachtgespenst. Keiner kann sich so wie er über jeden neuen Tag freuen. Kaum graut der Morgen, geht eine schnurrende graue Sonne mit strubbeligem Strahlenkranz über meiner Bettdecke auf und Cooniebert schaut mich an als wollte er sagen: „Ein neuer Tag! Ist das nicht herrlich? Nicht wahr, gleich gibt es was zu essen!“
Autor: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
http://edithnebel.wordpress.com
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Eigentlich wollte ich immer einen Hund, aber da ich allein lebte, entschied ich mich für eine Katze. Ich wollte unbedingt einen schwarzen Kater, welchen ich Vincent nennen wollte. Als eine unserer Klassenkameradinnen mir berichtete, dass Sie einen neuen Wurf Katzen bekommen hatte, meldete ich sofort mein Interesse an. Leider war mein Vincent schon vergeben. Also entschied ich mich für das Kleinste im Wurf. Allerdings war es nun ein Kätzchen.
Meine Klassenkameradin achtete unbedingt darauf, dass die kleine Schwarze auch überlebte, denn die Katzenmutter hatte nur 5 Zitzen, aber 6 Kätzchen geworfen. In der freien Natur hätte unsere Kiki keine Chance gehabt. Jetzt lebt sie schon seit 13 Jahren bei uns und macht uns sehr viel Freude. Sie ist der Chef in der Familie.
Autor: C.P.
pokrandt@anwaltverein.de
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Am späten Samstagabend der Schöpfung blickte der Allmächtige auf sein Werk und legte die Füße hoch.
Er freute sich auf seinen ersten Ruhetag; der 1. Sonntag der Menschheitsgeschichte konnte kommen. Der Allmächtige war zufrieden. Plötzlich aber vernahm er an der Tür ein seltsames Geräusch, er stand auf um nachzusehen. Es war die Katze.
“Großer Herr”, sprach die Katze und strich dem Allmächtigen dabei um die Beine. “Deine Schöpfung ist gar wunderlich und schön, und auch ich bin zufrieden. Du gabst mir ein prächtiges Fell, das mich vor Kälte schützt, du gabst mir schöne weiche Pfoten, mit denen ich mich lautlos anschleichen kann, und du gabst mir scharfe Krallen und einen biegsamen Körper, der mich zum guten Jäger und Kletterer macht. Und trotzdem kann ich nicht verhehlen, dass mir noch eine Kleinigkeit fehlt.” Der alte Herr legte die Stirn in Falten und überlegte, was er vergessen haben könnte. Die Katzentür konnte es nicht sein, diese Erfindung war erst für später vorgesehen. Dasselbe galt für die Katzenstreu, dem erst die Domestizierung vorausgehen musste.
“Sprich !” forderte der Allmächtige seine Besucherin auf. “Was fehlt Dir?” “Es ist nur eine Kleinigkeit Herr”, sprach die Katze und wischte sich vor Aufregung mit der Pfote über die Barthaare. ” Es soll ja auch keine Kritik sein … “
“Frei heraus damit !” befahl der Allmächtige leicht ungehalten, weil er seine Sonntagsruhe gefährdet sah. “Was ist es?” “Nun”, sprach die Katze und ringelte ihren Schwanz um die Vorderfüße. “Ich bin nicht wehrhaft genug! Meine Krallen und Zähne sind zwar hervorragende Waffen gegen Mäuse und andere Nagetiere, und mit meiner Sprungkraft kann ich manchem Vogel einen Schrecken einjagen. Aber dem Menschen bin ich machtlos ausgeliefert” Unruhig schaute der Allmächtige auf seine Uhr, die Katze nutzte die Pause, um fortzufahren.
“Dem Löwen und dem Tiger hast Du übergroße Reißzähne und furchtgebietende Pranken gegeben, die Schlange kann sich mit Gift zur Wehr setzen, und selbst der Igel kann mit seinen Stacheln den Menschen in Schach halten. Nur ich, Herr, ich bin wehrlos und deshalb ein wenig unglücklich.”
“Was schwebt Dir vor?” fragte der Allmächtige. “Willst Du Flügel wie die Vögel haben oder Dich wie der Wurm in der Erde verkriechen können?” “Ich weiß es nicht”, sagte die Katze traurig. “Vielleicht wäre ein großer Stoßzahn wie beim Elefanten oder beim Nashorn gut.”
“Wie Du willst”, sprach der Herr und verpasste der Katze zwei mächtige Hauer aus edelstem Elfenbein. Sofort verlor das Tier das Gleichgewicht und fiel bewegungsunfähig vornüber.
“Ich glaube, Stoßzähne sind doch nicht das Richtige”, klagte die Katze noch unglücklicher als zuvor. “Wenn sie nur nicht so groß wären! Vielleicht wäre ein spitzer Schnabel besser.”
Wieder erfüllte der Herr ihren Wunsch und ersetzte die kleine Stupsnase durch einen wuchtigen, dolchartigen Schnabel. Aber ach, die Katze war erneut nicht zufrieden. “Ich glaube, ein Schnabel ist doch nicht das Richtige”, jammerte sie und hackte unbeholfen auf den Boden. “Wie soll ich denn jetzt mein Fell pflegen? Vielleicht wäre ein schwerer Echsenpanzer besser !” Und wieder erfüllte der Herr ihren Wunsch, und wieder war die Katze unzufrieden, und wieder wünschte sie sich etwas anderes.
Aber ganz gleich, was ihr der Allmächtige auf den Leib schneiderte, die Katze wurde immer trauriger. Inzwischen war es bereits eine Minute vor Mitternacht, der siebte Tag, an dem die Schöpfung abgeschlossen sein sollte und der Allmächtige ruhen wollte, rückte erbarmungslos näher. Da schaute der Herr auf das arme Kätzchen und sprach: “Um mit dem Menschen fertig zu werden, brauchst Du keine Stoßzähne, keinen Schnabel und auch keinen Panzer. Ich gebe Dir jetzt nämlich eine Waffe, die wirkungsvoller ist als jede Pranke oder jedes Gift ! Die Menschen werden Dir ehrfürchtig zu Füssen liegen: Ich schenke Dir das Schnurren!” Im selben Augenblick schlug die Uhr zwölf, begleitet von einem wohligen Laut, der aus der Tiefe einer überglücklichen Katzenkehle kam.
Da sah der Herr, dass es gut war, nahm den schnurrenden Pelzknäuel auf den Schoß und sagte: “Ich habe sechs Tage lang schwer gearbeitet und brauche jetzt ein wenig Entspannung. Meinen ersten Sonntag will ich gemeinsam mit Dir verbringen.” Sprachs und rollte sich mit dem Kätzchen zu einem Schläfchen aufs Sofa.
Autor: Verfasser unbekannt
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Am 7. Januar 2005 änderte sich mein Leben mal wieder heftig. Allerdings ahnte ich noch nichts davon, als ich einen Anruf meiner Eltern erhielt, die mir mitteilten, es seien ein paar e-mail Fotos von einem jungen Hund unterwegs, der ihnen zugelaufen sei. Sie fragten an, ob ich ihn behalten wolle.
Für mich gab es keine andere Möglichkeit, als ja zu sagen. Als ich dann noch die Bilder sah, war es um mich geschehen: Riesige Augen in einem winzig kleinen Gesicht; klapprig dünner Körper, jeder Wirbel zu sehen; coupierte Rute, eingekniffen zwischen die Hinterbeine.
Einige Tage später erneut ein Anruf: Das ruhige Überwinterungsleben meiner Eltern in Spanien hatte ein Ende. Paco tobte mit deren Hündin Afra im Wohnmobil herum, scheuchte sie genervt ins Mittelmeer, da dort der einzige ruhige Platz für sie war, hatte keinerlei Erziehung, den Kühlschrank angepinkelt und hatte meiner Mutter beim Toben das T-Shirt zerrissen. Meine Mutter rief jetzt an, um mir durchzugeben, welche Größe, Farbe und Form das von mir zu besorgende Shirt haben sollte.
Nach 4 Wochen mein Flug nach Spanien. Am Flughafen angekommen, den Koffer beladen mit Dingen, die ich meinen Eltern mitbringen sollte und 35 kg schwer, stellte sich heraus, dass meine Eltern mit dem Wohnmobil nirgendwo parken konnten.
Also musste ich meinen Koffer während der langsamen Weiterfahrt hinten in den Aufbau schieben, nach vorne rennen und auf den Beifahrersitz entern. Sofort versuchte Afra (die Hündin meiner Eltern) auf den Beifahrersitz zu klettern um mich zu begrüßen.
Paco saß hinten auf der Sitzbank und heulte wie ein Wolf. Ich, zur Begrüßung der Hunde nach hinten geklettert, hatte gleich beide Hunde auf dem Schoß, wobei Paco mich vor lauter Aufregung anpinkelte.
Meine ersten Minuten in Spanien verbrachte ich also verborgen unter 2 Hundekörpern, abgesabbert und angepinkelt auf der Sitzbank, bis ich mich ruhig aber energisch befreien konnte. Der Rest der Ankunft verlief friedlich, bis zum Mittagessen auf dem Campingplatz.
Wir saßen alle um den Tisch, auf dem Teller ein Grillhähnchen, als auf einmal Paco, zwischen meinen Beinen hervor, am Tisch hochschoss und sich mit schief gelegtem Kopf mein Grillhähnchen schnappte, um es unter den Tisch zu ziehen. Mit einem Aufschrei stürzte ich mich auf mein Hähnchen, rettete was zu retten war, und legte das angebissene Stück für den Hund zurück. Der Rest schmeckte aber trotzdem noch!
Abends kam Paco ohne Probleme mit ins Zelt und schlief am Fußende meines Lagers im Schlafsack.Seither habe ich einen zierlichen Schatten in meinem Leben, einen Schatten der immer an meiner Seite sein möchte, der mich akzeptiert wie ich bin und der dafür gesorgt hat, dass ich mich endlich wieder meinem Wunschgewicht nähere, da er viel Bewegung braucht. Einen Schatten, den ich niemals mehr missen möchte!
Autor: Kerstin Meyer
tinkasg@gmx.net
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Ostern? Was ist das? Ist wohl so ähnlich wie Weihnachten. Die Menschen geben sich wohl wieder gegenseitig Geschenke. Toll, da werde ich ja auch bestimmt Geschenke bekommen!
Frauchen hat schon seit Tagen die Wohnung mit lustigen Sachen geschmückt. Verstehe wirklich nicht, warum überall kleine Holzhasen und kleine Eier an einem Zweig hängen. Komisch, ob ich damit später spielen darf?
Bei uns in der Familie ist Ostern wohl immer jedes Jahr am Ostersamstag. Pünktlich um 15:00 Uhr klingelte es an der Wohnungstür. Tante Ines und Oma standen mit Geschenken in der Hand da und begrüßten mich mit den Worten: „Emmely der Osterhase war da und hat auch ein Geschenk für Dich abgegeben.“
Was? Ein Hase hat ein Geschenk für mich abgegeben? Ja, was ist das denn für eine verrückte Welt? Hunde jagen doch normalerweise Hasen, oder? Habe ich da was falsch verstanden? Muss unbedingt beim nächsten Besuch in Berlin meine Mama noch mal fragen. Egal. Hat eben ein Hase ein Geschenk für mich abgegeben.
Ich war sehr aufgeregt, was das wohl sein könnte. Oma wickelte das schöne Papier aus und es war eine Scheibe Kochschinken für mich drin. Oh, danke lieber Hase, dass ist aber sehr lecker.
Plötzlich sagten Frauchen und Herrchen, dass der Osterhase auch bei uns war. Nein! Wann? Das hätte ich doch gemerkt. War bestimmt als ich mit ihnen im Park war. Da konnte er heimlich in die Wohnung kommen und das Geschenk für mich verstecken. Muss beim nächsten Mal besser aufpassen.
Gut, und was hat der Osterhase denn hier für mich abgegeben? Frauchen gab mir einen neuen Ball. Der hatte ganz tolle Farben und war so klein, dass ich ihn problemlos in meiner Schnauze durch die Wohnung tragen konnte. Ich fand ihn so toll, dass ich ihn erstmal mit in mein Körbchen nahm, um damit zu spielen. Nach einer Weile meinte Oma ganz erschrocken: „Was hängt denn Emmely da aus der Schnauze“? Oja, hab wohl zu sehr mit dem Ball gespielt und er ist kaputt gegangen. Hatte die Wolle, die im Ball als Füllung war, in der Schnauze. Tja, dass war es dann mit meinem schönen neuen Ball. War ja wirklich nicht meine Schuld. Was kaufen sie mir auch einen Ball mit dem man nicht mal spielen kann?
Frauchen nahm mir erstmal die ganzen Wollteile aus der Schnauze uns suchte das ganze Körbchen nach dem Rest des Balls ab. Sie hatte ganz schön viel Mühe, denn ich kann ganz schön gut meine Lieblingssachen verstecken.
Alle lachten nur und ich war traurig. Wo ist mein neuer Ball? Frauchen versprach, dass sie mir einen neuen Ball kaufen will. Na gut. Damit ich nicht so traurig bin, hatten sie eine Idee. Sie banden mir eine Osterserviette um und ich sah aus, wie ein Osterhund.
Jetzt musste ich auch lachen und es war dann doch noch ein ganz toller Nachmittag. Die Sache mit dem Ball habe ich dann auch schnell vergessen. Wann ist eigentlich wieder Ostern? Und kann ich nun mit den lustigen Sachen, die am Zweig hängen spielen, oder nicht?
Eure Emmely
Autor: Andrea Röttgen
andy@roetti.de
http://www roetti.de/malteser/malteser.htm
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Merlin – Wie alles anfing
In unserer Dachgeschoßwohnung mitten in der Stadt lebte außer uns, meinem Mann und mir, noch eine weitere Bewohnerin. Sie war schwarz, verspielt, verschmust und leider mit ihren acht Monaten oft allein, weil wir immer noch arbeiten mussten, da uns niemand fürs Katzensitten bezahlen wollte. Fee, so hieß (heißt auch noch) unsere Diva, beschwerte sich häufig lautstark über ihre Einsamkeit und forderte uns immer mehr Spielstunden ab. War ja auch langweilig drinnen. Nur, nach draußen durfte sie nicht, da war zu viel Verkehr. Kurz und gut, wir kamen auf die glorreiche Idee, dass zwei Katzen zusammen vielleicht mehr Spaß haben und uns weniger brauchen würden.
Dieser Gedanke führte uns zu einem ersten Besuch im Tierheim. Da wir uns ja vorher gut informiert hatten, wollten wir gerne einen Kater aufnehmen, der möglichst auch noch im gleichen Alter sein sollte, wie unsere Fee. Im Tierheim trafen wir auf Katzen jeden Alters, aller Farben, nur nicht auf das von uns gesuchte Katerchen. Wir vereinbarten einen weiteren Besuch. Diesmal hatten wir Glück. Ein „Fundkater“ war zwei Wochen vorher abgegeben worden.
Die Tierpflegerin führte uns zu einem Katzenzimmer, in dem etwa zwanzig kleine Katzen durcheinander wuselten. Auf Anhieb gefielen mir ein kleines Tigerchen und eine dreifarbige kleine Schönheit. Das Katerchen, das uns schließlich gezeigt wurde, viel zuerst durch seine Größe auf. Es war ungefähr zwei Zentimeter größer als alle anderen Katzen in dem „Kinderzimmer“. Dann kam seine Farbe. Weiß mit schwarzen Flecken und rosaroter Nase. Die Ohren und der Schwanz waren schwarz, die Zeichnung auf dem Kopf ließ ihn Theo Lingen ähnlich sehen. Unter all den Damen schien er sich nicht wohl zu fühlen. Über einem Auge und auf der Nase hatte er schon signifikante Kratzer davongetragen. Kaum hatten wir den Raum betreten, lief er schon auf uns zu. Er war wirklich nicht mein Traumkater. Aber was sollten wir machen? Nie hätte ich diesen kleinen Kerl zurückweisen können.
Auf der Fahrt zu unserer Wohnung erklärte unser neues Familienmitglied uns sehr eindrücklich, dass Autofahren nicht, unter keinen Umständen, zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehören würde. Mir grauste vor der Zukunft, wenn ich mir vorstellte, dass dieses Geplärre jetzt zu unserem Alltag gehören könnte. Da wir bereits eine Fee – nach Morgaine le Fay – zu Hause hatten, tauften wir ihn noch auf der Fahrt auf den Namen Merlin.
Nachdem wir ihn in seinem Knast aus dem Auto, vier Treppen hoch, bis in unsere Wohnung transportiert hatten, öffneten wir die Tür seines Tragekorbs und harrten gespannt der Dinge, die da kommen sollten. Unsere Diva schien vor freudiger Erwartung fast zu platzen, danach zu urteilen, wie sie an dem Korb schnüffelte und welche Geräusche sie von sich gab. Als der kleine Mann dann seine ersten Schritte aus dem Korb hinaus in sein neues Zuhause wagte, tat er dies mit vorsichtiger Neugier. Fee ließ ihm nicht viel Zeit, sich umzusehen. Zu lange schon hatte sie auf einen Spielkameraden gewartet. Kaum war er aus dem Korb gestiegen, legte sie sich schon mit dem Oberkörper flach auf den Boden, streckte das Hinterteil in die Luft und wackelte mit demselbigen. Als diese Provokation nicht zum Erfolg führte, sprang sie mit allen Vieren in die Luft und landete direkt vor seiner Nase. Das war zuviel. Merlin flüchtete zu uns und versteckte sich hinter unseren Beinen. Völlig verdattert saß unsere Fee mitten im Wohnzimmer und versuchte zu begreifen, dass sie gerade zum ersten Mal in ihrem Katzenleben verschmäht worden war. Damit nicht genug, besaß der Verbrecher, der dies gewagt hatte, auch noch die Dreistigkeit, ihre Dosenöffner in Beschlag zu nehmen.
Spätestens jetzt war uns und unserer Fee klar, dass wir nicht etwa einen Spielgefährten für unsere verwöhnte Hauptkatze, sondern eine weitere Diva, diesmal männlich bekommen hatten. Das Ende vom Lied war, dass mein Mann und ich abends jeder mit einer Katze auf dem Boden lagen und spielten, und währenddessen höllisch aufpassten dass die jeweils andere Katze dabei außer Sichtweite war, damit sich kein Eifersuchtsdrama entwickeln konnte. Wir hatten jetzt auf jeden Fall beide etwas zu tun und mussten nicht immer neidisch auf den anderen schauen, der gerade mit der Katze spielen durfte.
Merlin & Fee – Idylle unterm Dach
Nach seinem nicht so glücklichen Start in seiner neuen Familie zeigte sich unser Merlin uns Menschen gegenüber von seiner allerbesten Seite. Er spielte enthusiastisch mit Schaumstoffbällen, Bändchen, Stoffmäusen und ähnlichem, von Zwei- für Vierbeiner angeschafftes Spielzeug. Insbesondere ein weicher gelber Schaumstoffball hatte es ihm angetan. Einmal geworfen, schlug er ihn mit der Pfote nach unten und sprang dem hüpfenden Ball unermüdlich hinterher. Zwischendrin blieb er immer mit einer Kralle in dem Schaumstoff hängen und schüttelte die Pfote dann so lange, bis der Ball wieder frei war. Es musste aber immer derselbe Ball sein. Nie durften wir den alten gammeligen Ball gegen einen neuen austauschen.
Im Schmusen war er auch ein Weltmeister. Immer wieder streckte er uns seinen weißen Bauch mit dem schwarzen Fleck entgegen, damit wir ihn ausgiebig kraulten. Nachdem seine Kratzer verheilt waren und er sich etwas von seiner Odyssee mit dem Ziel Tierheim erholt hatte, entwickelte er sich zu einem wirklich hübschen Kater mit riesigen grünen, leuchtenden Augen. Sein Fell pflegte er mit einer Inbrunst, die wir weder vorher noch nachher in diesem Ausmaß bei anderen Katzen feststellen konnten. Auch sonst war er sehr sauber, seine Katzenschüssel wirkte immer wie gespült. Seine kleinen Geschäfte verscharrte er sorgfältig, nur mit den großen hatte er immer Probleme. Wenn wir ein wildes, lang andauerndes Scharren aus der Richtung des Katzenklos hörten, konnten wir sicher sein, dass unser Katerchen beabsichtigte eine Stinkbombe zu legen.
Tief graben war ja eigentlich eine gute Idee. Oder wäre eine gute Idee gewesen, wenn kleine Kater nicht hinterher, mit abgewandter Nase und einer geziert geschüttelten Pfote, ihre Geschäfte nicht mit Streu, sondern mit Luft zugedeckt hätten. Also hieß es für uns, wenn wir das besagte Scharren hörten, in die Startlöcher, bewaffnen mit der Streuschaufel und nichts wie hin und an Katers Stelle schnell zuschaufeln. Davon abgesehen war Merlin, wir nannten ihn jetzt meistens Schnuppel, ein wirklich sauberes Katerchen. Einmal sperrten wir ihn aus Versehen über Nacht in der Küche ein, abgeschnitten von seinem Katzenklo. Er hat es geschafft, in eine angebrochene Tüte Katzenstreu zu kriechen und dort sein Geschäft zu erledigen. Wäre da nicht unsere Diva namens Fee, Mäuschen genannt, gewesen, hätten wir die perfekte harmonische Katzenfamilie sein können.
Doch ach, was vermag ein kleiner Kater gegen eine Katze, die nicht nur ältere Rechte, sondern auch einen ausgeprägten Charakter hat. Bereits bei früheren Gelegenheiten hatte Fee uns gezeigt, dass wir ihr gegenüber immer den Kürzeren ziehen würden, weil sie über die ultimative Waffe verfügte. Sie konnte nämlich schmollen. Und, Katzenhalter können dies sicher nachvollziehen, das war kein Schmollen, das man einfach ignorieren konnte. Wenn unsere Diva uns die kalte Schulter zeigte, herrschten in der Wohnung Temperaturen wie im Kühlschrank. Dann waren wir gerade noch gut genug, um sie zu füttern, vielleicht auch noch etwas spielen, aber das Berühren der Katze mit den Pfoten war verboten. Auch hörten wir dann nicht das von uns doch so begehrte Schnurren, der kleine Kopf rieb sich nicht an unserem Bein und das Bett blieb nachts katzenfrei.
Bisher konnte nur eine längere Abwesenheit unsererseits ein solches Verhalten auslösen, jetzt gab es einen neuen Anlass. Eifersucht auf ihren Artgenossen veranlasste unsere Katze, nicht nur auf ebendiesen einzuprügeln, sondern auch, uns zu ignorieren. Man könnte vielleicht denken, wir sind zwei, die Katzen sind zwei, also geht die Rechnung doch auf. Nichts da, das wäre viel zu einfach. Schließlich ist der zweite Dosenöffner immer der Übriggebliebene, zweite Wahl sozusagen, und wann hätte sich eine Katze schon einmal mit der zweiten Wahl zufrieden gegeben. Unsere bestimmt nicht. Nicht der freie Schoß, nur der besetzte war interessant.
Nachts im Bett mussten beide Katzen mit mir Löffelchen liegen, eine vorne, die andere hinten. Das führte dazu, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte, bis ich mitten in der Nacht durch den unweigerlich folgenden Katzenkampf geweckt wurde. Allnächtliche Schlafstörungen und chronische Rückenschmerzen führten schließlich zur Verbannung der felinen Spezies aus dem Schlafzimmer. Diese Maßnahme bewirkte ein vorübergehendes Bündnis der Rivalen. Gemeinsam saßen sie mehrere Nächte vor unserer Schlafzimmertür und sangen Arien über die Ungerechtigkeit der Welt und insbesondere der ihrer ureigensten Dosenöffner.
Noch ein Ereignis verbesserte das Verhältnis von Fee und Merlin. Fee hatte in ihrer Spielwut eine Reihe leerer Blumentöpfe vom Regal gefegt und sich dabei eine Schnittverletzung an der Vorderpfote zugezogen. Da diese stark blutete, legte der Tierarzt einen Verband an, der die Pfote wie eine Socke umschloss. Unsere Katze konnte den Verband natürlich nicht leiden und versuchte ihn prompt zu entfernen. Dabei erhielt sie völlig unerwartet tatkräftige Unterstützung von Merlin dem edlen Ritter, der sich auf den roten Verband stürzte und ihn mit viel Gebrumm attackierte. Schließlich schaffte er es, seine Zähne hinein zu graben und schleppte den Verband triumphierend als Beute unters Bett.
Soweit hatten wir uns mit der Situation arrangiert, dass wir kaum noch, und wenn doch nur mit schlechtem Gewissen, weggingen, schließlich hatten die Katzen ja so wenig von uns. Dort wo andere ihre Freunde mit immer wieder erzählten Geschichten über ihre Kinder langweilen, taten wir dasselbe mit unseren Katzengeschichten. Die Krönung war der Jahrtausendwechsel. Unser sensibler Kater saß, vor Angst erstarrt, in der hintersten Ecke vom Kleiderschrank. Wir saßen abwechselnd davor und hielten Pfötchen. Trotzdem hatte er vor lauter Schreck nach Neujahr eine Verstopfung, die wir mit Rizinusöl behandeln mussten.
Dass dies nicht so weiter gehen konnte, wurde uns an einem besonders heißen Sommerabend klar. Da unsere Dachwohnung sich tagsüber stark aufheizte, und wir wegen der Katzen die Fenster nicht einfach auflassen konnten (wir wohnten im 4. Stock), war es abends unsere erste Handlung, einen Raum nach dem anderen gründlich durchzulüften. Dabei hatten wir ein Dachflächenfenster offensichtlich nicht wieder ordentlich verschlossen, denn plötzlich sah mich unser Kater statt von drinnen, von draußen an. Natürlich versuchte ich ihn nach drinnen zu locken, doch ich hatte nicht die geringste Chance. Auf der Suche nach seinem Fluchtweg sah ich gerade noch das Hinterteil unserer Katze durch ein Dachfenster nach draußen verschwinden. Damit brachen für uns zwei harte Stunden an. So lange dauerte der Ausflug über die Dächer der Stadt. Von Selbstvorwürfen geplagt, wartete immer einer von uns bei weit geöffneten Fenstern in der Wohnung, während der andere bei Nachbarn klingelte, um eventuell in fremde Dachböden eingedrungene Katzen zu befreien. Dabei hatten wir Schreckensvisionen von abgestürzten, oder von auf einem Dachboden oder in einer Wohnung versehentlich eingesperrten Katzen. Unsere Ausreißer hingegen hatten anscheinend eine schöne Zeit. Aufgeregt erzählend kamen sie nach etwa zwei Stunden wieder nach Hause. Von da an probierten sie ständig das Fenster erneut zu öffnen. Die Tapete daneben hing nach einiger Zeit in Fetzen herunter. Wir versuchten die beiden mit Ausflügen ins Treppenhaus und in den Keller zu bestechen, doch ohne Erfolg. Sie wollten ihre Freiheit und zwar ganz oder gar nicht. Die Konsequenz aus diesem Vorfall war letztendlich ein Umzug der ganzen Familie aufs Land. Sicher, auch wir wollten raus aus dem Verkehrslärm und sahen einer etwas weniger städtischen Umgebung froh entgegen, ausschlaggebend waren jedoch unsere vierfüßigen Tyrannen.
Katzen – Umzug mit Hindernissen
Jeder, der schon einmal eine neue Bleibe gesucht hat, weiß, dass gut Ding Weile braucht. Das gilt umso mehr, wenn man mit tierischem Anhang umziehen will. Die eine Wohnung ist zu klein, die andere liegt an einer Hauptstraße, die nächste hat einen nicht tierfreundlichen Vermieter, wieder eine andere ist definitiv zu teuer. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, da zieht man das ganze Unternehmen in Zweifel.
Diesen Punkt hatten wir schon längst überschritten, als wir schließlich ein Haus besichtigten, das zumindest die Erwartungen unserer Katzen komplett erfüllte. Ländlich gelegen, waren im Höchstfall zehn Autos und zwölf Traktoren am Tag zu erwarten, die überdies aufgrund schlechter Straßenverhältnisse alle brav langsam fahren mussten. Zur täglichen Belustigung gab es Hühner, Kühe und jede Menge anderer Katzen. Dass das Haus alt war, diverse Mängel aufwies, wir einen weiten Arbeitsweg hatten und die gewohnte Infrastruktur schlicht nicht vorhanden war, spielte keine Rolle mehr. Wir hatten eine neue Wohnung gefunden.
Da wir damals einen Kombi fuhren, brachten wir einen großen Teil unserer Habe nach und nach in das neue Haus. Das Packen der Kisten dauerte dank unserer tierischen Helfer nur etwa doppelt so lange wie geplant. Dann musste der eigentliche Umzug organisiert werden. Der Umzugsunternehmer, Chef eines kleinen Familienunternehmens, kam persönlich bei uns zu Hause vorbei, um einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Der etwas korpulente ältere Herr saß friedlich an unserem Esszimmertisch, als unser Kater plötzlich ungewohnte Gelüste bekam. Er, sonst bei Fremden scheu bis ängstlich, saß hinter dem Stuhl des Spediteurs und setzte gerade an, diesem mit den Krallen in das ausladende Hinterteil zu greifen, als mein Mann ihn in letzter Sekunde schnappte und auf den Arm nahm. Der Spediteur erzählte uns daraufhin von seiner eigenen Katze, die einmal aus Versehen in einem Umzugscontainer mit gereist war und nur mit erheblichem organisatorischem und finanziellem Aufwand wieder zurückgeholt werden konnte.
Am Umzugstag packten wir zuerst das Wichtigste, unsere Katzen, ins Auto und machten uns auf den Weg zu unserem neuen Zuhause. Während der ganzen Fahrt, wir brauchten eine halbe Stunde, die uns wie zehn Stunden vorkam, veranstalteten unsere Vierbeiner ein ohrenbetäubendes Konzert. Am neuen Wohnort angekommen, brachten wir die Beiden dann unterm Dach im Arbeitszimmer unter. Dort hatten wir vorher alles katzengerecht vorbereitet und hofften, dass das Zimmer Gnade in den Augen unserer Diven finden würde. Wir schlossen die Tür zum Arbeitszimmer und unten noch die Tür zur Speichertreppe. So doppelt gesichert, konnte nichts mehr passieren, die Arbeiter konnten anrücken.
Vier Stunden dauerte das Werken der Spediteure ungefähr. Dann war Ruhe im Haus, absolute Ruhe. Von den Katzen hatten wir in der ganzen Zeit keinen Ton gehört. Langsam wurde es Zeit, ihnen einen Besuch abzustatten. Wir öffneten die Tür zur Speichertreppe. Kein Laut. Wir gingen die Treppe hoch. Kein Laut. Wir öffneten die Tür zum Arbeitszimmer. Kein Laut. Nichts zu sehen. Nichts bewegte sich. Wir wurden nervös. Wir sahen in jede Ecke. Wir gerieten in Panik. Hatten die Möbelpacker statt leerer Kisten auch die Katzen eingepackt? Waren die Katzen vielleicht nach draußen gelangt? Wir stellten das ganze Haus auf den Kopf. Keine Katzen. Kein Laut. Keine Bewegung. Schließlich, beim etwa zehnten Durchsuchen des Dachzimmers, die Lösung. Beide Katzen lagen völlig regungslos zwischen zwei Matratzen, die längs an der Wand lehnten. Wir hatten sie nicht bemerkt, weil die Matratzen am Boden so dicht zusammen standen, dass es definitiv keinen Zwischenraum gab. Eigentlich sollten wir daraus die Lehre ziehen, nicht bei jedem Verschwinden einer Katze in Panik zu verfallen, leider sind wir aber unbelehrbar und werden wohl immer wieder Beruhigungsmittel brauchen.
Wilde Katzen – Die große Freiheit
Langsam gewöhnten sich unsere Stubentiger an ihr neues Domizil. Anfangs knurrten sie noch jedes Mal, wenn vor dem Fenster ein Mensch oder ein Auto auf ihrer Augenhöhe vorbeikam, sie wurden jedoch von Tag zu Tag mutiger. Fremde Katzen, die von außen vor dem Fenster saßen, wurden ungeachtet der Glasscheibe wild attackiert. Besonders interessant war auch der benachbarte Hühnerstall. Schließlich hatten die Stadtkatzen noch nie so große Vögel gesehen.
Endlich, nach 4 Wochen, kam der große Tag. Wir hatten ein Kellerfenster als Katzenausgang vorgesehen und uns in eine Holzplatte ein Loch in Katzengröße schneiden lassen. Natürlich waren wir beide zu Hause, um auf alle Eventualitäten reagieren zu können. Zunächst sah es so aus, als ob die Hauptpersonen nur frische Luft schnappen wollten, sicherheitshalber von drinnen. Dann traute sich zuerst Merlin, mittlerweile Schnüppchen genannt, in das äußere Kellerloch. Nach einer Minute Überlegen war er wie der Blitz verschwunden. Langsamer und ausnahmsweise als Zweite, folgte ihm Fee. Das große Warten konnte beginnen. Einen ganzen Tag und eine lange Nacht waren unsere Helden verschwunden. Dann kamen sie, aufgeregt und hungrig, besonders hungrig, zusammen wieder zurück.
Von da an entwickelte sich eine neue Routine. Jede Nacht stromerten zwei Stadtkatzen durch die ländliche Umgebung. Fee war morgens immer als Erste zu Hause und wartete schon auf ihr Frühstück. Merlin kam, wenn ich den Rollladen im Schlafzimmer hochzog und einmal lang pfiff, in gestrecktem Galopp aus einer Wiese den Weg hinunter aufs Haus zu geschossen. Manchmal brachten die Beiden von ihren Abenteuern auch Beute mit. Häufig mussten Spinnen, Libellen oder Käfer dran glauben.
Manchmal reichte das Jagdglück auch für Mäuse. Da der Zugang im Keller immer offen war, konnte es passieren, dass wir mit lebenden Exemplaren dieser Spezies beglückt wurden. Voller Stolz brachten dann entweder Merlin oder Fee die Maus zu uns und ließen sie prompt im Wohnzimmer laufen. Zum Glück hat keiner von uns eine Mäusephobie. Sobald die Lob heischenden Jäger abgelenkt waren, war es meine Aufgabe, die arme Maus zu fangen und möglichst unbemerkt nach draußen zu bringen. Einmal hatte ich einen derart geretteten Nager gerade draußen abgesetzt, als eine der Katzen aus der Nachbarschaft sich auf die Beute stürzte und sie nach einem Gnadenbiss unverzüglich verzehrte.
Überhaupt, die Katzen der Nachbarschaft. Da waren Evi, Beauty, Mama, Streifchen, Hinkebein, der große Rote und der kleine Rote. Damals erschien uns das viel. Heute können wir darüber nur lachen (mittlerweile sind es 15 bis 20). Aber gut, das ist eine andere Geschichte, die Katzen vom Bauernhof stellten kein Problem dar, außer dem großen Roten. Er war ein richtiger Kater, der sein Revier standhaft verteidigte. So ergab es sich, dass Merlin immer mehr auch zum Beschützer von Fee wurde. Sie ließ ihn grundsätzlich vorgehen, wenn die beiden nach draußen aufbrachen, und wenn eine fremde Katze einbrach, war es Merlins Aufgabe, das Heim zu schützen. Häufig saß Fee dann neugierig hinter Merlin und achtete sorgfältig darauf, dass sie außer Krallenreichweite blieb.
So glücklich waren die Katzen noch nie gewesen. Einen ganzen Sommer, Herbst und Winter nutzten sie ihre Freiheit täglich für lange Ausflüge. Unsere Stubentiger waren zu richtigen Freigängern mutiert.
Merlin – Wie alles endete
Die glücklichsten Zeiten dauern häufig nicht lange. Auch unser Glück mit Merlin, den wir schon lange über alles liebten, hatte keinen Bestand. Es gab keine Vorwarnung. Wir lebten sorglos mit unseren Katzen im Hier und Jetzt. Schließlich hatten wir gefunden, was wir immer gesucht hatten. Ein Heim, in dem wir alle glücklich sein konnten. Als sich herausgestellt hatte, dass die Bauernhofkatzen nur Milch bekamen, teilten wir unser Glück auch mit ihnen in Form von Trockenfutter und immer frischem Wasser. Zum Dank durften wir die Katzengemeinschaft von unserem Wohnzimmer aus stundenlang in ihren sozialen Interaktionen beobachten.
Uns erstaunte immer wieder die Harmonie, die in dieser Katzenfamilie herrschte. Der Vater ging offensichtlich mit dem Sohn auf Jagd und die Tante sittete bei Bedarf die Nichte. Gemeinsam lag man in der Sonne und putzte sich gegenseitig das Fell. Hätte uns das jemand erzählt, hätten wir es nicht geglaubt. Auch diese Harmonie wurde jedoch eines Tages empfindlich gestört. Ein neuer schwarz-weißer Kater betrat den Schauplatz. Ein alter Einzelgänger mit vielen Kampfnarben. Kurz darauf beobachteten wir den großen Roten, wir er schwer verletzt (eine Seite war aufgerissen) das Weite suchte. Angesichts dieser Verwundung erwarteten wir eigentlich nicht, dass wir ihn noch mal wieder sehen würden. Katzen haben jedoch nicht zu Unrecht den Ruf besonders zäh zu sein. Er kam wieder, er wurde gesund, nur hatte er jetzt einen Rivalen im eigenen Revier, vor dem er Angst hatte.
Das Verhalten der Katzen in der Bauerhofgemeinschaft änderte sich. Es geschah nicht auf einmal, aber nach und nach breitete sich Misstrauen und Furcht aus. Immer vergewisserten sich die Katzen erst, ob der neue Kater in der Nähe war, vorher war an eine Entspannung oder an Futter nicht zu denken. Die Gemeinschaft war nicht mehr im Gleichgewicht. Doch unsere Katzen berührte das Sozialdrama draußen nur am Rande. Ein- oder zweimal versuchte der Neuankömmling in unseren Keller einzubrechen, danach ließ er unser Haus in Ruhe. Unsere Beiden waren vorsichtig und wichen jedem möglichen Ärger aus.
Was dann geschah, wissen wir bis heute nicht. An einem ungewöhnlich warmen Abend im Februar, bei mir war eine dicke Grippe im Anzug, wollte unser Merlin, wie schon so oft, nicht durch das Kellerfenster, sondern durch das Badezimmerfenster nach draußen. Sonst kam er meistens spät am Abend noch mal rein, diesmal nicht. Weil die Nacht ungewöhnlich mild war, dachten wir uns noch nicht viel dabei. Als ich aber am nächsten Morgen das Schlafzimmerfenster öffnete und nach ihm pfiff, wartete ich vergebens auf den Blitz, der aus der Wiese schoss. Das war noch nie passiert.
Jetzt wusste ich durchaus, dass manchmal auch kastrierte Kater länger wegbleiben. Trotzdem setzte jetzt die Panik ein. Wir mussten zur Arbeit fahren. Als wir am Abend nach Hause kamen, hofften wir, dass er uns entgegen käme. Kein Merlin. Wir suchten die ganze Umgebung ab. Wir klingelten überall in der Nachbarschaft und fragten, ob sie Merlin gesehen hätten. Wir baten alle Nachbarn, ihre Keller, Schuppen und sonstigen ungesicherten Räume zu überprüfen. Nichts, kein Merlin. Als er nach drei Tagen noch nicht wieder aufgetaucht war, druckten wir einen Handzettel aus und hingen überall Suchplakate auf. Wir telefonierten mit allen Tierärzten, Tierschutzorganisationen, dem Tierheim und gaben Anzeigen in den regionalen Amtsblättchen auf.
Da unser Kater einen Chip trug, meldeten wir ihn auch beim Haustierzentralregister als vermisst. Kein Ergebnis. Jeden Morgen, wenn ich das Fenster öffnete und jeden Abend, wenn ich nach Hause kam, hoffte ich und wurde enttäuscht. Manchmal meldeten sich hilfreiche Menschen, die die Anzeige gelesen hatten. Leider war es jedes Mal ein Fehlalarm. Wir haben lange Zeit gebraucht, um den Verlust einigermaßen zu verarbeiten. Das Schlimmste für mich ist, dass ich sein Schicksal nicht kenne und mich nie richtig von ihm verabschieden konnte. Manchmal gebe ich mich der Illusion hin, dass er irgendwo ein neues Zuhause gefunden hat und dort noch mehr verwöhnt wird als von uns. Auch, wenn wir heute, Jahre später, immer noch unsere Fee haben und viele andere Katzen betreuen, fehlt uns Merlin immer noch.
Autor: Sabine Kern
Kernhalsenb@aol.com
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Ich glaube ich gehöre zu den wenigen Tierbesitzern, welche die Praxis- und Handynummer der Tierärztin seines Tieres auswendig kennen. In den letzten Wochen, als Maxis Gesundheitszustand sich von Tag zu Tag veränderte, telefonierte ich öfter mit der Tierärztin von Maxi als mit meiner besten Freundin. Auch die Praxisräume sind mir sehr bekannt.
Der Gesundheitszustand von Maxi veränderte sich plötzlich und ohne vorherige Anzeichen. Meine Hündin freute sich nicht mehr, wenn jemand von uns nach Hause kam, lag nur rum, spielte nicht mehr, wollte nicht mehr spazieren laufen und war völlig teilnahmslos. Ich wartete nicht lange mit dem Tierarztbesuch. In der Praxis untersuchte der Tierarzt meine Maxi und stellte eine Diagnose, welche es, wie ich im Nachhinein erfahren habe beim Hund gar nicht gibt. Er spritzte Kortison und schickte uns wieder nach Hause. Am nächsten Tag tat er das gleiche.
Ich muss sagen, Maxi ging es nach dem Kortison wieder besser, jedoch hielt dies nur 4 Tage an. Maxi zeigte wieder die gleichen Anzeichen, und ich beschloss, eine andere Tierarztpraxis aufzusuchen. Dort wurde meine Maxi das erste Mal richtig untersucht, sie bekam Blut abgenommen und wir begannen mit einer Medikamententherapie. Jedoch konnte noch keine Diagnose gestellt werden. Nach einigen Tagen kamen die Blutbefunde. Das Blut war in Ordnung. Auch die Tabletten, welche Maxi bekam, schienen nicht anzuschlagen.
Maxis Zustand veränderte sich täglich immer mehr zum Negativen, sie fing an gegen Wände zu laufen, freute sich gegen Gegenstände, wurde sehr unruhig und wie es schien, war sie auch zeitweise taub. Die Tierärztin verschrieb ihr ein anderes Medikament, welches jedoch schon nach zwei Tagen eine paradoxe Wirkung zeigte. Wir wussten nicht mehr weiter. Weder im Blut noch anhand von anderen Untersuchungen konnte die Tierärztin eine Diagnose stellen. Sie beschloss, Maxi an eine Tierklinik zu überweisen um dort ein CT durchzuführen.
Im CT stellten die Tierärzte einen Hydrocephalus (Wasserkopf) fest und beschlossen mit einer Kortisontherapie zu beginnen. Jedoch veränderte sich der Zustand von Maxi weiter und weiter und es wurde schlimmer. Sie fing an eine Art epileptische Anfälle zu bekommen und machte die Nacht zum Tag. Sie schlief nicht, sondern saß die ganze Zeit da und starrte vor sich hin. Nacht für Nacht saß ich neben meiner Hündin, streichelte sie, redete mit ihr. Auch fressen wollte meine Hündin nichts.
Die Tierärztin von Maxi erhöhte das Kortison und setzte sie unter Antiepileptika. Zum Erstaunen verbesserte sich der Zustand von Maxi, sie schlief nachts und freute sich, jedoch hielt dies nicht lange an.
Ich musste mir während dieser Zeit viele Meinungen und Kritik anhören. Oft wollte ich, wie fast alle, die das alles mitbekommen, haben meinen Hund ebenfalls aufgeben. Ich stand, so oft verzweifelz in der Tierarztpraxis und sagte so oft zu der Tierärztin dass ich alle Medikamente, die Maxi bekam, absetzen werde und sie einfach ihren Weg gehen lasse. Doch jedes Mal holte sie mich da wieder raus, also machten wir mit den Therapien voller Hoffnung und Zuversicht weiter.
Dann kam der Tag.
Maxis zustand verschlechterte sich an diesem besagten Tag von einer Minute auf die andere dramatisch. Sie lag da, hechelte und reagierte auf nichts mehr. Ich rief mal wieder die Tierärztin an und schilderte ihr den Zustand von Maxi. Plötzlich fing mein Hund auch noch an zu krampfen und die Tierärztin empfahl mir das Medikament, welches Maxi täglich bekam, ihr höher Dosiert gleich zu verabreichen. Ich fragte sie noch, ob mein Hund mir heute Nacht sterben könnte, doch bevor Sie mir die Antwort darauf geben konnte war der Akku ihres Handys leer und das Gespräch unterbrochen.
Maxi krampfte wieder. Ich war sehr überfordert in dieser Situation. Ich wollte ihr helfen, stattdessen war ich machtlos und musste hilflos zuschauen, wie mein Hund sich quälte. Ich rief die Tierärztin, in der Hoffnung dass Sie ihr Handy an die Ladestation gehängt hatte, wieder an. Hatte sie dran. Ich wusste nicht mehr weiter, mein Kopf schien mir immer leerer zu werden und Maxi krampfte wieder. Ich konnte mir das nicht länger anschauen.
Die Tierärztin und ich verabredeten uns in 20 Minuten in ihrer Praxis. Kurz vor 20 Uhr nahm ich die Leine in die Hand, stellte mich vor Maxi, sie schaute mich an und ihr Schwanz fing an zu wedeln. Es war so komisch, vorher hatte sie auf nichts reagiert.
Wir fuhren los. Die letzte Fahrt. Maxi strahlte so eine Ruhe aus, ich hatte das Gefühl, sie wusste, wohin ich sie bringe und warum. Doch meine Hoffnung war noch da, vielleicht kann man ihr ja was spritzen, dachte ich mir. Vielleicht ist Morgen alles wieder in Ordnung, hoffte ich. Schließlich konnte sie sich ja noch freuen.
Bei der Tierärztin angekommen hat sich Maxi willig aus dem Auto tragen lassen. In der Praxis wurde sie plötzlich wieder fit. Meine Hoffnung stieg. Ich wollte in diesem Moment den Gedanken der Tierärztin nicht wissen. Nachdem ich so ein Drama am Telefon gemacht hatte, sie extra hatte in die Praxis kommen lassen – und mein Hund dann wieder so fit schaute. Auf dem Behandlungstisch nahm das Ganze wieder eine Wende, Maxi fing an zu hecheln, zu zittern und wirkte wieder so reaktionslos.
Die Tierärztin untersuchte sie, sprach kaum was. Nach einer Weile schaute sie mich an und ich wusste genau, was dieser Blick zu bedeuten hatte. Ich nickte.
Ab diesen Moment spielte sich alles wie ein Horrorfilm bei mir ab, ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Jetzt wusste ich, es gibt kein zurück mehr. Sie legte ihr den Zugang, streichelte sie, sprach aber auch mit ihr kaum.
Ich stand da, ohne Gefühle völlig kalt und teilnahmslos. Sie zog das Gift auf, schaute mich an und setzte an. Ich verstand nichts mehr. Die ganze Zeit streichelte ich meine Hündin, konnte aber nichts mehr sagen. Es war furchtbar. Dann fiel sie um und lag regungslos auf diesem Tisch. Ihr Körper zitterte nicht mehr und sie sah ganz friedlich aus.
Ich wippte von einem Fuß auf den anderen, wollte einfach nur heulen, konnte nicht. Ich rauchte eine, ließ meinen Hund jedoch nicht los. Ich war immer noch so kalt, ich hörte ganz weit weg die Stimme der Tierärztin, die fragte, ob alles in Ordnung sei. Wir sprachen auch, jedoch kann ich heute nicht mehr sagen über was.
Ich wollte raus. Ich konnte da nicht mehr länger bleiben ich wollte einfach gehen, der Situation entfliehen. Schließlich hatte ich meine Maxi da hin gebracht. Ich ließ zu, dass sie für immer einschläft. Und ich war diejenige, die wusste, jetzt, musst du sie ganz alleine lassen. Ich streichelte Maxi noch mal über den Kopf und verließ das Behandlungszimmer mit den Worten: “Schlaf gut, Maxi!”
Draußen setzte ich mich in mein Auto, wollte los fahren, konnte nicht. Ich rief meine Freundin an und heulte.
Ich ließ sie in der Praxis ganz alleine zurück. Maxi war noch nie über Nacht alleine gewesen.
Dann kamen die ganzen Jahre hoch, alle Bilder: Acht Jahre lang begleitete Maxi mich, sie war immer da, freute sich, wenn einer von uns nach Hause kam, gab soviel Liebe und Zuneigung, dass man es kaum konsumieren konnte.
Ich wusste damals nicht richtig, warum ich gerade den ängstlichen, in der Ecke sitzenden Hund haben wollte, doch nachdem Maxi bei uns war, wurde sie immer zutraulicher und von Tag zu Tag fing ich an, diesen Hund immer mehr zu lieben. Da, wo ich war, war auch Maxi.
Noch vor ein paar Wochen begleitete sie mich überall hin, wo hin ich sie auch mitnehmen konnte oder sie wartete geduldig im Auto auf mich bis ich wieder kam. Maxi war zu einem großen Bestandteil meines Lebens geworden. Die ganzen Jahre hatten wir uns gegenseitig geschenkt, was nur möglich war: Maxi mir ihr ausgeglichenes Wesen, diesen Blick mit ihren großen Kulleraugen, der sich so oft am Tag an den meinen heftete, ihr Schwanzwedeln als Ausdruck ihrer Freude am Menschen, das Ohrenspitzen, wenn man mit ihr oder über sie sprach, die Treue, welche sie mir täglich gab, das grenzenlose Zutrauen zu mir bis zum letzten Augenblick, da ich sie in den Tod führte.
Und ich pflegte und fütterte sie, war ihr nahe und zugeneigt, wie man es eben seinem Tier sein kann, ich ermöglichte ihr zusammen mit der Tierärztin alle Untersuchungen und Behandlungen und ich hatte bis zum letzten Augenblick die Hoffnung und den Glauben an meinen Hund nicht verloren. Die Tierärztin und ich ermöglichten Maxi alles, was in unserer Hand lag, und ich hätte, wenn ich gekonnt hätte. auch noch mehr getan. Es war mir nichts zu schade für Maxi. Ich konnte sie nicht einfach so aufgeben, weil sie nicht funktionierte wie die ganzen Jahre zuvor. Auch wenn es für andere Quälerei war, ich kannte meine Maxi, wir lebten 8 Jahre lang zusammen und ich habe den richtigen Zeitpunkt selbst erkannt.
Als Maxi noch lebte, stellte ich mir oft die Frage, wer mir das Recht gibt, diese Entscheidung zu treffen, doch wenn ich an diesen Tag zurückdenke kann ich heute sagen dass es fair war, sie zu erlösen. Maxi hatte ein wundervolles Leben bei uns und ich musste sie am 29.11.2004 erlösen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Tierärztin für ihre kompetente, ehrliche, menschliche und immer gute Betreuung. Auch das immer nette und bemühte Praxisteam der Tierarztpraxis in Bühl- Vimbuch darf nicht vergessen werden. Besten Dank.
Autor: Marta Bartkowiak
MartaBartkoviak@aol.de
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Wir haben ein Husky-Mädchen, ein niedliches kleines Ding. Sie ist aus gehobener Zucht und ihr Geburtsname lautet: “Alyssa von und zu Spiritof North”. Wir haben sie umgetauft: “Maya Reichel”. Denn, bis wir ihren Namen ausgerufen haben, ist sie schon längst über alle Berge. Bei ihr trifft nämlich der Spruch: “auf und davon”, zu. Maya hat schon so manchen Ausbruch hinter sich und wird in Duisburg polizeilich (mit Fahndungsfoto) geführt.
Nun eben dieses niedliche kleine Ding hat letzten Sonntag wieder Haus und Hof verlassen. Wie üblich bin ich in solchen Momenten alleine zu Hause. Also schwing ich mich auf mein Fahrrad (beste Krankengymnastik) und fahre quer durch die Siedlung, um diesen Köter zu finden. Nach über einer Stunde (Krankengymnastik-Überstunde) finde ich Maya turtelnd mit einem Pudel-Playboy!!! Ich kann beide davon überzeugen, doch lieber getrennte Wege zu gehen, denn wer will solche Mixwelpen. Maya bekommt von mit ihr sexy Schlittenhunde-Geschirr angelegt (ein letzter verliebter Blick zum Playboy) und ich schwing mich wieder auf mein Fahrrad. Nun geht`s los!!! Volle Kanone!!! 50km/h (mindestens)!!! Null Problemo!!!
Bis …
Bis plötzlich eine Katze unseren Weg kreuzt. Wir entscheiden uns beide, die Katze zu jagen (mir bleibt eh keine Wahl). Über Stock und Stein! Durch Gärten und Hinterhöfe! Gott sei Dank entwischt die Katze über einen Zaun. Ich seh nicht ein, mein Fahrrad über den Zaun zu heben. Zum Glück liegen die meisten Leute noch im Bett, oder sind in der Kirche. Den restlichen Heimweg joggen wir nun. Unsere beiden anderen Wuffis erwarten uns schon schwanzwedelnd. Den Rest des Tages nehme ich mir frei!!!
Falls jemand in Betracht zieht sich einen Husky anzuschaffen, der möge sich bitte bei mir erst Rat holen.
(Sollte jemand einen Husky frei rumlaufen sehen…… Das ist meiner!!!!!)
Autor: Dagmar Reichel
gutgelandet@arcor.de





