Gespeichert unter: Hunde
Als Paco eine Woche vor Ostern 2005 mit meinen Eltern aus Spanien angereist kam, dachte ich mir “ Jetzt kommst du mal deiner Staatsbürgerpflicht nach und meldest deinen Hund an.“
Gedacht , getan und dem Amt meinen Hund als Podenco-Terriermix angemeldet.
Rückruf vom Amt: „Wie groß ist denn ihr Hnd? Und gehört er denn einer potentiell gefährlichen Rasse an?“
Antwort von mir: „38 cm, 8kg, keine gefährliche Rasse“
Antwort vom Amt: “ Bei Mischlingen MUSS eine Rassefeststellung durch den Amtstierarzt erfolgen!“
Na gut, gehn wir eben zum Amtstierarzt!? Hab ja auch sonst keine Probleme!
Paco gut zugeredet sich anständig zu benehmen und das Büro der Amtstierärztin geentert:
Amtstierärztin: „Gefährlich ist der aber nicht! Welche Rasse ist das denn?“
Ich gedacht: „??“ Geantwortet: “ Podenco -Terrier-Mix?“
Amtstierärztin: „Ich denke Schnauzermischling. Schreiben Sie das in die Anmeldung!“
Ich gedacht: „????“ – „Na, wenn sie meint?!“
Amtstierärztin:“ Wie alt ist er denn?“ Holt einen Zollstock aus dem Schubfach
Ich geantwortet: „Circa 8 Monate laut Tierarzt“
Amtstierärztin: „Dann muss ich mal schauen, wie groß er jetzt ist!“
Ich gedacht: „Schön, jetzt misst sie eben noch deinen Hund, der genau 38 cm hat und dann haben wir das auch hinter uns“
Amtstierärztin misst ihr Stuhlbein mit der Feststellung: „Der Hund ist so hoch wie das Stuhlbein und außerdem wächst der noch!“
Das Stuhlbein hatte 42 cm. Laut Regelung von Nordrheinwestfalen gehört mein Hund dank Stuhlbein zu den Hunden der 20/40 Regelung. Das heißt: 20kg Gewicht und/oder 40 cm Körpergröße = großer Hund = Sachkundenachweispflicht.
Ich also, nach unfruchtbarer Diskussion, zu meinem Tierarzt (der sich fast an seinem Lachanfall mit anschließender Hustenattacke ins Jenseits katapultiert hätte *grins*) und mit Bravour den Test abgelegt, 25 Euro gelatzt und meine lebenslange Tauglichkeit zum
Führen großer Hunde in Empfang genommen.
Allerdings weiß ich immer noch nicht, für was jetzt der Sachkundenachweis gilt:
Für den Hund oder für das STUHLBEIN????
Na, aber immerhin weiß ich jetzt die überaus seltene Rasse meines Hundes:
RIESENZWERG
Allerdings hat er jetzt tatsächlich 42cm und immerhin 9 kg!
Ich hoffe der Wahnsinn hat bald ein Ende!
Autor: Kerstin Meyer
Tinkasg@aol.com
Gespeichert unter: Katzen
Hier auf dem Lande kommen immer wieder fremde Katzen vorbei. Einige sind auf der Durchreise und suchen ein neues Revier. Andere kommen von den umliegenden Höfen. Die meisten sind nicht kastriert. Und andere wiederum leben hier verstreut in der Feldmark. Und gerade dort sind sie durch Bejagung sehr gefährdet. Diese wilden oder halbwilden Katzen sind meist in einem erbärmlichen Zustand. Seit 1997 leben wir hier und zu Anfang waren es sehr viele, die sich an das Wohnhaus trauten. Manche nur nachts.
Da war zum Beispiel die Magere ( Kosename). Sie war sehr scheu und bestand fast nur noch aus Haut und Knochen. Unser Vormieter hatte auch ihr immer Futter weit ab vom Haus gestellt. Das nahm sie nur an, wenn kein Mensch in der Nähe war. Den zweiten Winter, den wir hier verbrachten, war sehr sehr kalt. Die Magere kam vorsichtig näher, um den Misthaufen nach etws fressbarem zu untersuchen. Die Eule duldete sie nicht hier nicht. Aber Eule war ja im Winter meistens in der Wohnung. So stellte ich der Mageren regelmäßig eine flache Futterschale in Nähe des Misthaufens und entfernte mich sofort. Ich beobachtete sie mit dem Fernglas, wie sie immer die Schale am Rand zwischen die Zähne nahm und wieder verschwand. Sie hatte wieder einmal einen Wurf zu versorgen. Im nächsten Winter kam sie nicht mehr. Ich denke, sie hat es nicht geschafft.
Die ersten Jahre haben wir hier einige herrenlose Katzen in Lebendfallen gefangen und zur Katzenauffangsstation gebracht. Dort hat man Erfahrung mit den Wilden und Halbwilden. Nachdem sie dort versorgt und kastriert wurden,suchte man per Anzeige Bauern, die Mäuse- und Rattenfänger brauchen. Nun leben hier so viele Katzen, das es für uns und der Auffangstation unmöglich wurde, Lebendfallen aufzustellen. In den Fallen sapen letztendlcih die hier ansässigen Katzen
Sammy: Unser Burschi versteht sich ja sehr gut mit anderen Artgenossen. Und so war es für uns nicht verwunderlich, dass er eines Tages Schulter an Schulter mit einem kleinen Kater nach Hause kam. Wir nannten ihn Sammy. Sammy war noch sehr jung. Wir stellten einen Napf mit Futter raus, den er gierig leerte. Sein Bauch war kugelrund. Dann ging er wieder. Von nun an kam Sammy regelmäßig alle zwei Tage zwischen 21.30 und 22.00 Uhr. Danach konnte man die Uhr stellen. Er maunzte kurz, Burschi spitzte die Ohren und ging zur Tür. War Burschi gerade unterwegs, dann maunzte der Sammy lauter. Und einen Appetit hatte der Kleine – unglaublich, was in so einen kleinen Katzenmagen passte.
Auf Dauer konnte es so aber nicht weitergehen und unser Katzenboot war voll. Die Wohnung ist zu klein für fünf Katzen. So haben wir Sammy eines Abends reingenommen und im Bad untergebracht. Natürlich mit dick gefüllten Napf. Nachdem er satt war, sein Fell in Ordnung brachte, blieb mein Mann noch ein wenig beim ihm. Die Zecken wurden entfernt und eine Kuscheldecke reingelegt. Darauf zusammengerollt, schlief er auch gleich ein. Am nächsten Morgen verfrachteten wir ihn in den Transportkorb und brachten Sammy schweren Herzens in die Auffangstation. Gerade mein Mann war darüber sehr betrübt, aber er wußte auch, das wir nicht noch eine Katze aufnehmen konnten. Sammy wurde natürlich, da er so schön ist, nach der Sperrfrist sofort vermittelt. Er hat sich gut entwickelt und es geht ihm sehr gut im neuen Heim.
Burschi mit vier Ohren? Unser Burschi liegt nach der Ernte häufig auf den hochgestapelten Strohballen in der offene alten Scheune. Wenn ich mal wieder nach ihm rufe, weil er lange nicht zu Hause war, gehe ich meistens dort nachsehen. Denn wenn Burschi ruht, dann ruht er und kommt nicht. So war es mal wieder. Ich stand vor den ca. 5- 6 Meter hohen Strohtürmen und rufe seinen Namen. Meistens antwortet er dann(komisch: immer kläglich lach). Ups – was ist das? Burschi sitzt oben links auf einen Ballen und rechts sind gerade eben noch zwei Katzenohrenspitzen zu sehen, sonst nichts. Burschi kam runter und wir gehen nach Hause. Ein paar Tage später das gleiche Spiel: links liegt Burschi und rechts sind die Ohrspitzen von einer fremden Mieze zu sehen. So ging das den ganzen Sommer über. Niemals habe ich sie ganz gesehen. Sie fühlte sich da oben so sicher vor den Hunden, dass sie gar nicht reagierte. Einmal hatte ich dann doch Glück: sie kletterte gerade rauf. Schon wieder eine junge Katze! Ich denke, das sind von irgendeinem Hof vertriebene, denn bei den Hofkatzen herrscht eine strenge Hierarchie. Es sind wohl alles junge Kater, denn diese werden oft von den älteren Hofkatern nicht immer geduldet.
Katzen und die Autos: Mein Mann ist beruflich in ganz Europa mit dem Auto unterwegs. Er sieht so viele Katzen, die angefahren wurden. Es ist für ihn immer ein furchtbar trauriges Bild, die zerschundenen kleinen Körper zu sehen. Auch hier im Ort, wo mittendurch eine Bundesstrasse führt, ist es schlimm. Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht eine Katze überfahren am Strassenrand liegt …
Der Fremde: Seit gestern Nachmittag regnet es ununterbrochen. Die schmale Straße, die von den Bauernhöfen zum kleinen Ort hineinführt, ist völlig aufgeweicht. Heute ist wieder der Milchwagen darüber gefahren und hat tiefe Furchen im Schlamm hinterlassen. Sie sind gefüllt mit schmutzig-braunen Wasser. Der Wind weht wieder, wie häufig hier, über die Felder. Es ist Frühling. Der Raps ist schon verblüht. Die Vögel zwitschern, die Schwalben sind eifrig am jagen, um ihre Jungen mit Insekten zu versorgen. Man könnte meinen, die Welt ist hier in Ordnung.
Unsere Katzen liegen müde auf ihren Schlafplätzen und dösen. Sie waren wieder letzte Nacht draußen. Wenn es wärmer wird, dann wollen sie immer nachts raus. Sie sind halt dämmerungsaktive Tiere. Ich stehe am Fenster und schaue hinaus. Warte, das der Regen aufhört. Es gibt im Garten noch so viel zu tun. Da sehe ich am Wäldchen hinten einen schwarzen Fleck. Unwillkürlich drehe ich mich um und sehe ich nach meinen Katzen. Nein, sie schlafen. Aber was ist denn das ? – am Wäldchen und bewegt sich unaufhaltsam zu uns rüber. Für einen Hund vom Bauern ist es zu klein. Vielleicht ist es Jack, der liebe Kater von nebenan. Aber nein, dort hält er sich nie auf. Da stromern eher meine Kater rum und die schlafen ja. Ich schaue meine Kater wieder an und muss schmunzeln: Wohlstandskatzen. Unvermittelt heben sie alle drei den Kopf; sie haben etwas gehört. Charly steht sofort auf und sieht aus dem Fenster. Nichts zu sehen. Da legt er sich wieder hin. Wieder heben meine Katen ihre Köpfe. Da draußen ist doch etwas. Nun hat es aufgehört zu regnen und Burschi möchte raus. Ich öffne ihm die Tür und dann höre ich es auch: Da jammert eine Katze. Ganz kläglich. Ich rufe ”Miez-Miez” und warte. Burschi sieht mich fragend an, als wolle er mir zu verstehen geben, dass er doch hier ist. Die Katze jault wieder und ich antworte mit “miez-miez”. Da bewegt sich etwas in der Hecke. Wieder rufe ich. Burschi schaut gespannt dorthin. Und dann sahen wir sie, die Katze. Sie schaute vorsichtig zu uns und maunzte. Nun waren auch Charly und Lucky draußen und sehen die Fremde. Man konnte nur ihren Kopf sehen. Weiter traute sie sich nicht raus. Burschi ging langsam rüber zur Hecke, wo eben noch die Katze saß. Lucky hinterher. Charly blieb neben mir sitzen uns sah sich um. Ich lockte die Katze wieder.
Und dann kam sie durch die Hecke, setzte sich auf den Rasen und maunzte abermals. Armes Würmchen, ihr Fell war ganz durchnässt. Eine hübsche Katze: An den Vorderpfoten trägt sie kleine weiße Puschen und die Hinterpfoten sind auch weiß, aber ein wenig höher .Ebenso die Schnute. Das Kinn ist schwarz, wie der ganze Körper. Der Nasenspiegel rosafarben und direkt darunter hat sie einen kleinen schwarzen Punkt, der rund ist wie eine kleine Kugel. Jetzt wälzt sie sich auf den nassen Rasen. Nun sehe ich ihren weißen Bauch, der einen schwarzen breiten Streifen hat. Gerade so, als trägt sie einen Gürtel. Sie ist sehr zierlich, dass man meinen könnte, sie ist noch sehr jung. Aber sie ist sehr scheu. Näher als zehn Meter lässt sie keinen an sich ran. Dann zieht sie sich zurück, bis die Distanz von ca. zehn Metern wieder hergestellt. Burschi geht noch mal langsam auf sie zu. Ich lobe ihn, denn ich sehe, dass er nichts tun will, sondern einfach mal schnuppern. Doch sie Angst und läuft davon. Ich rufe sie, aber sie kommt nicht wieder.
Am Abend höre ich dann Gefauche und Gejaule. Da wir hier alle wenigstens eine Katze haben, kommt es eben mal vor, dass sie sich nicht einig sind. Doch im Allgemeinen vertragen sie sich alle. Nur unser Charly kommt nicht immer so recht damit klar. Schließlich ist die Katzengemeinschaft im Laufe der Jahre auf zehn gestiegen. Und Charly und auch Burschi sind jetzt im 12. oder 13.Lebensjahr. Ich geh raus, um nach den rechten zu sehen. Kaum war ich im Garten, schoss auch schon Findus vorbei und suchte Schutz auf seiner Terrasse. Sie liegt direkt neben unsere. Findus sitzt in Kampfhaltung auf der Bank .Sein Fell gesträubt, die Ohren ganz nach hinten angelegt. Vor ihm sitzt die kleine fremde Katze .Nein, es ist ein Kater, wie ich nun sehen kann .Auch er hat sich durch gesträubtes Fell größer gemacht, als er ist. Als er mich sieht, läuft er davon. Ich beruhige Findus, denn er wird leider öfters von Charly aus unserem Garten vertrieben.
Der fremde Kater sitzt im Rapsfeld und singt. Er ist zu scheu, als das er sich in die Nähe eines Menschen traut. So geht es ein paar Tage. Man hört ihn maunzen, aber sieht ihn kaum. Dafür bringt er viel Unruhe in die kleine Katzengemeinschaft. Er fängt an, nachts um das Haus zu schleichen und laut zu klagen. Ich rufe ihn oft, aber er kommt nicht. Ich habe das Gefühl, er ist auf Wanderschaft, um sich ein eigenes Revier zu erobern. Es stammt sicher von einen der umliegenden Höfen und ist vom stärkeren Kater vertrieben worden. Dann gehen sie meistens auf Wanderschaft und suchen eine neue Bleibe.
Wir wollen ihn ins Tierheim bringen. Da wird er medizinisch versorgt. Und so niedlich, wie er aussieht, findet er mit Sicherheit schnell einen Menschen, der ihm Kost und Logis bietet. Die Entscheidung war also gefallen. Ich konnte die folgende Nacht nicht schlafen. Immer kreisten meine Gedanken um den Kleinen. Am nächsten Tag war er wieder da. Ich rief ihn, mit einen gefüllten Futternapf bewaffnet, an den ich laufend klopfte. Da kam er endlich angeflitzt. Blieb aber in sicherer Entfernung sitzen. Die Augen an den Napf geheftet. Ich stellte den Napf auf unsere Terrasse und entfernte mich ein wenig. Sofort flitzte er zum Napf und leerte ihn auf einmal. Oha, er hatte etliche Zecken am Körper. Mit klagenden Gesang meldete er sich abends wieder an. Meine Kater beobachteten ihn sehr genau. Erst bekamen sie ihr Futter und dann stellte ich für den Fremden auch einen Napf raus. Diesmal blieb ich ein wenig näher am Napf. Er saß gierig alles auf und ging langsam ein paar Meter weiter, um sich zu putzen. Anschließend ging er ins Rapsfeld und jaulte. Es war das Lied eines einsamen Katers. So langsam konnte er sich meinen Katern nähern, ohne von ihnen vertrieben zu werden. Nächster Tag, neuer Versuch. Ich blieb jetzt am Napf sitzen. Vorsichtig um sich schauend nähert er sich. Ich bewegte mich nicht und sprach leise zu ihm. Er dankte es mir, indem er mir um die Beine schlich.
Am Abend hatte ich ein Floh- und Zeckenmittel dabei. Das habe ich ihm während seiner Mahlzeit ins Genick aufgetragen. Eigentlich, ja eigentlich war die Entscheidung über sein weiteres Schicksal gefallen – aber ich wankte. Er ist sehr scheu. Im Tierheim würde es kaum besser werden. Wir haben schon einige Katzen, die sich hier länger aufhielten, ins Tierheim gebracht. Denn wer denkt, auf dem Land haben es Katzen besser, als in der Stadt, der irrt. Das Leben ist für Heimatlose ein täglicher Kampf ums überleben. Auf den Höfen werden sie als Mäusefänger gehalten. Werden sie in der Feldmark gesehen, dann werden sie getötet. Dann sind es wildernde Katzen! Daher tragen hier alle Katzen, die zum Haus gehören, Halsbänder. Dann werden sie wenigstens vom Landwirt, der hier auch Pachtinhaber ist, verschont. So jedenfalls ist die Abmachung …
Seit der kleine Flitzer nun von mir gefüttert wurde, fiel das Revierkämpfen flach. Er musste sich nicht mehr behaupten, ganz nach den Motto: Seht her, ich bin nun der Boss hier. Die Revierordnung blieb so intakt. Er legte weiter seine Scheu ab. Ab und zu stellte ich seinen Napf ins Haus. Nach anfänglichem Zögern kam er rein. Aber sobald er fertig war, raste er raus. Charly bewachte dann die Tür wie ein Hund. Um diesen machte der Kleine einen riesigen Bogen. Nun stellte sich aber die Frage, wie medizinisch versorgen lassen. Auch, wenn ich ihn nun ein wenig kraulen konnte; er wich zurück, sobald ich seinen Rücken berührte. Unter den Mietern ist eine Tierärztin. Sie bot sich an, den Kater zu kastrieren. Blieb nun die Frage, wie an ihn rankommen, ohne das er in Panik gerät. Ab sofort bekam er sein Futter nur noch in der Wohnung. Er kam nun immer rein, vorausgesetzt, der Fluchtweg blieb frei.
Am nächsten Wochenende war es soweit. Ich machte die Tür zu und sofort erfasste ihn Panik. Er jaulte fürchterlich .Das wurde wohl Charly, er ist ja der Boss hier, zuviel. Er ging direkt auf ihn zu und verpasste ihn eine Ohrfeige. Da wurde er etwas ruhiger. Die Tierärztin kam mit einem speziellen Korb. Da kann man eine Seite verschieben, sodass der Korb immer schmaler wird. Ich blieb im Hintergrund, damit er mich damit nicht in Verbindung setzt. Nach der Narkoseimpfung schlief er sofort ein. Nach der OP legten wir ihn ins Bad. Dort hatte er Ruhe vor den meinen. Noch nicht richtig aus der Narkose erwacht, suchte er gleich nach einen Ausgang. Aber es war viel zu früh. Die Narkose muss erst ganz aufgehoben werden, sonst besteht die Gefahr, das er unters Auto gerät. So musste Flitzer, wie ich ihn nannte, noch ein paar Stunden drinnen bleiben. Zeitweilig lag er auf meinen Schoss und schlief. Als die Tierärztin nach ihm sah, war er sofort wach. Kaum hatte er sie entdeckt, verschwand er hinter der Couch und war durch nichts zu bewegen, sein Versteck zu verlassen. So machte ich die Tür wieder auf. Er konnte also raus, was er ohne zu zögern auch tat.
Ich aber war in Sorge. Kommt er wieder? Läuft er nicht vors Auto? Ist er schon schnell genug, um sich nicht vom Jagdhund erwischen zu lassen? Spät am Abend war wieder da und wartet auf sein Futter. Schön – das ist geschafft. Natürlich lehnte er es nun ab, ins die Wohnung zu kommen. Musste er auch nicht. War froh, ihn überhaupt zu sehen! Das Wetter half am nächsten Tag etwas nach: ein Gewitter war in vollen Gange. Trotzdem traute Flitzer sich anfangs nicht rein. Er saß unter der Tanne und wurde nass. Ich stellte den Napf direkt im Wohnzimmer an die Terrassentür. Und der nächste Donnerschall überzeugte ihn dann doch. Er kam rein, wenn auch sehr misstrauisch, fraß alles schnell auf und raste wieder raus. Der Regen hatte nun etwas nachgelassen. Abends gegen 22 Uhr gehe ich meistens raus und lege eine Spielrunde mit Charly, Burschi und Lucky ein. Und nun kam Flitzer dazu! So langsam wird er nun in den Kreis meiner Tiger aufgenommen. Ein schönes Bild!
Es ist Anfang Juni. Und so hat der Kleine Flitzer den ganzen Sommer und Herbst über Zeit, sich zu überlegen, ob er sich uns anschließen will. Dann hätte er bei schlechtem Wetter ein Dach übern Kopf. Ich treibe ihn nicht – Vertrauen baut sich halt langsam auf. Was wissen wir denn schon über ihn? Welche Erfahrungen er hat in seinen bisherigen Leben mit den Menschen gemacht? Ich denke an Burschi. Er ist auch ein Halbwilder. Und wenn ich es recht bedenke, hat er sich auch toll gemacht. Und er kann auch keine geschlossenen Türen leiden, wenn er mal für 2-3 tage unterwegs ist. Daraus schließe ich, das er eingesperrt war. Oder die Eule. Wurde vom Vormieter gefüttert, durfte aber nie in die Wohnung. Als wir hier einzogen, schloss sie sich auch aus freien Stücken uns an. Konnte rein oder raus, wann immer sie wollte. Sie stammte aus einem Wildwurf.
So, langsam muss ich dem Flitzer einen richtigen Namen geben. Ob er sich uns nun soweit anschließt, daß er auch in der Wohnung verweilt oder nur draußen bleibt. Auf jeden Fall soll er einen Rufnamen haben. Und außerdem: alle meine Katzen haben einen ganz besonderen Namen. Wie wäre es mit “ Moritz” oder “ Tommy” oder oder oder. Es muss wohl überlegt sein. Obwohl – Katzen haben ja drei Namen: einen Ruf- und Kose- und ganz geheimnisvollen, den nur die Katzen kennen und uns Menschen nie nennen…. Ich hoffe sehr, ,noch einige Geschichten von vom Flitzer erzählen zu können. Also Flitzer – komme rein, sollst immer hier willkommen sein!
Das Schicksal von Flitzer ist ungewiß. Er kam eines Tages nicht wieder.
Nun ist es ein Rot-Weißer: Seit einigen Tagen kommt wieder eine fremde Katze vorbei. Es ist ein junger Kater. Erst gegen Abend gegen 22 Uhr traut er sich und schleicht um das Haus herum. Er wird sicherlich vom Geruch seiner Artgenossen angezogen. Leider ist er so scheu, das wir ihn kaum etwas Futter zukommen lassen können. Das würde nur eine zusätzliche Mahlzeit für meine bedeuten. Sobald er Menschen sieht, geht er in Deckung und läßt keinen weiter an sich herran. Ein schönes Tier. Als ich ihn zum ersten mal sah, war er sehr gepflegt. Nun kann ich erkennen, das er nicht genug Beute macht. Hoffentlich findet er schnell ein neues Revier. Und einen Menschen, der sich um ihn kümmert.
Autor: Angela Broschatt
angi-sun@web.de
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Diese Seite widme ich meinen kleinen Stern, die ich niemals vergessen werde …
Als ich 11 Jahre alt war, bekam ich ein kleines Kätzchen, es war wie Liebe auf den ersten Blick. Wir waren vom ersten Moment unzertrennlich ich nannte sie „Sternchen“! Es kam mir so vor als kannten wir uns schon eine Ewigkeit, so zutraulich war sie schon.
Sie schlief zusammen mit mir in einem Bett (sogar die Decke habe ich mit ihr geteilt), sie folgte mir einfach auf Schritt und Tritt. Sobald ich rausging, erzählte mir meine Mum, dass sie nur nach mir gerufen hat und immer an der Türe stand, bis ich wieder kam.
Sie war für mich wie meine beste Freundin. Manchmal erzählte ich ihr auch meine Geheimnisse oder Sorgen, die ich hatte. Sie war immer ein toller Ansprechpartner (auch wenn sie mich nicht verstanden hat, was ich ihr sagte)!
Hier ist Sternchen und hilft mir bei den Hausaufgaben
Als sie 1 Jahr alt war bekamen wir noch einen Kater „Felix“. Er war Sternchens Neffe. Sie verstanden sich einfach prima, auch wenn Sternchen manchmal genervt von Felix war. Aber sie tobten und spielten zusammen wie zwei kleine Geschwister.
Dann sind wir in ein Haus umgezogen. Ich hatte „mein Zimmer“ unten im Keller. Das auch irgendwie Sternchen ihr Zimmer war. Sie machte es sich da unten richtig bequem. Sie hatte bei mir einfach alle Rechte. Wenn sie mal was Falsches gemacht hab, war ich nie lang auf sie sauer, da sie mich immer so unschuldig angeschaut hat. Wir machten uns es richtig schön im Keller, schauten uns zusammen Filme an, gingen an den PC (wo sie immer der Maus auf´m Pc hinterher gejagt ist), wir machten einfach alles …
Hier ist Sternchen mit Felix zu sehen
… bis am Dienstag 2.5.2006 etwas Erschreckendes passieren musste, was ich bis jetzt immer noch nicht kapiere: Mir ist schon vor 3 Wochen aufgefallen das mit Sternchen etwas nicht stimmte. Sie würde dünner, obwohl sie eigentlich schon immer etwas molliger war und sie noch nie so abgenommen hat.
Doch dann gingen wir an diesen Tag zum Tierarzt, und ich machte mir schon so komische Gedanken, wie man sich eigentlich fühlen muss, wenn das geliebte Tier eingeschläfert werden muss (solche Gedanken habe ich mir noch nie gemacht)!
Wie immer ließ sie sich nicht vom Tierarzt anfassen, aber diesmal mussten sie eine Narkose machen. Ich ging raus, weil ich meine kleine Maus nicht kleiden sehen wollte. Ich bat meine Mum rein zu gehen.
Als sie wieder raus kam, sah ich in ihrem Gesicht ganz viele Tränen und ich fragte sie ob Sternchen eingeschläfert werden muss. Sie sagte nur: „Komm mal mit!“ Als ich Sternchen auf dem Tisch sah, war ich es mir schon bewusst. Ich bekam einen Heulkrampf und brach zusammen. Meine Mum zeigte mir den Tumor im Bauch und sagte, sie habe 3 Narkose-Spritzen bekommen da hat sie immer noch Schmerzen gehabt hatte. Man konnte ihr nicht mehr helfen. Ich verabschiedete mich von ihr und rannte zum Auto.
Ich wollte sie nicht sterben sehen und bin froh, dass meine Mum mit ihr den letzten Weg gegangen ist. Sternchens Nieren waren schon ganz verschwunden. Die Ärztin hätte ihr noch 3 Tage geben können, aber was nutzen mir 3 Tage, wenn ich weiß, sie müsste dann nur leiden???
Am nächsten Tag haben wir sie in unseren Garten an einem schönen Platz vergraben, wo auch Felix sie jeden Tag sie vom Fenster aus sehen kann.
Ich hab mir noch ein Stück Fell und ein Schnurhaar von ihr abgeschnitten. Jetzt habe ich eine „Gedenkbox“ für sie gemacht, da ist alles von ihr drin, sogar ein kleiner Milchzahn, den sie früher verloren hatte. Ich gehe jeden Tag zu ihr und rede immer noch mit ihr.
Sternchen auf ihrer Lieblingsdecke in UNSERM Bett
Jetzt weiß ich wenigstens, dass sie nicht mehr leiden muss und auch nicht im Himmel alleine ist!!!
Sternchen du bist und bleibst mein kleiner Stern, auch wenn du jetzt im Himmel bist. Du wirst immer in meinen Herzen bleiben das verspreche ich dir.
Ich vermisse dich.
Deine Mama und Felix
PS: Meine Mum hat auch eine Geschichte über Sternchen geschrieben unter der Überschrift „Katzenkrebs“ könnt ja auch da noch rein schauen.
Falls ihr mir eine E-Mail schreiben wollt, dann bitte unter dieser Adresse: Sternchen_imy@web.de
Autor: Nicole, 17 Jahre
Sternchen_imy@web.de
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Salems Name steht für das Ende eines Lebensabschnitts zugleich aber auch für einen Neuanfang. Als ich mich nach langjähriger Beziehung von meinem Partner trennte, erfüllte er mir einen langgehegten Wunsch und schenkte mir zum Abschied dieses süsse Katerchen.
Main-Coon-Katzen gefielen mir schon lange weil sie so gross sind, so verwegen aussehen, wie kleine Löwen eben, und weil sie total verschmuste Kobolde sind. Für mich stand auch immer fest, meine Katze müsse ein rothaariger Kater sein.
Also beschlossen wir nach längerer Suche ( die roten sind eher selten) uns ein solches Exemplar anzusehen! Soweit so gut. Als wir beim Züchter ankamen sass er auch bereits auf dem Fenstersims und schaute uns neugierig entgegen. Absolut süss und absolut rothaarig. Genau so, wie ich mir das immer erträumt hatte. Wir wurden also zu den Jungtieren geführt, um den kleinen Kerl genauer in Augenschein zu nehmen. Ja, und da ist es dann passiert!! Ein kleiner neugieriger, silbergrauer Kerl marschierte uns direkt vor die Füsse. Wir sahen uns an und wussten beide: das ist er!! Diesen und keinen anderen Kater wollen wir haben!! Sicher, der rothaarige war auch süss, aber der da, der war einfach ein Main-coon, wie er im Buche steht!!
Kurze Zeit später waren alle nötigen Papiere unterschrieben und Aaron, so hiess er damals noch, trat seine erste Autofahrt im Katzenkäfig an. Das gefiel ihm gar nicht. Er wimmerte und sabberte vor Angst und Unbehagen die ganze Heimfahrt vor sich hin. Das konnte ja heiter werden. Wie würde er wohl reagieren, wenn er unsere anderen Hausgenossen sah?! Ayla, die Hündin, die lebhafte, verspielte Persephone, den majestätischen Followme und den ruhigen Noah.
Aber meine Bedenken waren umsonst. Er krabbelte aus seinem Käfig, froh, wieder frei zu sein, machte einen riesigen Katzenbuckel, fauchte Ayla kräftig an und liess sich dann von den anderen beschnuppern. Dann verkroch er sich unters Bett, wo er mehr oder weniger blieb während der nächsten zwei Tage und sich nur zeigte, um zu fressen. In dieser Zeit überlegten wir hin und her, wie wir ihn wohl taufen sollten. Aaron passte einfach ganz und gar nicht zu ihm, dazu sah er viel zu frech aus. Ja, und schliesslich kam meiner Tochter dann der sprechende Kater aus der Fernsehserie „Sabrina“ in den Sinn. So und nicht anders sollte er heissen: Salem!! Soviel ich weiss, bedeutet das auch soviel wie Frieden. Das passte hundertprozentig!
Inzwischen sind 6 Wochen vergangen, wir, das heisst, meine Tochter und ich, sind zusammen mit Salem und dem ganzen Zoo, umgezogen und haben uns in unserem neuen Domizil bestens eingelebt. Salem und Persephone sind unzertrennlich und spielen viel miteinander. Sie sind ja auch ungefähr gleich alt und ein wunderschönes Pärchen. Und ich hab da natürlich auch schon einen klaren Hintergedanken im Kopf!! Die zwei sollen unbedingt zusammen Junge haben! Persephone, die schöne Schildpatt und unser silbergrauer Schönling!!
Ich weiss zwar nicht, ob das klappt, denn Persephone macht mir noch immer ein bisschen Sorgen. Ihre Krankheit hat sie überwunden, sie ist äusserst lebhaft, frisst gut und ist unwahrscheinlich anhänglich. Aber irgendetwas stimmt nicht ganz. Wo sie geht und steht, ist sie sehr wackelig auf den Beinen und kippt des öfteren um, fast so, als hätte sie cerebrale Störungen. Das lasse ich jetzt gerade genauer abklären. Es scheint sie aber überhaupt nicht zu stören, sie ist munter und vergnügt und sie und Salem liefern sich die tollsten „Haschmich-spiele“, die man sich nur vorstellen kann. Am liebsten mitten in der Nacht, wenn alles schläft und natürlich mitten auf meiner Bettdecke!! Selbst Followme und Noah lassen sich manchmal zu einem Rennen hinreissen und schlafen dann jeweils ganz erschöpft auf meinem Bett ein. Dass ich natürlich dann hellwach bin, muss ich wohl kaum erwähnen!
Ja, so hielt er Einzug bei uns, der kleine Salem! Die besonderen Verhältnisse, denen ich ihn zu verdanken habe, werden ihn immer zu etwas ganz besonderem machen!
Autor: Su Walker
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Hallo Ihr Lieben,
ich hieß Cachorro Electric und wurde am 15.02. 2003 auf Lanzarote geboren. Seit April lebte ich dort im Tierheim. Am 28.06.2003 war mein großer Tag. Ich wurde zu meiner neuen Familie geflogen. Zwei nette Mädels waren für mich und zwei meiner Kumpels Flugpaten und brachten uns nach Köln. Als wir dort ankamen, warteten unsere Familien schon auf uns. Die freuten sich alle riesig als sie uns sahen.
Uns war das teilweise etwas unheimlich, so viele neue Geräusche und Gerüche und dann die lieben Menschen, die uns knuddelten. Ich dachte mir ob das alles so richtig ist? Ob das so bleibt? Mein Herrchen und mein Frauchen brachten mich dann zum Auto und dann ging es los in Richtung neue Heimat. Ich kuschelte mich ganz fest an die Füße von Frauchen und hatte fast gar keine Angst.
Zwischendurch haben wir angehalten und ich hab was zu trinken bekommen und wurde ganz viel gestreichelt. Das war schön. Zu Hause angekommen wurde ich als erstes von einem anderen Hund begrüßt. Da hab ich vielleicht gestaunt. Aber jetzt versteh ich das. Herrchen und Frauchen haben noch einen kleinen Terrorzwerg namens Luca, der ist erst 15 Monate alt, und kann noch nicht alleine bleiben. Deshalb haben der Opa und seine Freundin mit Charly auf ihn aufgepasst, als ich abgeholt wurde.
Hey, ich konnte es ja gar nicht fassen, auch die waren ganz lieb zu mir, haben mich geknuddelt und gestreichelt, und alle sagten ständig ich wäre ja ein ganz Süßer. Unter uns, bin ich wirklich. Nachdem Opa, Bettina und Charly nach Hause gefahren sind, ging es dann nach draußen. Ich sollte mein Geschäft erledigen. Aber ich war viel zu aufgeregt. Soviel neues. Also gingen wir wieder rein.
Jetzt wurden Herrchen und Frauchen müde, es war 3:30h, aber ich war fit. Sie gingen dann schlafen, aber nachdem 10 min. alles dunkel und ruhig war musste ich. Ich setzte mich vor Frauchens Bett und erledigte meine Geschäfte. Frauchen stand auf und machte alles wieder sauber, und blieb dann mit mir auf. Wir gingen spazieren und spielten, und ich wurde gar nicht müde (aber ICH).
Um 6:20h kam dann das große Hallo. Ich lernte Luca kennen. Ein klasse Kumpel, mit dem kann man echt viel Mist machen und ich kann ganz viel von ihm lernen. Nachdem Luca gefrühstückt hat, hat er mir seinen Garten gezeigt. Der hat sogar einen Sandkasten und da sind ganz viel tolle Sachen drin versteckt. Die durfte ich alle ausbuddeln. Auch der Sand hat echt gut geschmeckt. Herrchen ist dann auch noch mit in den Sandkasten gekommen und hat mich gekrault. Einfach schön, aber so langsam werde ich müde. Doch erstmal sind wir noch spazieren gegangen.
Unser Feldweg ist ein echtes Abenteuer für mich und ich hab schon ganz viel Mutproben bestanden. Da sind nämlich Kuhwiesen voll mit Kühen, Pferdekoppeln mit galoppierenden Pferden und Gärten mit ganz vielen Hühnern. Das war vielleicht eine Geräuschkulisse, aber ich musste ja auf meinen Kumpel Luca aufpassen und bin ganz tapfer mitgelaufen. Mittags hab ich dann endlich geschlafen. Nichts konnte mich mehr davon abhalten und außerdem hat Luca auch geschlafen.
Nachmittags war ich dann mit Herrchen und Luca im Kiesbett. Ganz viele kleine Steine die zu allen Seiten stoben wenn ich dadurch renne, und Luca hat sie mir dann auch alle gezeigt. Das war echt ein aufregender und schöner Tag. Am nächsten Morgen bin ich dann mit Luca und Frauchen spazieren gegangen. Wir haben für Luca ein Brötchen gekauft, und Luca hat es mit mir geteilt. War das lecker. Aber Luca teilt alles mit mir, der ist echt toll. Und im Sandkasten kocht er dann für mich. Hat auch gut geschmeckt, aber das was Frauchen mir gibt schmeckt dann doch besser. Ich geh auch immer mit Luca auf Entdeckertour. Er zeigt mir ganz tolle Sachen im Garten, wie den Schlauch oder den Grill. Der ist echt Klasse. Nur einmal ist Frauchen sauer geworden. Luca und ich waren im Badezimmer, und er hat mir gezeigt wie man das Toilettenpapier abrollt. Echt interessant. Du greifst nach dem Papier, hältst es fest und es läuft mit dir bis in den Garten. Wir fanden das Klasse, aber Frauchen nicht. Sie macht jetzt immer die Badezimmertür zu. SCHADE!!!!
Also ich kann nur sagen ich fühl mich hier pudelwohl und will nie mehr weg. Ach, bevor ich es vergesse, ich heiße jetzt NEMO und finde den Namen echt klasse. Ihr doch auch oder?
So jetzt muss ich Gassi gehen, aber sobald ich neue Abenteuer erlebt habe berichte ich Euch davon.
Ganz liebe Grüße an mein altes zu Hause(Tierheim Sara)und DANKE für mein schönes neues zu Hause. Ohne Euch wäre ich jetzt nicht hier. Ihr seid SPITZE.
EUER NEMO
Autor: Förderverein Tierschutz Lanzarote e.V. Schwäbisch Gmünd
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Darf ich mich vorstellen, mein Name ist DINA (Bardina) und ich bin 6 J. und komme von Lanzarote.
Dort wurde ich von bösen Menschen eingefangen und in ein komisches Haus gebracht in dem es nach Tod roch! Ich war ganz verwirrt und wusste gar nicht wie mir geschah!!! Plötzlich kamen Menschen und nahmen mich und noch einige andere meiner Leidensgenossen mit und brachten uns in ein anderes Haus, ins TH SARA.
Sie waren freundlich, diese Menschen. Sie streichelten uns und gaben uns zu essen. Und dann passierte wieder etwas komisches ! Am Sonntag den 22.02.2004 bekam ich ein besonders gutes Leckerli. Das Komische daran war nur, dass ich davon ganz müde wurde, 3 meiner Freunde erging es an diesem besagten Tag genauso. Ich wurde dann in eine Kiste gelegt und mit dem Auto weggefahren. Von dem was dann passiert ist hab ich nicht mehr viel mitgekriegt, ich war ja so müde …
Als ich dann einigermaßen ausgeschlafen hatte lag ich immer noch in dieser Kiste. Es waren Menschen da, die in die Kiste hineinschauten und freundlich mit mir sprachen. Endlich wurde ich aus der Kiste hinausgelassen und ich konnte die Menschen persönlich beschnuppern und begrüßen.
Ich bekam gleich eine Leine und ich wurde auf eine Wiese geführt wo ich erst mal alles gründlich abschnuffeln und pieseln konnte! Das tat gut! Aber, verdammt war das kalt hier. Und der Boden war ganz weiß. Na ja, egal, das ist ja alles so aufregend.
Nach einer Weile blieben nur noch 2 Frauchen und ein Herrchen übrig, die mich dann mitnahmen. Sollte ein Mensch davon etwa meiner werden ? Das wäre ja zu schön um wahr zu sein…..Also wurde ich wieder in ein Auto verfrachtet, dieses mal ohne Kiste. Das ist vielleicht spannend. Da kann man immer aus den Fenster schauen und sieht alles. Als ich wieder aussteigen durfte nahm mich tatsächlich eines der netten Mädels mit.
Hach, ist das alles aufregend. Wir gingen dann in ihr Haus und dort musste ich erst mal alles inspizieren und abschnuffeln. Das riecht alles so anders hier…..irgendwie freundlich. Irgendwann wurden wir beide dann todmüde und legten uns schlafen!
Ich konnte erst noch gar nicht glauben, dass ich jetzt einen Mensch hatte, der sich um mich kümmert und mich knuddelt und streichelt. Ich musste erst mal alle 10 Minuten nachschauen ob sie denn auch noch da war. So, fürs erste war’s das jetzt mal.
Ich wünsche allen meine Freunden im Tierheim SARA, dass sie es auch bald so gut haben wie ich.
Viele Grüße, Eure DINA
Autor: Förderverein Tierschutz Lanzarote e.V. Schwäbisch Gmünd
vorstand@tierschutz-lanzarote.de
http://www.tierschutz-lanzarote.de
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Nanu, was war denn das da für ein Kugelblitz? Wieselflink verschwand etwas Weiß-Schwarzes auf dem verwilderten Nachbargrundstück in den Sträuchern.
Das war die allererste Begegnung mit dem „wilden“ Tom. Zunächst kein Grund zur Sorge – vielleicht hatte in der Nachbarschaft jemand eine neue Katze, die vorsichtig ihr neues Umfeld erkundete. Die Hoffnung war allerdings schnell dahin, als sich die Samtpfote auch nach Tagen, bei Wind und Wetter, immer noch in der benachbarten Wildnis aufhielt. Dann „erwischte“ ich sie im strömenden Regen „auf frischer Tat“ an den Igelnäpfen. DAS Rätsel war also auch gelöst: Wir hatten nicht urplötzlich eine heißhungrige Igel-Invasion, sondern TOM (damals noch „geschlechts“- und namenlos) holte sich klammheimlich das Igelfutter …. war demnach unversorgt und sehr hungrig.
Rasch wurde an einer ruhigen und wettergeschützten Stelle ein Futter- und Schlafplatz eingerichtet. Aber erst spät am Abend und in der Nacht traute sich die Katze dort hin und nahm beides gerne an. Wochen später sah ich sie hin und wieder auch über Tag ….. jedoch immer fluchtbereit, denn schon bei menschlichen Stimmen entschwand sie panikartig in die Sicherheit der Nachbarwildnis.
Dass es ein Katerchen war, konnten wir erst viel später feststellen. Die Angst vor uns Menschen war riesengroß, und Woche für Woche blieb die Lage unverändert. Sei´s drum. Offenbar war es eine draußen geborene verwilderte Katze, die keine menschliche Nähe kannte oder wollte. Sollte sie halt nach ihren Vorstellungen bei uns so mitlaufen. Irgendwann würden wir sie einfangen müssen (oh Graus !!!) für eine eventuelle Kastration sowie Impfung und Gesundheits-Check. Aber vorerst war die regelmäßige Versorgung das Wichtigste.
Es gab im Garten keine Kämpfe mit den beiden hauseigenen Katzen, demnach war sie kein Raufbold. Unser kleines Hundemädchen mußte ich halt ein bißchen mehr im Auge behalten, damit sie die fremde Katze nicht jagte – was dann leider doch passierte und TOM noch vorsichtiger machte. Sehr lieb und tolerant mit allem, was zum Haushalt gehört, ist unsere TRIXI – Dank des Terrier-Anteils – leider manchmal eine kleine Jägerin bei fremden Tieren, die nicht zur häuslichen Gemeinschaft gehören.
Fünf Monate vergingen, die Näpfe wurden stets bis auf den letzten Krümel geleert, und die weißbehaarte Mulde im Schlafplatz zeugte davon, daß unser „Zuläufer“ ihn regelmäßig aufsuchte. Inzwischen war es Ende November und das Wetter wurde ausgesprochen unfreundlich und kalt. Eine weitere Sorge: Wie sollte die Katze draußen den nahenden Winter bei Minustemperaturen heil überstehen? Ein zweiter warm gepolsteter Schlafplatz wurde eingerichtet, aber ob das ausreichte? Außerdem würde das Futter bei unter Null im Nu gefrieren, denn es wurde erst geholt, wenn die Luft rein – sprich: kein Zweibeiner in Menschengestalt im weiten Umfeld sichtbar war.
Völlig unerwartet passierte dann das Unvorstellbare: Bei der Futterverteilung flüchtete TOM nicht mehr wie bisher, ging lediglich auf ein paar Meter Distanz und maunzte kläglich. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Zwei Tage später kam er bis zur offenen Küchentüre, wieder zwei Tage später bis in die Küche. Vorsichtige Streichelversuche beantwortete er mit zarten Bissen in die Hand, so nach dem Motto: `Jetzt werd´ mal nicht zu übermütig, ich traue dir noch nicht und das Tempo bestimme ich!` Aber lange konnte er der Streichelhand nicht wiederstehen. Ganz offensichtlich genoß er das Kraulen sehr, blieb jedoch äußerst wachsam und vorsichtig.
In Kürze entdeckte TOM die gemütliche Decke auf der Küchenbank gleich an der Heizung und hielt sich dort immer häufiger auf. Das war ja nun weit mehr, als wir je erwartet hätten! Aber einen Haken hatte die Sache: die Türe nach draußen mußte als Fluchtweg offen bleiben, sonst geriet er in Panik. Bei den zu der Zeit herrschenden Minustemperaturen war unsere Küche im Nu eine Kühlkammer. In ganz, ganz kleinen Schritten, mit immer wieder Öffnen und Schließen der Außentüre, verlor TOM nach vielen Tagen allmählich die Angst vor geschlossenen Räumen. Er merkte, daß ihm keine Gefahr drohte und er jederzeit wieder nach draußen in seine Freiheit konnte. Die erste Übernachtung auf der warmen Küchenbank war dann allerdings für uns alle die absolute Premiere.
Zwei Monate später war aus dem „wilden“ TOM der totale Oberschmuser geworden. Die größte Wonne war und ist es seitdem, auf dem Arm herumgetragen zu werden – dicht gefolgt von „Stunden auf dem Schoß liegen“ oder „an der Heizung ablungern“. Gegen alle Erwartung schloß er sich nun ganz schnell an unser kleines Hundemädchen an – eine Freundschaft auf Gegenseitigkeit, denn jetzt gehörte TOM schließlich zum Familien-Clan.
Etwas schwieriger war und ist es mit den hauseigenen Samtpfötchen. Den inzwischen recht selbstbewußten TOM konnten die „Alteingesessenen“ MERLIN und PAULINE nicht so recht einordnen und akzeptieren. Die erste Rauferei ließ nicht lange auf sich warten. Eine dicke Freundschaft wird es wohl nicht geben – aber mehr und mehr ein für alle Seiten akzeptables Arrangement, denn Platz genug ist für alle und man kann sich – mit etwas Gutwill – aus dem Weg gehen.
„Parken“ in der Weihnachtskrippe
Die erste Begegnung mit unserem TOM liegt jetzt 2 ½ Jahre zurück. Die längst erfolgte Kastration machte ihn immer häuslicher. Als er bei uns auftauchte, war er geschätzte 2-3 Jahre alt. Trotz aller Bemühungen haben wir nie herausbekommen, wo er herkommt und ob er irgendwo vermisst wird. Warum ist ein so menschenbezogener Kater so verängstigt bei uns gestrandet und hatte vorübergehend alles Vertrauen in uns Menschen verloren? Wir wissen es nicht und können nur vermuten.
TOM hat sich uns als neues Zuhause ausgesucht und dankt die Aufnahme mit unendlicher Zuneigung und „Präsenten“: Beute wird auf schnellstem Wege mit großem Gemaunze heim getragen und in der Küche abgelegt. Und ….. er ist eine ausgesprochene „Plaudertasche“. Man kann sich regerecht mit ihm unterhalten, wobei er immer das letzte „Wort“ behält …
Autor: Inge Stolz
inge@inge-stolz.de
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Montag, 31.10.2005: Halloween: Der Tag des Grauens! Und tatsächlich war es für mich der bisher gruseligste Tag meines Lebens!
Herrchen bekam Post von „Amazon“, eine Maxi-CD von BAP: „Frauchen freut sich“ oder irgend so was, hab’s kaum verstanden, weiß nicht ob das deutsch gewesen sein soll. War ja eigentlich ein schönes Lied, aber – und jetzt wird’s gruselig: Herrchen sang mit! Na ja, singen konnte man es objektiv nicht nennen: Herrchen machte dazu seltsame Geräusche aus seiner „Fressluke“!
Dann stand er auf einmal auf und ich fürchtete schon, dass es noch schlimmer kommen würde: Dass er dazu tanzen wollte (grauenhafte Vorstellung, oder?). Aber er holte nur irgendetwas und pflanzte sich dann wieder auf seinen berühmt-berüchtigten Fernsehsessel, auch „Pupssessel“ genannt, warum verrate ich hier aber nicht
!
Ich versuchte mir auf jeden Fall so gut es ging meine Pfoten vor die Leid geplagten Ohren zu halten und hoffte inständig, dass dieser Kelch so schnell wie möglich an mir vorüber gehen würde! Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, aber irgendwann hatte der Wahnsinn ein Ende und ich schloss das Fenster schnell wieder, aus dem ich gerade springen wollte. Seit diesem Vorfall hat Herrchen bei mir den Titel: „Seine Merkwürden Caruso der viertel vor Zwölfte“.
Mittwoch, 14.09.05: Oh Gott, heute ist etwas Schreckliches passiert, sozusagen der Supergau schlechthin: Herrchen kam vollkommen unerwartet und ohne jegliche Vorankündigung schon um kurz nach halb zwei nach Hause! Jetzt lag ich da, mit meinen zehn Hündinnen die mich gerade verwöhnten, einer dicken Zigarre im Maul, einem Glas Champagner und einer Dose Kaviar auf dem Tisch, das Kokain hing mir noch im Fell unter der Nase, im Videorecorder lief der Hundeporno „Acht Pfoten für ein Halleluja“ und im Kassettenrecorder dröhnte dazu „Who let the dogs out?“ von Baha Men auf vollster Lautstärke (selbstverständlich haben wir alle mitgebellt!)! Als Herrchen das sah, hörte und roch traten ihm (ähnlich wie bei einer Comicfigur) etwas die Augen vorne raus und das
ganze Gesicht entgleiste ihm Richtung Boden: Sah ziemlich heftig aus!
Ich hatte den Anschein, dass ihm das nicht so doll gefiel, was er der gerade mit ungläubigem Blick anstarrte! Und tatsächlich: Er fiel sogar ihn Ohnmacht! Aber genau das war DIE Chance für uns alle, bzw. für mich: Ich jagte die Hündinnen die Treppe hinunter, entsorgte Champagner, Kaviar und das Kokain bis auf den letzten Krümel, versteckte die Video- und Musikkassette, legte mich auf den Teppich, setzte meinen süßestenBlick auf und wedelte freudig mit dem Schwanz, so als ob überhaupt nie etwas gewesen wäre.
Als Herrchen dann nach einer guten Stunde wieder zu sich kam, rieb er sich verdutzt die Äuglein und sagte „Ich glaube ich spinne!“, womit er eigentlich immer Recht hat
. „Hab ich das jetzt geträumt, oder was?“, stutzte er weiter. Ich lief zu ihm, sprang ihn freudig an und begrüßte ihn liebevoll, mit dem unschuldigsten Blick der Welt!
„Ich glaube ich werde alt“,, zweifelte Herrchen an sich. – „Du bist es schon längst!“, dachte ich!
Nachdem Herrchen vorsichtshalber mal Fieber gemessen hatte (bei sich!), sah man ihn noch den ganzen Tag kopfschüttelnd und mit leicht verzweifeltem Gesichtsausdruck durch die Wohnung irren.
Irgendwie ist er ja schon süß, der Große! Ich glaube, falls ich irgendwann noch mal von einer Hündin erfahre, dass ich doch mal Vater geworden bin (natürlich vor meiner blöden Kastration, wäre ja möglich!), bitte ich sie, den Nachfahren im Nachhinein noch nach meinem „Brötchengeber“ zu benennen: „Herrchen“.
Dienstag, 06.09.05: Ich muss immer wieder über mein albernes Herrchen lachen, denn folgendes Szenario trägt sich regelmäßig zu: Wir schlendern gemeinsam, bzw. ich führe Herrchen hinter mir an einer Langlaufleine mit, an einem scheinbar attraktiven Weibchen (= menschlichen Weibchen, also die Uninteressanten) vorbei. Dieses Weibchen dreht sich dann zumeist nach uns um und sagt voller Begeisterung „Ach, ist der süß!“
Jedes mal dreht sich daraufhin Herrchen um und grinst voller Freude wie ein Honigkuchenpferd, weil er denkt, das Weibchen hätte ihn gemeint! Und jedes mal verfinstert sich kurz darauf sofort seine Grinsefratze zu einem derben „Drei-Tage-Regenwetter-Gesichtsausdruck“ wenn er merkt, dass dieser enthusiastische Ausbruch der Entzückung selbstverständlich mir galt! Er ist dann immer ziemlich säuerlich drauf versucht aber, sich mir gegenüber nichts anmerken zu lassen! Ich lache mir dann aber trotzdem immer ins Fäustchen, weil er dann wirklich eine zu dämliche Fresse zieht! Ist schon ein alberner Sack, mein Herrchen, eigentlich fehlt ihm nur noch die rote Clownsnase!
Sonntag, 21.08.05.: Heute hat das olle Herrchen versucht, mich so ein dämliches Stöckchen holen zu lassen, das er zuvor extra weggeworfen hat! Ich weiß auch nicht was der feine Herr sich dabei gedacht hat, evtl. ein Anflug von „Größenwahn?“ Ich weiß es nicht! Naja, da er halt nun mal mein ?Brötchengeber? ist, getreu nach dem Motto: „Welch Brot ich ess, dess Lied ich sing“, habe ich mich notgedrungen bequemt, ihm sein albernes Teil wieder zu bringen!
Als er damit aber partout nicht aufhören wollte, genauer gesagt nach dem vierten Wurf, habe ich es einfach nicht mehr eingesehen so viel für so bisschen Futter leisten zu müssen – und außerdem kenne ich die Notrufnummer vom Tierschutz, falls er mir irgendwann mal ganz blöd daher kommt: Wie z.B. „Dann gibt es halt auch keine Leckerlis mehr!“ Also konnte ich mich ruhigen Gewissens darnieder legen und denn alten Trottel sein bescheuertes Stöckchen immer selber wieder zurückholen lassen! Nach dem siebzehnten Versuch hat er es dann endlich kapiert! Und genug blamiert hatte er sich dann auch vor den vielen Schaulustigen, die diesem absurden Treiben beiwohnten! Ihr hättet mal seine Fresse sehn sollen, die er anschließend gezogen hat! Menschen!
Samstag, 25.06.05: Oh Mann, heute Morgen hatte ich wieder eine Erscheinung der unheimlichen Art und ich kann nur sagen: „Sie sind unter uns!“ Es erschien ein blassgraues Etwas, mit einer Miene wie 3 Jahre abgelaufenes Sauerkraut. Es war nur schwer zu erkennen, ob diese Gestalt aufrecht ging oder auf allen Vieren durch die Gegend kroch. Jedenfalls war es ein jämmerlicher Anblick und alle Milchflaschen im Umkreis von 10
Kilometern versteckten sich rasch, aus Angst sofort in Säuernis zu verfallen. Schreckliche Töne stieß diese Kreatur aus: Es klang teils wie eine umgefallene Mülltonne, teils wie ein geschlechtskranker Elch, der gerade vom Zug überfahren wird. Je näher dieser lebende Haufen Sperrmüll kam, desto mehr ähnelte er unserer absonderlich, hässlichen Mülltonne, die ich persönlich schon längst ausrangiert hätte?aber mich fragt ja keiner!
Am liebsten hätte ich auch dieses sich krampfhaft in meine Richtung schleppende Geschöpf des Abstoßes sofort mit einer Abwehrrakete vernichtet und in seine erbärmlichen Einzelteile zerlegt, aber ich hatte ja nichts dergleichen vor Ort. So etwas besitzen meine Herrschaften ja leider nicht, diese Loser! Kurz bevor ich mich aus dem Fenster stürzen wollte, weil ich mir dieses Elend nicht länger mehr mit ansehen konnte – ich hatte den Müll schon in den Pfoten, den ich noch mit runter nehmen wollte, man muss ja auch praktisch denken –, erkannte ich: Uuups, das ist ja Herrchen!!!
Natürlich wedelte ich sofort freudig mit dem Schwanz und setzte schnell meinen süßesten, Hundeblick auf, das kommt immer an bei den Menschen!!! Er streichelte mich, begeistert von meinem Liebreiz und wir gingen (etwas später) gemeinsam schön Gassi und er gab mir lecker Hundefutter, so wie sich das gehört!
Nur gut, dass er meine Gedanken nicht lesen kann.
Autor: Stephan Bär
StephanBaer@gmx.de
http://www.australienbaer.de
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Elisabeth „Sissi“ Kern, Obfrau der Felix Tierhilfe Gerasdorf e.V. in Seyring/Österreich versorgt seit einigen Jahren ausgesetzte, nicht mehr gewollte, mißhandelte oder herrenlose Tiere. Derzeit leben bei ihr mehr als 200 Tiere, überwiegend Katzen. Der Verein erhält keine finanzielle Unterstützung von Behörden oder sonstigen offiziellen Stellen und ist auf private Spenden angewiesen.
Hallo und Miau, liebe Freunde!
Wie versprochen möchte ich heute die Geschichte eines der vielen Leidensgenossen erzählen, die von Sissi gerettet wurden.
„Puschel!“—“Puschel!!“— „PUSCHEL!!! Wach auf!“
„…will nicht… schlafen lassen…“
„Nein, Puschl, wach auf!!“
„Uuaaaah, Felix, warum lässt du mich nicht in Ruhe schlafen?“
„Entschuldige, du kannst dich gleich wieder deinem Schönheitsschlaf widmen, aber zuvor brauche ich deine Hilfe.“
„Was? Wobei soll ich dir denn helfen?
Willst du wieder die Süße ärgern?“
„Aber nein. Wir müssen der Sissi helfen. Sie kriegt ihr Vereinsheft nicht rechtzeitig fertig.“
„Also eh so wie immer. Und was sollen wir dabei?“
„Ich soll dich interviewen!“
„WAS?“
„Ja, ist so eine Idee von ihr. Sie meint, ich soll ein Interview mit dir machen, darüber wie du hierher gekommen bist und wie’s dir jetzt geht und so.“
„Und du gibst sozusagen den Reporter.“
„Genau. Und die Sissi braucht es dann nur noch in ihr Vereinsheft schreiben.“
„Genial.“
„Ja, genial-typisch Sissi. Aber sie will es so. Bist du bereit?“
„Werden auch Fotos gemacht? Ich bin ja gar nicht geputzt!! Ich muss furchtbar aussehen…!!“
„Die Fotos macht Sissi später. Jetzt lass dich endlich interviewen!“
„Also, Frl. Puschel, wie lange sind Sie schon hier?“
„Geh Felix, müssen wir jetzt echt per Sie sein???“
„Klar, sonst wirkt es doch nicht professionell. Also, wie lange residieren Sie hier, Frl. Puschel?“
„So ganz genau weiß ich das nicht. Aber es ist schon einige Male kalt und warm geworden.“
„Aha. Also vermutlich mehrere Jahre. Und weshalb sind sie überhaupt hergekommen?“
„Ich habe mein früheres Zuhause verloren.“
„Wieso das denn?“
„Mein Besitzer wollte mich nicht mehr.“
„Gemeinheit! Und warum wollte er Sie nicht mehr?“
„Nun ja, es ist mir ein bisschen peinlich … „
„Keine Scheu, wir sind ja ganz unter uns.“
„Aber die Leser, Felix, denk an die Leser!“
„Egal, weiter! Warum wollte dich, äh Sie, Ihr Besitzer nicht mehr?“
„Ich habe neben das Kisterl gemacht.“
„Wie bitte, ich verstehe dich nicht.“
„Ich habe versehentlich neben das Kisterl gemacht.“
„Und dann?“
„Er war furchtbar wütend und hat herumgebrüllt, und vor lauter Angst habe ich, naja… und dann hat er mich ins Freie befördert.“
„Hast du mir nicht einmal erzählt, ihr habt im zweiten Stock gewohnt?“
„Ja, stimmt. Ich bin halt aus dem Fenster geflogen.“
„Was??? Er hat dich aus dem Fenster geworfen?“
„Ja. Später hat mich das Frauerl gesucht und wieder hereingeholt, und vor lauter Angst, dass mir der Mann wieder wehtut, habe ich mich unter dem Kasterl versteckt und bin nicht mehr hervorgekommen. Dann kam die Sissi, aber ich bin unter dem Kasterl geblieben.“
„Und wie ist es weitergegangen?“
„Irgendwann habe ich Hunger bekommen und bin hervorgekrochen. Dann hat mich Sissi mitgenommen und hierher gebracht.“
„Und wie hat es Ihnen hier gefallen?“
„Anfangs überhaupt nicht! Die vielen Katzen! Alle haben mich angestarrt! Da bin ich eben wieder unter ein Kasterl.“
„Hatten Sie nicht auch Probleme mit Ihrem Haarkleid?“
„Ja, Sissi musste mich scheren lassen, weil mein Fell total verfilzt war.“
„Dabei haben Sie ein so hübsches Fell, meine Liebe! Diese Tigerstreifen…“
„Danke (schnurr). Sissi kämmt mich ja regelmäßig. Nach dem Scheren durfte ich in einem kleinen Zimmer wohnen, da wurde ich dann auch zutraulicher. Aber sobald ich zu den anderen zurück musste, zog ich wieder unter mein Kasterl.“
„Ich kann mich erinnern. Sie haben lange Zeit direkt neben der Eingangstür gelebt. Jederzeit bereit zur Flucht. Und wie ist es jetzt?“
„Viel besser. Ich habe mich an den Rummel hier gewöhnt. Und wenn es mir manchmal zuviel wird, ziehe ich mich eben für ein Weilchen unter mein Kasterl zurück.“
„Aber im Großen und Ganzen fühlen Sie sich wohl.“
„Ja, auf jeden Fall! Ich bin sehr froh, dass ich hier bin. Aber jetzt ist es genug! Jetzt will ich wieder schlafen!“
„Danke für deine Geduld, Puschel! Schlaf schön! Hoffentlich kann die Sissi meine Schrift lesen.“
„Ja… uuuaaahhhhhh…. wenn irgendwas nicht stimmt, ist sie schuld…“
Autor: Sissi Kern
assissi@utanet.at
http://www. tierhilfe-gerasdorf.at.tt
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Elisabeth „Sissi“ Kern, Obfrau der Felix Tierhilfe Gerasdorf e.V. in Seyring/Österreich versorgt seit einigen Jahren ausgesetzte, nicht mehr gewollte, mißhandelte oder herrenlose Tiere. Derzeit leben bei ihr mehr als 200 Tiere, überwiegend Katzen. Der Verein erhält keine finanzielle Unterstützung von Behörden oder sonstigen offiziellen Stellen und ist auf private Spenden angewiesen.
Oft hört man von Menschen den Satz: „Das ist meine Katze“. Ganz anders ist es bei uns. Sissi gehört uns und wir haben sie schon ganz gut erzogen. Manchmal bekommt sie halt eine Lektion, wenn sie sich nicht nach unseren Wünschen verhält. So wie erst vor kurzem …
Sissi war schon am Vortag hektisch, weil sie als Zeugin bei Gericht, wegen Streitigkeiten zweier Tierschutzvereinen aussagen musste und dieses ihr ganz und gar gegen den Strich ging. Wir hörten sie nur sagen, dass sie wieder stundenlang weg sein würde und auch, dass sie das ganze so unsinnig findet, denn anstatt der vielen Gerichtskosten könnten die Mäuler der vielen hungrigen Tiere gestopft werden. Also, da waren wir ganz ihrer Meinung.
Morgens stand sie schon ganz zeitig auf, was uns natürlich missfiel, denn viele von uns lagen noch gemütlich bei ihr im Bett und sie weckte uns rücksichtslos. Dann bekamen wir Futter zu einer ungewöhnlichen Zeit. Verschlafen machten wir ihr den Gefallen und leckten am Futter herum. Die Kistln wurden gemacht, weggeräumt etc. Schrecklich, diese Hektik in der Früh!
Nachdem Sissi gefrühstückt hatte, musste sie schlagartig aufbrechen, was uns allen sehr missfiel. Wir liefen noch in das Freigehege und starrten ihr nach. Wie sollen wir nun die vielen einsamen Stunden verbringen?
Eigentlich weiß ich gar nicht, wer damit angefangen hat, aber es war lustig. Sissi hat in der Hektik noch einen ganzen Sack Katzenstreu stehen gelassen. Wir haben diesen bearbeitet und langsam rieselte das Streu heraus. Das war ein tolles Spiel. Es hat gar nicht lange gedauert und der Sack war zur Gänze offen und die Streu war im ganzen Zimmer verteilt. Endlich ein „großes Kisterl“. Eifrigst benützen wir dieses auch.
Inzwischen haben die Hunde den Müllsack ausgeräumt. Papier, Kaffeesud, Milchpackerl etc. lagen überall herum. Nur, dass sie auch einiges an Müll in unser neues Kistl gelegt haben, missfiel uns sehr.
Ein Klirren. Ein Kumpel hat von der Kredenz ein Kaffeehäferl runtergeschmissen. Uii, das wird Ärger geben, denn es war ein Häferl von den „Schönen“. Aber Sissi soll sich nichts draus machen, denn das Service dank uns schon lange nicht mehr vollzählig. Auf das Eine kommt’s dann auch nicht an.
Nein, nun rieselt auch der Vollreis von oben auf uns herab! Wir wissen, dass Sissi ihn dort hin stellt, weil wir da eigentlich nicht hinkönnen. Aber wir können alles, speziell dann, wenn uns langweilig ist. Müde vom Spielen sind wir dann auch ruhiger geworden und hungrig.
Endlich, Sissi kam heim. Wir sammelten uns im Freigehege um sie zu begrüßen. Sie schaute auch sehr müde und mitgenommen aus. Sie tat uns fast Leid. Ich hörte, wie Sissi zu ihrem Mann sagte, dass sie uns noch füttert und sich dann niederlegen möchte.
Oh, je … Sie öffnete die Türe und wir sahen in ein entsetztes Gesicht. „Ihr seid Schweine“, sagte sie wirklich böse. Sie muss wirklich müde sein, wenn sie nicht mal mehr Katzen von Schweinen unterscheiden kann. Sie holte Schaufel und Besen und räumte unser „großes Kisterl“ weg. Zwischen unseren Fäkalien fand sie dann auch noch die TV-Fernbedienung. Aber das waren wir sicher nicht, ganz ehrlich, das waren die Hunde. Sie musterte uns genau, aber wir alle hatten den unschuldigsten Blick aufgesetzt, den man nur haben kann.
Wir erschwerten ihr auch das Saubermachen, weil wir auch schon Hunger hatten. Kann sie das nicht später machen?
Sie war noch nicht ganz fertig mit dem Wegräumen des großen Kistls, als sich vor ihren Augen der Kater Amigo in diesem noch erleichtern musste. Er wollte ihr so doch nur zu verstehen geben, dass er das Kistl auch behalten will, aber sie verstand diesen Wink nicht.
A propos Amigo – heute will ich Euch auch noch die Geschichte von ihm erzählen:
Sissi brachte ohne Vorwarnung einen riesigen Kater zu uns. Anfangs hatten wir Angst vor dem großen, mächtigen Kerl. Doch als er sich als Angsthase entpuppte und als sanftes Lamm, der nichts anstellt und nur brav in einer Ecke sitzt, schwand unsere Angst sofort.
Amigo war erst ca. 2 Jahre alt und wir erfuhren, dass er schon ein bewegtes Leben hinter sich hatte. Als er ein Baby war, kam er als „Spielkatze“ zu einem Kleinkind. Dieses hat ihn gezupft, am Schwanz gezerrt usw. In der kleinen Wohnung hatte er auch keine Fluchtmöglichkeit. Er äußerte dann seinen Unmut über diese Behandlung mit Urinieren auf die Spielsachen des Kindes. Umgehend wurde er dann zu Freunden dieser Familie abgeschoben, die ihn nicht seinetwegen, sondern aus Freundschaft den Leuten gegenüber genommen haben. Von dort fiel er aus dem Fenster und war verletzt. Er wurde zum Tierarzt gebracht, und als die Leute den Operationspreis hörten, haben sie Amigo dort zurückgelassen.
Von diesem Tierarzt wurde er dann – wieder gesund – an einen Mann vermittelt, der noch nie Katzen gehabt hatte. Er hatte Vögel. Und als sich Amigo für die Vögel stark interessierte und ständig am Käfig hockte und damit die Vögel verschreckte, schlug der Mann den Kater. Als er auf Grund des Schlagens mit Unsauberkeit protestierte, kontaktierte der Mann unsere Sissi. Diese holte Amigo umgehend ab. Sie brauchte den sanften Kater erst gar nicht separieren, er war hier gleich daheim, nur eben schüchtern. Zwar haben wir ihm gezeigt, was Spielen ist und auch, dass man Unfug treiben kann, aber die Sanftmut ist ihm bis heute geblieben.
Wir waren deshalb auch alle todunglücklich, als er auf einen „Traumplatz“ vermittelt wurde. Wir trauerten echt um ihn, und wie wir später erfuhren, er auch um uns. Am neuen Platz verweigerte er das Futter, wurde kratzbürstig (er??!!) und versteckte sich nur hinter dem Küchenkastl und kam nicht hervor. Wenn die Leute ihn hervor holen wollten, bekamen sie unter Pfauchen auch seine Krallen zu spüren.
Als Sissi hingefahren ist und seinen Namen rief, kam er aus dem Versteck hervor, sprang wie ein Hund an ihr hoch und schnurrte so laut er nur konnte. Sie brachte ihn wieder heim und die Wiedersehensfreude war allseits groß. Wir waren dauernd hinter ihm her und prüften die neuen Gerüche, die er an sich hatte. Er ging von einem zum anderen um Kopfi zu stoßen.
Auf dem Bild könnt ihr sehen, dass er sich hier verdammt wohl fühlt. Wenn fremde Leute herkamen, verschwand er die erste Zeit spurlos, er war nirgends zu finden. Wir wussten immer, wo er war, aber wir verrieten ihn nie, denn wir wollten ihn nicht noch einmal hergeben müssen. Heute kommt er sogar bei fremden Menschen hervor und zeigt wie schmusig er ist. Er hat sein Vertrauen wieder zurück gewonnen und ist ein prächtiger, selbstbewusster Kater geworden.
Euer zufriedener Felix
Autor: Sissi Kern
assissi@utanet.at
http://www. tierhilfe-gerasdorf.at.tt



















